preparatory:AB 79547
Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2007-12-17
Wortprotokoll
Führende Beratungsfirmen sagen bezüglich der Vermögensanlagen von Pensionskassen in der Schweiz übereinstimmend aus, dass bei den von ihnen betreuten Pensionskassen direkte Anlagen in die sogenannten Subprime-Produkte praktisch nicht existieren. Unklar ist aber, in welchem Ausmass eben indirekte Anlagen [PAGE 1926] getätigt wurden, zum Beispiel im Geldmarkt oder über Obligationenfonds. Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass sich die Finanzmärkte in diesem Jahr bisher, per heute, eher bescheiden entwickelt haben. Der Pictet-BVG-25-Index beispielsweise wies Ende November eine Performance von 1,95 Prozent aus. Da die meisten Vorsorgeeinrichtungen aber eine Performance von 4 Prozent benötigen, um ihren Deckungsgrad zu halten, ist 2007, sofern die Märkte auf dem gegenwärtigen Stand bleiben, eher von einem sinkenden Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen auszugehen. Damit verbundene tiefere Wertschwankungsreserven müssen aber nun natürlich nicht zwangsläufig zu tieferen Renten von neu in den Ruhestand tretenden Personen führen. Solche Auswirkungen wären nur dann zu erwarten, wenn über eine längere Zeit eine nur unterdurchschnittliche Anlagerendite erzielt werden könnte.
Über die zukünftige Entwicklung der Anlagemärkte kann man aber heute noch keine verlässlichen Aussagen machen, da diese bekanntlich von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, von denen die Hypothekarkrise in den USA nur gerade einer ist.