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preparatory:AB 79546

Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2007-12-17

Wortprotokoll

Ich beantworte die vier Unterfragen wie folgt:

Zwar ist der zusätzliche Abschreibungsbedarf der UBS beträchtlich. Die Bank hat aber entsprechende Massnahmen ergriffen, sodass sie ihre gute Position bewahren und ihre Stabilität gewährleisten kann. Sie ist gut kapitalisiert, und sie übertrifft, auch unter Berücksichtigung dieser massiven Wertberichtigungen, die gesetzlichen Anforderungen an die Eigenmittel nach wie vor. Der Industrie- und Dienstleistungsstandort Schweiz - und zu dem gehört auch der Finanzplatz - geniesst insgesamt weiterhin einen ausgezeichneten Ruf. Die weltweit tätigen Grossbanken haben diversifizierte Ertragsquellen. Sie verfügen damit über eine breite Investorenbasis, und sie können auch schmerzhafte Verluste in einzelnen Geschäftssegmenten und in einzelnen Märkten verkraften. Die Finanzmarktkompetenz der Schweiz ist dadurch nicht infrage gestellt. Übrigens können die Banken dank dem hervorragenden Bildungssystem, das wir haben, auf gut ausgebildete und leistungsorientierte Mitarbeitende zugreifen.

Verluste gehören ebenso zu einer Marktwirtschaft wie Gewinne. Es gehört zu den normalen Risiken einer global tätigen Unternehmung, dass die Geschäftsergebnisse auch schwanken können. Die Finanzmarktkrise hat bis heute keine Spuren in der schweizerischen Realwirtschaft hinterlassen. Die Konjunktur ist nach wie vor robust. Im kommenden Jahr ist wohl mit einer gewissen Abschwächung zu rechnen, wobei das Wachstum des Bruttoinlandproduktes von heute sehr hohen - [PAGE 1924] oder sagen wir zumindest hohen - Werten auf etwas unter 2 Prozent sinken könnte. Das entspricht dem langfristigen Potenzial.

Allerdings sind gewisse Risiken durchaus vorhanden wie zum Beispiel die weitere Entwicklung in den USA, bedingt durch die Hypothekarkrise, oder dann natürlich auch die Ölpreisentwicklung. Aber auch die Arbeitsmarktprognosen sind insgesamt nach wie vor zufriedenstellend.