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21.8151 · Fragestunde. Frage · 2021-12-08

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Erledigt

Wortlaut

Bis Ende November 2021 mussten keine heiklen Entscheide in den Spitälern getroffen werden, so die Antwort auf 21.8060. Danach konnten alle Patienten, die einen IPS-Platz benötigten, einen solchen belegen.

Inzwischen melden sich etliche Spitalvertreter und Experten via Medien zu Wort, wonach sogenannte "Triagen" drohen würden.

- Wie ist die Lage nun im Dezember?

- Wie viele Triagen wurden im Dezember 2021 vorgenommen?

Stellungnahme des Bundesrates

Mit Stand 9. Dezember 2021 lagen durchschnittlich 248 Covid-Patientinnen und -Patienten und 429 Nicht-Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen. Im Schnitt waren 137 zertifizierte Betten und 27 Ad-hoc-Betten frei. Aufgrund von Personalmangel ist ein Aufbau von Ad-hoc-Betten nicht mehr bzw. nur mit entsprechend sinkender Behandlungsqualität möglich. Die Triage - im Sinne einer kontinuierliche Priorisierung - gehört zum Alltag der Notfallmedizin. Triageentscheide sind integraler Bestandteil der medizinischen Behandlung und unterstehen deshalb der medizinischen Geheimhaltungspflicht. Allfällige Erhebungen müssen durch die zuständigen Kontrollinstanzen - in diesem Fall die Kantone - erhoben werden. Weder der Koordinierte Sanitätsdienst noch das BAG erheben Zahlen zu Triageentscheiden und können deshalb auch keine Angaben zu deren konkreter Anwendung und Häufigkeit machen.