AB 87250
Lachenmeier-Thüring Anita · Nationalrat · Basel-Stadt · Grüne Fraktion · 2008-03-11
Wortprotokoll
Die Grünen unterstützen die Formulierung, wie sie jetzt im Gesetz steht. Der neuformulierte Absatz 1 ist daher zu streichen. Die bisherige Formulierung ist ausreichend und gut. Bereits die Berechnung der Arbeitszeit im Durchschnitt von 28 Tagen, wie es heute im Gesetz steht, bedeutet für die Arbeitnehmenden sehr viel Flexibilität. Sie gewährleistet jedoch, dass die Ruhezeit und Freizeit gegenüber der Arbeitszeit wenigstens über einen Monat hinweg ausgeglichen wird. Das Personal darf nicht zur reinen Manipuliermasse werden.
Würde man die Jahresarbeitszeit so einführen, wie es der Bundesrat vorschlägt und die Kommissionsmehrheit befürwortet, wären sowohl die Gesundheit wie auch die soziale Vernetzung der Arbeitnehmenden gefährdet. Theoretisch wäre es dann möglich, dass man neu jeweils an sechs Arbeitstagen je zehn Stunden arbeitet. Dass die Parteien, welche die Familienförderung in ihr Programm aufgenommen haben, dieser familienfeindlichen Regelung zustimmen, ist für uns unverständlich. Wir haben heute schon lange über die Sicherheit diskutiert. Wichtig ist für uns Grüne aber auch die Betriebssicherheit. Die Gefahr, dass einem übermüdeten Angestellten ein Fehler mit gravierenden Folgen unterläuft, ist sehr gross.
Unterstützen Sie daher die Kommissionsminderheit zugunsten der Gesundheit, der Familien und der sozialen Netze der Angestellten, aber auch zugunsten der Betriebssicherheit. Überspannen Sie den Bogen der Flexibilität der Arbeitnehmenden nicht unnötig, und schützen Sie das Personalrecht.