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AB 76015

Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2007-09-19

Wortprotokoll

Wenn ich hier eine minimale Kürzung von 1 Prozent für vier Jahre, also von 0,25 Prozent pro Jahr, gegenüber der Botschaft verlange, dann hat dies mit der Erhöhung des Kredites durch das Parlament von 4,5 Prozent, wie das der Bundesrat ursprünglich vorgesehen hatte, auf 6 Prozent zu tun. Es hat auch damit zu tun, dass eine Hochschule, die bei der Gestaltung der Gebühren, bei der Zulassung oder bei der Anstellung von Professoren, aber auch in vielen weiteren Dingen mehr Freiheit hätte, wesentlich effizienter und zielgerichteter arbeiten könnte.

Im Rahmen dieser Botschaft haben wir aber all dem kaum Beachtung geschenkt. Es ging ja darum - da erinnere ich an Flims -, nur die Zuwendungen des Staates zu erhöhen und möglichst nichts am System zu ändern. Es ist heute einfach so, dass eine Hochschule wie die ETH möglichst alle Ansprüche erfüllen soll, seien es diejenigen von ausländischen Studierenden - notabene auch zum Nachteil unserer privaten Schulen und Hochschulen - oder seien es jene der Fächer, die eigentlich nicht in eine Eidgenössische Technische Hochschule gehören würden, da es bessere Alternativen gibt: Ich denke etwa an Ausbildungen für Umweltingenieure, Raumplanung, Sportlehrer und deren Nebenberufe, Geisteswissenschaften usw. Auf der anderen Seite fehlt es deutlich an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, die auch auf die Unterstützung durch Drittmittel zählen könnten. Immer weniger junge Leute wollen den Weg zum Ingenieur wählen, immer mehr suchen die sogenannten weichen Disziplinen.

Ich weiss, dass Sie hier der SVP-Fraktion nicht werden zustimmen können. Aber es wird - davon bin ich überzeugt - die Zeit kommen, da dieser Weg der Verdrängung aller Probleme und des Festhaltens an den alten Zöpfen nicht mehr gangbar ist.

Ich bitte Sie trotzdem, dieser minimalen Kürzung als Zeichen der Einsicht zuzustimmen.

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