preparatory:AB 24574
Janiak Claude · Nationalrat · Basel-Landschaft · Sozialdemokratische Fraktion · 2002-09-16
Wortprotokoll
Es ist unbestritten, dass von der erleichterten Einbürgerung vor allem Jugendliche profitieren sollen, Jugendliche, die einen wesentlichen Teil ihrer Jugend in der Schweiz verbracht haben. Dieser Aspekt ist unbestritten. Wir müssen uns die Frage stellen, wo und bei welcher Gelegenheit die Integration am ehesten stattfindet. Der Entwurf des Bundesrates geht zu Recht davon aus, dass der Schulbildung eine wesentliche Rolle zukommt. In der Schule werden die Jugendlichen das erste Mal nicht allein durch das Elternhaus geprägt, sondern auch durch die schulische Umgebung. Nach meiner Auffassung und nach der Auffassung der Kommissionsminderheit sollten wir den Aspekt der Bildung allerdings weiter fassen. Denn während der Schulzeit ist man noch immer viel stärker vom Elternhaus geprägt als später in der beruflichen Ausbildung, während der man sich über den Arbeitsplatz, über die Berufsschule in die hiesigen Verhältnisse integriert. Deshalb sollten wir das auf die obligatorische Schulbildung reduzierte Kriterium der Ausbildung durch das Kriterium der beruflichen Ausbildung ergänzen, wobei selbstverständlich die Meinung ist, dass das die berufliche Erstausbildung ist.
Ich bitte Sie, meinem Antrag zu entsprechen, aus der Überlegung, dass die Integration hauptsächlich in der beruflichen [PAGE 1164] Tätigkeit, in der beruflichen Ausbildung gefördert wird, viel mehr als während der obligatorischen Schulzeit, während der der Einfluss des Elternhauses noch wesentlich grösser ist als später.