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22.7822 · Fragestunde. Frage · 2022-09-21

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

In der Schweiz ist der Strommarkt nur für Unternehmenskunden liberalisiert. Es behindert die private Produktion aus Solar- und Windkraftenergie. Auch der seit 2018 mögliche "Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)" gibt den lokalen Lieferanten zu viel Einfluss.

- Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, die Stromproduktion und den Stromaustausch auch in EFH-Siedlungen oder Klein-Quartieren zu fördern?

- Ist er bereit, Gesetzesänderungen vorzuschlagen, zugunsten der privaten Produktion?

Stellungnahme des Bundesrates

Kleine Endverbrauchinnen und -Verbraucher können heute nicht frei entscheiden, bei wem sie ihren Strom kaufen. Sie beziehen diesen vom lokalen Energieversorgungsunternehmen (EVU). Endverbraucherinnen und -Verbraucher mit einer genügend grossen Fotovoltaikanlage können sich aber einen Zusammenschluss für den Eigenverbrauch (ZEV) gründen und damit teilweise vom lokalen EVU unabhängig werden. Dies kann in Zeiten hoher Strompreise wirtschaftlich attraktiv sein. Das Parlament berät derzeit das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Dabei wird auch die Einführung von lokalen Energiegemeinschaften diskutiert. Innerhalb solcher Gemeinschaften wäre es auch kleinen Produzentinnen und Endverbrauchern möglich, Strom innerhalb eines begrenzten Gebietes direkt auszutauschen. Dazu dürften sie das öffentliche Stromnetz benutzen und könnten von reduzierten Netztarifen profitieren.