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24.7405 · Fragestunde. Frage · 2024-06-04

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Aktuell werden die Krankenversicherungsprämien in der Schweiz bei der Berechnung des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK, gängiges Masss für Inflation) nicht berücksichtigt. Stattdessen berücksichtigt der LIK die Kosten der ärztlichen Behandlung. Wenn die Prämien bei Berechnung der Inflation berücksichtigt würden, würde dies die Nationalbank vermehrt unter Druck setzen.
Erachtet es der Bundesrat als sinnvoll, die Krankenkassenprämien bei der Berechnung der Inflation zu berücksichtigen?

Stellungnahme des Bundesrates

Der Landesindex der Konsumentenpreise «LIK» erfasst die Preisentwicklung von Leistungen und Gütern des Gesundheitssektors. Dazu gehören beispielsweise medizinische, paramedizinische, Krankenhaus- und Zahnarztleistungen sowie Medikamente und Sanitätsmaterial. Damit wird die Preisentwicklung der Gesundheitsleistungen im LIK korrekt berücksichtigt. Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung dienen zur Finanzierung dieser Leistungen und Güter. Die Aufnahme dieser Prämien im LIK ist nicht sinnvoll, weil es sich dabei nicht um Konsum handelt, sondern um obligatorische Transferausgaben wie Steuern oder andere Sozialversicherungen.Die Entwicklung der Krankenversicherungsprämien wird aber im Krankenversicherungsprämien-Index, einem Zusatzmodul des LIK, erfasst. Dieser Index schätzt die Auswirkungen der Prämienveränderungen auf das Wachstum des verfügbaren Einkommens der Haushalte. Diese Indikatoren stehen allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung, auch der Schweizerischen Nationalbank oder den Sozialpartnern.

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