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24.7668 · Fragestunde. Frage · 2024-09-17

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Die SBB teilt mit, dass das Reisezentrum Andelfingen (ZH) geschlossen wird. Im ganzen nördlichsten Bezirk des Kantons Zürichs wird es damit keinen bedienten Bahnschalter mehr geben, ab sofort ist Selbstbedienung ohne Beratung angesagt.
Plant die SBB durch diesen ersatzlosen Abbau des Service Public an den Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden vorbei?

Stellungnahme des Bundesrates

Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden haben sich geändert. Schweizweit werden heute nur noch 4 Prozent aller Billette am Schalter gekauft. 2019 waren es noch knapp 10%. Heute werden 81% aller Billette und Abonnemente auf den digitalen Kanälen vertrieben.Die SBB schliesst das Reisezentrum in Andelfingen aufgrund der stark zurückgegangenen Kundenkontakte (-34% im ersten Halbjahr 2024 gegenüber 2019). Zwischen Januar und Juni 2024 wurden pro Öffnungsstunde nur noch rund sechs Billette und Abos verkauft. Dabei gingen nicht nur die Verkaufszahlen stark zurück, sondern auch die Nachfrage nach Beratung und weiteren Dienstleistungen.Gegen Ende 2024 werden die Kundinnen und Kunden in Andelfingen über die Bedienung der Billettautomaten, die Fahrplanauskunft und den Billettkauf über SBB Mobile und SBB.ch informiert. Alternative Beratungs- und Verkaufsmöglichkeiten stehen online, über das SBB Contact Center und im nahegelegenen Reisezentrum Winterthur zur Verfügung.Mit ihrem Vorgehen in Andelfingen respektiert die SBB die Strategie des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV). Diese besagt, dass mindestens 90% der Zürcher Bevölkerung eine bediente Verkaufsstelle innert 20 Minuten mit dem öffentlichen Verkehr erreichen können. Vor dem Entscheid und der Kommunikation hat die SBB Gespräche mit den Gemeinden Andelfingen und Kleinandelfingen sowie mit dem ZVV geführt.