Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Änderung vom
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:
I Die Anhänge 1 – 4, 6 und 7 der Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirtschaft werden gemäss Beilage geändert.
II
Diese Änderung tritt am 1. Januar 2007 in Kraft.
.... Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement
Doris Leuthard
1 SR 910.181
2006–...... 1
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft AS 2006
Anhang 1 (Art. 1)
Zugelassene Pflanzenschutzmittel, Ziff. 2
2. Präparate gegen Pilzkrankheiten
- anorganische Kupferpräparate Kupfer in Form von Kupferhydroxid, Kupferoxichlorid, (dreibasischem) Kupfersulfat, Kupferoxid - Jahreshöchstmenge von 4 kg Kupfer-Metall je ha - Weinbau: Jahreshöchstmenge von 6 kg Kupfer-Metall je ha. Innert 5 aufeinander folgender Jahre maximal 20 kg Kupfer-Metall je ha; die Bilanzierung erfolgt ab dem 1. Januar 2002 - Schwefelpräparate - Kaliumpermanganat, nur bei Obstbäumen und Reben - Tonerdepräparate - Lecithin (nicht aus gentechnisch veränderten Organismen) - Pflanzliche Öle wie z.B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Fenchelöl (auch zur Keimhemmung) - Seifenpräparate - Senfmehl
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Verordnung AS 2006
Anhang 2 (Art. 2) Zugelassene Dünger1, Ziff. 2.1
Bezeichnung Beschreibung; Anforderungen an die Zusammen- setzung; Verwendungsvorschriften
2.1 Erzeugnisse mineralischen Ursprungs
Weicherdiges Rohphosphat Aluminiumcalciumphosphat Schlacken der Eisen- und Stahl- bereitung* Kalisalze Magnesiumsalzhaltiges Kaliumsulfat Aus Kalirohsalz gewonnen. Nur bei (Patentkali)* aufgrund von Bodenproben nachgewiesenem Kalimangel. Kaliumsulfat* Aus Kalirohsalz gewonnen. Nur bei aufgrund von Bodenproben nachgewiesenem Kalimangel. Calciumcarbonat natürlichen Ursprungs (z. B. Kreide, Mergel, Kalksteinmehl, Algenkalk, Phosphatkreide usw.) Calcium- und Magnesiumcarbonat (z. B. Magnesiumkalk, Magnesiumkalksteinmehl, Dolomit usw.) Industriekalk aus der Zuckerproduktion (Ricokalk)* Magnesiumsulfat (z. B. Kieserit)* Ausschliesslich natürlichen Ursprungs. Calciumchloridlösung* Blattbehandlung bei nachgewiesenem Calciummangel. Calciumsulfat (Gips) Ausschliesslich natürlichen Ursprungs. Elementarer Schwefel* Natriumchlorid* Ausschliesslich Steinsalz. Aufbereitete Tonmineralien (z. B. Perlit, Vermiculit usw.) Gesteinsmehle (z. B. Quarzmehl, Basaltmehl, Tonerdemehl usw.)
1 Die Bestimmungen der Dünger-Verordnung vom 10. Januar 2001 (SR 916.171) und der Düngerbuch-Verordnung vom 28. Februar 2001 (SR 916.171.1) bleiben vorbehalten.
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Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft AS 2006
Anhang 3 (Art. 3) Teil A: Zutaten nicht landwirtschaftlichen Ursprungs A.1. Lebensmittelzusatzstoffe, einschliesslich Träger Tabelle 1 Zulässige Zusatzstoffe Code Name Aufbereitung von Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Lebensmitteln tierischen Ursprungs Ursprungs E 153 Pflanzenkohle Nur für Geaschten Ziegenkäse und traditionelle Käse- spezialitäten zulässig
E 160b Annatto, Bixin, Norbixin Nur für traditionelle Käsespezialitäten zulässig E 170 Calciumcarbonat Zulässig (Darf nicht als Farb- oder Calciumzusatz verwendet werden.) E 220 Schwefeldioxid und Zulässig Zulässig E 224 Kaliummetabisulfit Obstweine (*) ohne Zuckerzusatz (einschl. Apfel- und Birnenwein), sowie Met:
50 mg (a)
Bei Apfel- und Birnenwein unter Zusatz von Zucker oder Fruchtsaftkonzentrat nach der Fermentierung:
100 mg (a)
(a) Höchstwerte beziehen sich auf die in allen Bestandteilen enthaltene Gesamtmenge, ausgedrückt in mg/l SO2 (*) Als Obstwein gilt in diesem Zusammenhang Wein aus anderem Obst als Weintrauben
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Verordnung AS 2006
Code Name Aufbereitung von Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Lebensmitteln tierischen Ursprungs Ursprungs E 250 Natriumnitrit Nur für oder Fleischerzeugnisse E 252 Kaliumnitrat zulässig
E 250: Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO2:
80 mg/kg
E 252: Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO3:
80 mg/kg
E 250: Rückstands- höchstmenge, ausgedrückt in NaNO2:
50 mg/kg
E 252: Rückstands- höchstmenge, ausgedrückt in NaNO3:
50 mg/kg
E 270 Milchsäure Zulässig E 290 Kohlendioxid Zulässig E 296 Apfelsäure Zulässig E 300 Ascorbinsäure Zulässig Nur für Fleischerzeugnisse zulässig E 301 Natriumascorbat Nur in Verbindung mit Nitrit oder Nitrat bei Fleischerzeugnissen zulässig E 306 Stark tocoperolhaltige Nur als Antioxidans für Fette und Öle zulässig Extrakte E 322 Lecithin Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig
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Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft AS 2006
Code Name Aufbereitung von Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Lebensmitteln tierischen Ursprungs Ursprungs E 325 Natriumlactat Nur für Milch- und Fleischerzeugnisse zulässig E 330 Zitronensäure Zulässig E 331 Natriumcitrat Zulässig E 333 Calciumcitrat Zulässig E 334 Weinsäure (L(+)-) Zulässig E 335 Natriumtartrat Zulässig E 336 Kaliumtartrat Zulässig E 341 Monocalciumphosphat Nur als Backtriebmittel für Fertigmehl zulässig
E 400 Alginsäure Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig E 401 Natriumalginat Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig E 402 Kaliumalginat Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig E 406 Agar-Agar Zulässig Nur für Fleisch- und Milcherzeugnisse zulässig E 407 Carrageen Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig E 410 Johannisbrotkernmehl Zulässig E 412 Guarkernmehl Zulässig E 414 Gummi arabicum Zulässig E 415 Xanthan Zulässig E 422 Glycerin Nur für Pflanzenextrakte zulässig E 440 Pektin (nicht amidiert) Zulässig Nur für Milcherzeugnisse zulässig
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Verordnung AS 2006
Code Name Aufbereitung von Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Lebensmitteln tierischen Ursprungs Ursprungs E 464 Hydroxypropylmethyl- Nur zur Herstellung von Kapselhüllen zulässig cellulose E 500 Natriumcarbonat Zulässig Nur für Sauerrahmbutter zulässig E 501 Kaliumcarbonat Zulässig E 503 Ammoniumcarbonat Zulässig E 504 Magnesiumcarbonat Zulässig E 509 Calciumchlorid Nur zur Milchgerinnung zulässig E 516 Calciumsulfat Nur als Träger zulässig
E 524 Natriumhydroxid Nur zur Oberflächenbehandlung von Laugengebäck zulässig E 551 Siliciumdioxid Nur als Rieselhilfsstoff für Kräuter und Gewürze zulässig
E 553b Talkum Zulässig Nur als Überzugmittel für Fleischerzeugnisse zulässig E 938 Argon Zulässig E 939 Helium Zulässig E 941 Stickstoff Zulässig E 948 Sauerstoff Zulässig
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Teil B: Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs verwendet werden dürfen
B.1. Direkt eingesetzte Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs verwendet werden
Tabelle 1 Verarbeitungshilfsstoffe zulässig für alle Erzeugnisse
Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs Wasser Nur in Trinkwasserqualität zulässig
Calciumchlorid Nur als Koagulationsmittel zulässig Calciumcarbonat Zulässig Calciumhydroxid Zulässig Calciumsulfat Nur als Koagulationsmittel zulässig Magnesiumchlorid Nur als Koagulationsmittel (Nigari) zulässig Kaliumcarbonat Nur zum Trocknen von Trauben zulässig Natriumcarbonat Nur zur Zuckerherstellung zulässig Zitronensäure Nur zur Ölherstellung und Stärkehydrolyse zulässig Natriumhydroxid Nur zur Zuckerherstellung und zur Herstellung von Öl aus Rapssaat (Brassica spp) zulässig Schwefelsäure Nur zur Zuckerherstellung zulässig
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Verordnung AS 2006
Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs Isopropanol (Propanol- Nur im Kristallisationsprozess 2-ol) bei der Zuckerherstellung zulässig bis 31. Dezember 2006 Kohlendioxid Zulässig Stickstoff Zulässig Ethanol Nur als Lösemittel zulässig
Gerbsäure Nur als Filtrierhilfe zulässig
Eiweissalbumin Zulässig Kasein Zulässig Gelatine Zulässig Hausenblase Zulässig Pflanzliche Öle Nur als Schmier- bzw. Trennmittel oder Schaumverhüter zulässig Siliziumdioxid als Gel Zulässig oder kolloidale Lösung Aktivkohle Zulässig Talkum Zulässig Bentonit Zulässig Nur als Verdickungsmittel für Met zulässig
Kaolin Zulässig Nur für Propolis zulässig
Kieselgur Zulässig Perlit Zulässig Haselnussschalen Zulässig Reismehl Zulässig Bienenwachs Nur als Trennmittel zulässig
Carnaubawachs Nur als Trennmittel zulässig
Asbestfreie Zulässig Filtermaterialien
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Ethylen Nur zur Nachreifung von Zulässig Bananen, Kiwis und Kakis und Blüteninduktion von Ananas; bei nachgewiesenem Bedarf zulässig
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Verordnung AS 2006
Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs Kalialaun (Kalinit) Nur zur Verzögerung der Zulässig Reifung von Bananen zulässig
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B.3. Nicht direkt eingesetzte Hilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten verwendet werden dürfen
Holz, Späne und Mehle von Raucherzeugung zum Räuchern unbehandelten Hölzern Klebstoffe, natürlicher Herkunft Anbringen von Etiketten auf Käselaiben Natürliche Farbstoffe gemäss Art. 75 Färben von Eierschalen der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Lebensmittel tierischer Herkunft30 2
Shellack Überzugsmittel für Eier Ca- und Mg-Silicat Überzugsmittel für Eier Asche Behandlung von Käserinde natürliche tierische Fette Überzugsmittel für Eier Zur Kennzeichnung von Eiern, Fleisch und Käse dürfen die allgemein lebensmittel- rechtlich zulässigen Farbstoffe verwendet werden.
2 SR 817.022.108
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Verordnung AS 2006
Anhang 4 (Art. 4) Länderliste
Nach dem Text bezüglich den EU-Mitgliedstaaten und vor dem Text bezüglich Israel ist einzufügen:
Indien
1. Produkte: Pflanzliche Erzeugnisse sowie Lebensmittel, die im wesentlichen
solche Erzeugnisse enthalten nach Artikel 1 der Bio-Verordnung.
2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen
Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Indien angebaut worden sein.
3. Zertifizierungsstellen:
- BVQI (India) Pvt. Ltd. - Ecocert S.A. (India Branch Office) - IMO Control Private Ltd. - Indian Organic Certification Agency (Indocert) - International Resources for Fairer Trade - Lacon Quality Certification Pvt. Ltd. - Natural Organic Certification Association - OneCert Asia Agri Certification Private Ltd. - SGS India Pvt. Ltd. - Skal International (India) - Uttaranchal State Organic Certification Agency (USOCA)
4. Kontrolllbescheinigungserteilende Stelle: wie unter Punkt 3.
5. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2009.
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Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft AS 2006
Anhang 6 (Art.4a Abs.2) Anforderungen an den Laufhof und den Aussenklimabereich,
Ziff. 1 und 2
1. Laufhof für Tiere der Rindergattung, Schafe und Ziegen (Milch- und
Fleischproduktion) Die Anforderungen nach Anhang 2 Ziffer 1 und 2 der RAUS-Verordnung vom 7. Dezember 19823 sind einzuhalten.
2. Laufhof für Tiere der Pferdegattung
Tiere Gesamtfläche Davon müssen Von der ungedeckten Fläche (siehe Anmerkung) mindestens ...m2/Tier dürfen maximal aus Spaltenboden mindestens ...m2/Tier ungedeckt sein oder aus Gittern bestehen Tiere der 9+0.7 pro 100 kg 0.7 pro 100 kg 0 Prozent Pferdegattung Die Gesamtfläche umfasst den Liege-, den Fress- und den Laufbereich (inkl. den den Tieren dauernd zugänglichen Laufhof).
3 SR 910.132.5
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Verordnung AS 2006
Anhang 7 (Art. 4b) Anforderungen an "Ausgangsprodukte, Einzelkomponenten und Zusatzstoffe"
111 Keine GVO-Erzeugnisse Definition gemäss LGV4
4 SR 817.02
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