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21.3234 · Postulat · 2021-03-17

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird gebeten, einen Bericht über den psychischen Gesundheitszustand der Schweizer Bevölkerung vorzulegen, der insbesondere folgende Fragen behandelt:

1. Welche Folgen hat die Pandemie für die psychische Gesundheit, insbesondere von Personengruppen, bei denen laut dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) Risikofaktoren vorliegen (geringes Bildungsniveau, Migrationshintergrund, Arbeitslosigkeit oder Invalidität, Einschränkungen wegen eines körperlichen Gesundheitsproblems, Einsamkeit), und in den verschiedenen Altersgruppen?

2. Welche Möglichkeiten gibt es, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung nach dem Ende der Pandemie zu stärken, und welche Veränderungen in den Versorgungs- oder Finanzierungsmodellen könnten dafür notwendig sein?

3. Welche Massnahmen können ergriffen werden, um die Schutzfaktoren (gemäss Obsan: hohe Kontrollüberzeugung, hohe allgemeine Selbstwirksamkeit, hohes resilientes Coping, starke soziale Unterstützung) durch die öffentliche Politik des Bundes zu stärken?

Begründung

Die Covid-19-Pandemie hat sich aufgrund von Unsicherheit, Angst, Krankheit, wirtschaftlichen Risiken, Einschränkungen, Änderung der Gewohnheiten (Homeoffice, Abstand halten) und Isolation sehr negativ auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung ausgewirkt.

Ausserdem war der Zugang zur Gesundheitsversorgung nicht immer in effizienter Weise gewährleistet, insbesondere während den strengen Lockdowns und weil bei der Vergütung von Psychotherapieleistungen, die "auf räumliche Distanz" erbracht werden, Unterschiede zwischen den Fachärztinnen und -ärzten für Psychiatrie (ohne Limitation) und den Psychologinnen und Psychologen (Limitation auf 360 Minuten) bestehen, gemäss Faktenblatt des BAG.

Schliesslich war der Zugang zur Gesundheitsversorgung offenbar auch von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich; einige Kantone und sogar einige Gemeinden haben ihr Angebot ausgebaut, während andere dies gar nicht oder nicht im gleichen Ausmass taten.

Angesichts dieser Beobachtungen wäre es sinnvoll, eine Studie über den allgemeinen psychischen Gesundheitszustand der Bevölkerung durchzuführen und aufzuzeigen, wie er verbessert werden könnte beziehungsweise welche Änderungen des Systems vorteilhaft für die Bevölkerung sein könnten, insbesondere mit Blick auf die Entwicklung der neuen Technologien.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.