preparatory:AB 93364
Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-03-02
Wortprotokoll
Pro Helvetia verfügt nebst einer Geschäftsstelle im Inland auch über diverse Aussenstellen im Ausland. Gerade kürzlich wurde angekündigt, dass in Delhi, Indien, eine neue Aussenstelle eingerichtet werden soll. Diese Kulturaussenstellen stehen von der Organisation und von der geforderten Effizienz her immer auch in einem Spannungsfeld mit den anderen Schweizer Vertretungen: den Geschäftsvertretungen, Botschaften, Konsulaten und weiteren Vertretungen unseres Landes.
Als Parlamentarier sind wir hierbei zu Kontrollen verpflichtet, damit diese Auslandtätigkeiten effizient abgewickelt werden, wenig Doppelspurigkeiten erfolgen, die Aufgaben klar sind, das Resultat die Kosten rechtfertigt und die Zusammenarbeit aktiv gepflegt wird. Heute kommt hinzu, dass auch die Frage nach dem Energieaufwand und damit die CO2-Frage gestellt wird und dass auch darüber Rechenschaft abzulegen ist. Die Energieverbrauchswerte pro Person für einen Flug nach Indien und zurück liegen vor. Sie sind höher, als allgemein geschätzt wird, und erreichen Werte, die heute über dem Energieverbrauch eines neuen Einfamilienhauses in der Winterperiode liegen. Mit dem Zusatz gemäss Absatz 3 dürfte im Jahresbericht von Pro Helvetia erstmals auch eine Angabe über die Reisetätigkeit und die Reisekilometer vorliegen. Das wäre eine Vorbildfunktion, das sollte Schule machen, und es kann unterstützend aufzeigen, wie sich unsere Gesellschaft - zwar nur Schritt um Schritt, aber freiwillig - mit dem Schwinden der kostbaren Ressourcen im Energiebereich auseinandersetzt. Wenn wir das heute hier verankern können, so ist ein erster Schritt gemacht.
Die SVP-Fraktion bittet Sie, diesem Minderheitsantrag zuzustimmen.
Zu den Grünen möchte ich sagen: Hier können Sie den Tatbeweis erbringen, ob Ihnen die CO2-Problematik im Luftverkehr ein ernstes Anliegen ist oder ob wir alle die Augen verschliessen wollen, wenn es um besondere Anliegen geht.