preparatory:AB 81273
Merz Hans-Rudolf · Bundesrat · Appenzell A.-Rh. · 2007-06-18
Wortprotokoll
Wir müssen zwei Dinge auseinanderhalten: Ich sage nicht, dass wir versuchen wollen, mit diesen 70 Prozent Nichtorganisierten zu verhandeln; ich sage nur, dass nicht gewährleistet ist, dass deren Interessen durch die Anliegen der 30 Prozent, die organisiert sind, auch vertreten werden. Es handelt sich dabei, wie gesagt, vor allem um Kader und Spezialisten. In diesem Bereich haben z. B. Lohnvergleiche gezeigt, dass wir ab der Lohnklasse 24 vergleichsweise schlecht dastehen, währenddem sich die Lohnpolitik bis zur Lohnklasse 24 sehen lassen kann.
Das andere Thema ist die Frage der Auswirkungen der Pensionskassenrevision auf die Pensionierungen. Da trifft es zu, dass im nächsten Jahr etwa 2500 Pensionierungen in den Jahrgängen über 60 anstehen, wovon ein Teil tatsächlich in die Frühpensionierung gehen wird. Es ist die Aufgabe der Führung der Departemente, in Begleitung durch das EPA Massnahmen zu ergreifen, um einen überdimensionalen Abfluss an Know-how zu verhindern. Wir denken hier an Massnahmen wie Teilpensionierungen, Projektarbeit, aber auch in Bezug auf die Nachfolgeplanung und die Evaluation von Positionen und von einzelnen Stellen, um sicherzustellen, dass wir keinen Know-how-Verlust erleiden.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass wir auch dabei sind, in der Bundespersonalverordnung - möglicherweise teilweise sogar im Bundespersonalgesetz - die Arbeitsbedingungen generell unter die Lupe zu nehmen und dort Verbesserungen vorzuschlagen, wo sich solche herausbilden könnten; es wurde als Beispiel auf den Vaterschaftsurlaub hingewiesen. Damit wollen wir dann ein Gesamtpaket präsentieren und nicht einfach nur einzelne Massnahmen. Diese beiden Dinge hängen miteinander zusammen.