Lexipedia

24.7478 · Fragestunde. Frage · 2024-06-05

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Auf meine IP 23.4516 schreibt der Bundesrat zu den «forever chemicals» (PFAS): «Die Ergebnisse legen nahe, dass zumindest ein Teil dieser Stoffe bereits Schäden in der menschlichen Gesundheit verursacht hat oder künftig verursachen wird. Diese Schäden können aktuell aber noch nicht quantifiziert oder monetarisiert wer-den.»
- Welche EU-Länder kennen Human-Biomonitorings, dank denen solche Fragen beantwortet werden?
- Seit wann will der Bund ein solches Monitoring einführen und wann wird das geschehen?

Stellungnahme des Bundesrates

Gegenwärtig haben Deutschland, Frankreich, Belgien, Tschechien, Schweden, Slowenien, Litauen und Estland nationale Humanbiomonitoring Programme. Insgesamt 24 europäische Länder werden zudem im Rahmen des EU-Projektes PARC Humanbiomonitoring durchführen. Das BAG hat in einem Pilotprojekt die Machbarkeit einer nationalen Gesundenkohorte mit Humanbiomonitoring geprüft und die Ergebnisse dem Bundesrat im Juni 2023 unterbreitet. In der Folge hat dieser das EDI in Zusammenarbeit mit dem WBF und dem UVEK beauftragt bis Ende Dezember 2025 vertiefte Abklärungen zu den Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten, der Organisationsform und den rechtlichen Grundlagen für den Aufbau einer nationalen Gesundenkohorte durchzuführen.