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93.3505 · Interpellation · 1993-10-08

Bundeskanzlei

Erledigt

Wortlaut

Der "Volkswirtschaft" zufolge haben Bund, PTT und SBB 1991 im Bereich Druck und Grafik für 156 Millionen Franken Aufträge vergeben.

Schlüsselt man diesen Betrag nach Kantonen auf, so kommt man bei weitem nicht auf eine Verteilung, die der wirtschaftlichen Bedeutung der einzelnen Kantone entspricht, obwohl die Kantone mit ihrem Angebot durchaus konkurrenzfähig sind.

Hier einige Beispiele, ausgehend vom Indikator der Kantonsanteile an den Bundeseinnahmen:

Anteil des KantonsAufträge des Bundes

an den Bundeseinnahmenan den Kanton

im Bereich

Druck und Grafik

19901991

in Prozenten

Bern14,033,6

Zürich16,022,0

Aargau 5,7 7,7

Waadt 8,2 4,0

Basel-Stadt 3,3 3,8

Freiburg 3,8 2,7

Tessin 4,4 2,4

Neuenburg 3,1 2,0

Genf 6,1 1,8

Wallis 4,8 0,5

Jura 1,5 0,1

Auch wenn man verstehen kann, dass ein Kanton, der wie Bern Sitz der Bundesverwaltung ist, mehr Aufträge erhält, als seinem wirtschaftlichen Gewicht bzw. seinem Beitrag an die Bundeseinnahmen entspricht, ist die ungleiche Behandlung der Westschweizer Kantone - insbesondere des Kantons Genf - besonders frappant.

Nach einer Untersuchung der betroffenen Kreise entgingen den Westschweizer Kantonen 1991 ungefähr 25 Millionen Franken. Um zu verstehen, was dieser Betrag bedeutet, muss man sich vor Augen halten, wie viele Arbeitsplätze ihm entsprächen.

Ich bitte den Bund und seine Regiebetriebe, in dieser Zeit wirtschaftlicher Krise die Aufträge möglichst ausgewogen auf die Kantone zu verteilen.

Stellungnahme des Bundesrates

Vergleiche französischer Text.

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