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21.7809 · Fragestunde. Frage · 2021-09-15

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Weshalb hat der Bundesrat im März 2020 - zu Beginn der Corona-Pandemie - keine Ausbildungsoffensive für zusätzliches IPS-Pflegepersonal gestartet?

Während eine durchschnittliche Ausbildung drei Jahre dauert, hätten bis heute, d.h. während der letzten eineinhalb Jahren, in einem beschleunigten Ausbildungsverfahren sicherlich die notwendigen PflegerInnen ausgebildet werden können.

Stellungnahme des Bundesrates

Diese Kompetenz für eine Ausbildungsoffensive liegt bei den Kantonen bzw. den (Ausbildungs-)Institutionen des Gesundheitswesens. Der Bund hat in diesem Bereich keinerlei Kompetenz. Auch in Normalzeiten herrscht im Pflegebereich ein Fachkräftemangel. Die Schweiz ist deshalb insbesondere in den Grenzregionen in hohem Masse abhängig von ausländischen Pflegepersonal. Während der Pandemie war und ist das Pflegepersonal zudem nicht nur auf den Intensivstationen stark gefordert. Die Kapazitäten können daher nicht unbegrenzt erhöht werden -auch nicht mit einer Ausbildungsoffensive. Da ausserdem die Praxisausbildner und -ausbildnerinnen aufgrund der angespannten Personalsituation direkt in der Pflege eingesetzt werden mussten, ist die Schaffung neuer Ausbildungsplätze während der Covid-19-Pandemie ebenfalls nur beschränkt möglich.

Covid-19: Verpasste Chance einer Ausbildungsoffensive für zusätzliches IPS-Pflegepersonal | Lexipedia | Lexipedia