preparatory:AB 71598
Schneider Johann N. · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2007-03-07
Wortprotokoll
Nur ganz kurz: Wenn stimmen würde, was Hans Kaufmann vorhin hier vorgetragen hat, wären Finanzplätze wie London oder Frankfurt und deren industrielles Umfeld mit Sicherheit nicht in dem guten Zustand, wie sie es sind.
Für die Kommission verwahre ich mich in aller Form gegen den Vorwurf der Nacht-und-Nebel-Aktion. Ich hab meinen ersten Antrag im April 2006 eingereicht. Wir haben im November und Dezember ausführlich diskutiert und Berichte eingefordert. Bundesrat Merz hat das eben auch gesagt. Und wir sind im Januar darauf zurückgekommen. Es ist sehr wohl sehr solide Arbeit gemacht worden.
Nebenbei bemerkt: Die SWX hat sich auch dazu geäussert, hat sich zustimmend geäussert. Ich erlaube mir bei dieser Gelegenheit noch einen Satz von Swissholdings vorzulesen: "Swissholdings als Vertreterin bedeutender börsenkotierter Unternehmen unterstützt diese Vorschläge vorbehaltlos. Es ist unter den Marktteilnehmern ein offenes Geheimnis, dass das geltende Offenlegungsrecht in der Schweiz grosse Schwächen hat. Es besteht ein Mangel an Transparenz. Ausserdem zeigen die Erfahrungen seit dem Inkrafttreten des Börsengesetzes vor neun Jahren, dass die Regeln in der Praxis nur sehr schlecht durchgesetzt werden können."
Noch einmal: Es geht um Transparenz; es geht nicht um Abwehr. Ich verwahre mich in aller Form dagegen. Es geht um Transparenz. Und es geht um eine Transparenz, die im internationalen Quervergleich etwa gleichwertig ist. Es geht auch um Fairness. Es geht um Fairness gegenüber Minderheitsaktionären und Altaktionären. Kollege Bührer hat das vorhin seinerseits angesprochen.
Und der letzte Satz: Die Kommission empfiehlt Ihnen im Verhältnis von 7 zu 1, den Vorschlägen zuzustimmen.