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22.7732 · Fragestunde. Frage · 2022-09-19

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Bericht Gender Overall Earnings Gap zeigt geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede von 43,2 Prozent auf, die im europäischen Vergleich hoch liegen. Das bedeutet, dass das Einkommen von Frauen, bezogen auf alle im Erwerbsalter von 15 bis 64 Jahren geleisteten Arbeitsstunden, 43,2 Prozent niedriger ist als das der Männer. Im Alter (Gender Pension Gap) belief sich die Differenz auf 34,6 Prozent.

- Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus dem Bericht?

- Welche Massnahmen wird er ergreifen?

Stellungnahme des Bundesrates

Der Gender Overall Earnings Gap wird zukünftig regelmässig erhoben, berechnet und veröffentlicht. Dieser Indikator ergänzt das bereits etablierte Bild der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Der Bundesrat hat im letzten Jahr die Gleichstellungsstrategie 2030 verabschiedet (www.gleichstellung2030.ch). Diese zielt insbesondere auf die Stärkung der wirtschaftlichen Autonomie der Frauen während ihres ganzen Lebens, unabhängig von ihrem Zivilstand und ihrer familiären Situation. So will der Bundesrat zum Beispiel die Lohndiskriminierung beseitigen und eine ausgewogenere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern erreichen. Weitere Ziele sind die Verbesserung der Rentensituation von Frauen, namentlich in der beruflichen Vorsorge (2. Säule), sowie die ausgewogenere Geschlechterverteilung in der Ausbildung, in allen Berufsgruppen, auf allen Verantwortungsebenen und in allen Entscheidungsgremien. Dazu gehört etwa ein höherer Frauenanteil in Führungspositionen von Hochschulen oder die Förderung von Männern in Gesundheits- und Bildungsberufen.