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AS 2025 12

Verordnung
über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel
(Jagdverordnung, JSV)
(Jagdverordnung, JSV)

Präambel

Der Schweizerische Bundesrat

verordnet:

I

Die Jagdverordnung vom 29. Februar 19881 wird wie folgt geändert:

Ersatz eines AusdrucksIm ganzen Erlass wird «Jäger» ersetzt durch «Jägerinnen und Jäger», mit den nötigen grammatikalischen Anpassungen.

Art. 1a Nachsuche verletzter WildtiereDie Kantone sorgen dafür, dass Jagdberechtigte und Polizeibehörden für die Nachsuche von Wildtieren, die bei der Jagd oder bei Verkehrsunfällen verletzt werden, zeit- und fachgerechte Unterstützung erhalten.

Art. 1b Fachkunde zum Töten von Wildtieren1 Das Töten von freilebenden Wildtieren bei der Jagd, bei der Nachsuche oder bei behördlich angeordneten Massnahmen ist nur fachkundigen Personen im Sinne von Artikel 177 Absatz 1bis der Tierschutzverordnung vom 23. April 20082 (TSchV) gestattet. 2 Personen, die eine kantonale Prüfung als Wildhüterin oder Wildhüter, eine kantonale Jagdprüfung oder eine vom Kanton als gleichwertig anerkannte Prüfung abgelegt haben, gelten als fachkundig.

Art. 2 Abs. 1 Bst. i Ziff. 1 und 4, m, n und o1 Folgende Hilfsmittel und Methoden dürfen für die Ausübung der Jagd nicht verwendet werden:i. Feuerwaffen:1. deren Lauf kürzer als 40 cm ist,4. Aufgehobenm. Munition, deren Projektile eine Mündungsgeschwindigkeit unter Schallgeschwindigkeit aufweisen;n. bleihaltige Kugelmunition ab Kaliber 6 mm;o. zivile, unbemannte Luftfahrzeuge, ausser zum Einsatz durch fachkundige Personen für die Rehkitzrettung.

Art. 2a Einsatz von JagdhundenDer Zweck des Einsatzes von Jagdhunden ist das weitgehend selbstständige Suchen, Anzeigen oder laute Verfolgen von Wildtieren sowie das Suchen von kranken oder verletzten Wildtieren. Bei verletzten Wildtieren umfasst der Einsatzzweck zusätzlich das Greifen, sofern das Nottöten dieser Tiere nicht möglich ist.

Art. 3ter Nachtjagdverbot1 Im Wald ist die Jagd während der Nacht verboten; ausgenommen ist die Passjagd.2 Die Kantone können für die Verhütung von Wildschaden Ausnahmen vorsehen.

Art. 4 Abs. 1 Einleitungssatz, Bst. a und b1 Mit vorheriger Zustimmung des BAFU können die Kantone befristete Massnahmen zur Regulierung von Beständen geschützter Tierarten nach Artikel 12 Absatz 4 des Jagdgesetzes treffen, wenn Tiere einer bestimmten Art trotz zumutbarer Massnahmen zur Schadenverhütung: a. und b. Aufgehoben

Art. 4bis und 4terAufgehoben

Art. 4a Regulierung von Steinböcken1 Die Kantone können mittels Verfügung und nach vorheriger Zustimmung des BAFU Fortpflanzungsgemeinschaften von Steinböcken (Kolonien) nach Artikel 7a des Jagdgesetzes regulieren.2 Sie geben in ihrem Antrag an das BAFU pro Steinbock-Kolonie an:a. die Entwicklung des Bestandes in den letzten drei Jahren unter Angabe der Anzahl an:1. Kitzen,2. ein- und zweijährigen Jungtieren beiderlei Geschlechts,3. dreijährigen und älteren Geissen,4. drei- bis fünfjährigen Böcken,5. sechs- bis zehnjährigen Böcken,6. elfjährigen und älteren Böcken;b. eine Begründung, inwiefern die Regulierung erforderlich ist für:1. das Verhüten von Schäden am Lebensraum, insbesondere am Wald, oder2. den Erhalt eines gesunden Wildbestands;c. die Art der geplanten Massnahme;d. den gewünschten Zielbestand.3 Bei der Regulierung einer Kolonie gelten folgende Vorgaben:a. Die natürlichen Alters- und Geschlechtsstrukturen im Bestand müssen langfristig erhalten bleiben. b. Von den erlegten Tieren müssen mindestens 50 Prozent weiblich sein.4 Die Kantone koordinieren die jährlichen Bestandeserhebungen und Bewilligungen zur Regulierung von Kolonien, die sich über mehrere Kantone erstrecken.5 Das BAFU erteilt die Zustimmung an den Kanton pro Kolonie für höchstens vier Jahre.

Art. 4b Regulierung von Wölfen nach Artikel 7a des Jagdgesetzes 1 Die Kantone können mittels Verfügung und nach vorheriger Zustimmung des BAFU die Wölfe von Rudeln nach Artikel 7a des Jagdgesetzes regulieren. Bei der Regulierung sind die Anliegen des Tierschutzes, insbesondere des Schutzes der Jungtiere, zu berücksichtigen. 2 Sie geben in ihrem Antrag an das BAFU an:a. die Entwicklung des Wolfsbestands in Bezug auf:1. die Anzahl an Rudeln und sesshaft lebenden Wolfspaaren, deren Streifgebiet während der letzten 12 Monate sowie deren Zugehörigkeit zu den Regionen nach Anhang 3,2. die aktuelle Zusammensetzung der Rudel, unter Angabe der Anzahl an Jungwölfen, die im Vorjahr und, soweit bereits bekannt, im laufenden Jahr geboren wurden,3. die behördlich angeordneten Abschüsse von Wölfen sowie die gewilderten Wölfe pro Rudel seit dem ersten Februar des Jahres, in dem das Gesuch gestellt wird;b. eine Begründung, inwiefern die Regulierung des betreffenden Rudels erforderlich ist für:1. die Verhütung von Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren bei Tierhaltungen, welche die zumutbaren Massnahmen zum Herdenschutz umgesetzt haben,2. die Verhütung einer Gefährdung des Menschen, oder3. die Verhütung einer übermässigen Senkung des regionalen Bestandes an wildlebenden Paarhufern; eine Regulierung ist nicht zulässig, solange die Bestände an wildlebenden Paarhufern die natürliche Verjüngung des Waldes im Streifgebiet so stark hemmen, dass Konzepte zur Verhütung von Wildschäden nach Artikel 31 Waldverordnung vom 30. November 19923 notwendig sind;c. das Ergebnis der interkantonalen Koordination innerhalb der massgebenden Region gemäss Anhang 3.3 Bei der Regulierung von Wolfsrudeln gelten abhängig vom Wolfsbestand in den Regionen gemäss Anhang 3 die folgenden Vorgaben:a. Teilregulierung:1. Bei einem Rudel: Es dürfen bis zur Hälfte der im Jahr der Regulierung geborenen Jungwölfe erlegt werden.2. Bei mehreren Rudeln: Es dürfen pro Rudel bis zu zwei Drittel der im Jahr der Regulierung geborenen Jungwölfe erlegt werden.3. Ausnahmsweise kann im Rahmen der Regulierung nach den Ziffern 1 und 2 auch ein Elterntier erlegt werden, wenn dieses ein unerwünschtes Verhalten gemäss Absatz 4 zeigt.4. Die Wölfe sind aus dem Rudelverband und, soweit möglich, nahe von Nutztierherden, Siedlungen, ganzjährig bewohnten Gebäuden oder stark vom Menschen genutzten Anlagen zu erlegen.b. Rudelentnahme: Ist der Mindestbestand an Rudeln gemäss Anhang 3 überschritten, so dürfen sämtliche Wölfe eines Rudels erlegt werden, sofern ein unerwünschtes Verhalten des Rudels festgestellt wird und durch diese Massnahme der Mindestbestand der Region nicht unterschritten wird. 4 Ein unerwünschtes Verhalten liegt insbesondere vor, wenn die Wölfe eines Rudels einzeln oder gemeinsam:a. wiederholt fachgerecht eingesetzte Massnahmen zum Herdenschutz nach Artikel 10b Absatz 2 Buchstaben a–d überwinden und in der Folge Nutztiere töten;b. wiederholt Tiere der Rinder- oder Pferdegattung angreifen und diese dabei töten oder schwer verletzen;c. landwirtschaftliche Nutztiere auf einem Hofareal in Ställen oder in einem Laufhof reissen; oderd. sich aus eigenem Antrieb und regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhalten und dabei Menschen gegenüber zu wenig scheu zeigen. 5 Wölfe, die im Streifgebiet des betreffenden Rudels seit dem ersten Februar vor der Erteilung der Bewilligung zur Regulierung gewildert oder nach den Artikeln 4c sowie 9c erlegt wurden, sind der Anzahl Wölfe, die reguliert werden dürfen, anzurechnen. Ebenfalls anzurechnen sind Wölfe aus dem Rudel, die während der Regulierungsperiode gewildert werden.6 Die Bewilligung ist auf das Streifgebiet des betroffenen Rudels zu beschränken. 7 Die Kantone koordinieren die jährlichen Bestandeserhebungen und die Bewilligung innerhalb der Regionen gemäss Anhang 3.8 Das BAFU erteilt seine Zustimmung an den Kanton für eine Regulierungsperiode; es berücksichtigt dabei die Verteilung der Rudel auf die Kantone einer Region gemäss Anhang 3. Rudel, deren Streifgebiet in mehreren Regionen nach Anhang 3 liegt, werden anteilmässig angerechnet. Dasselbe gilt für grenzüberschreitende Rudel.

Art. 4c Regulierung von Wölfen nach Artikel 12 Absatz 4bis des Jagdgesetzes1 Ein Schaden nach Artikel 12 Absatz 4bis des Jagdgesetzes an Nutztieren liegt vor, wenn Wölfe eines Rudels in ihrem Streifgebiet während der aktuellen Sömmerungsperiode auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben mindestens acht Schafe oder Ziegen getötet oder ein Tier der Rinder- oder Pferdegattung oder der Gattung der Neuweltkameliden getötet oder schwer verletzt haben und sofern die zumutbaren Massnahmen zum Herdenschutz fachgerecht umgesetzt wurden. 2 Es dürfen bis zu zwei Drittel der im Jahr der Regulierung geborenen Jungtiere erlegt werden. Ausnahmsweise kann mit Ausnahme des Muttertieres auch ein anderes Tier eines Rudels erlegt werden, wenn dieses ein unerwünschtes Verhalten gemäss Artikel 4b Absatz 4 zeigt. 3 Die Bewilligung ist auf das Streifgebiet des betroffenen Rudels zu beschränken. Die Wölfe sind aus dem Rudelverband und, soweit möglich, nahe von Nutztierherden, Siedlungen, ganzjährig bewohnten Gebäuden oder stark vom Menschen genutzten Anlagen zu erlegen. Bei der Regulierung sind die Anliegen des Tierschutzes, insbesondere des Schutzes der Jungtiere, zu berücksichtigen.4 Die Kantone liefern dem BAFU in ihrem Antrag die Angaben nach Artikel 4 Absatz 2.

Art. 4d Finanzhilfen für den Umgang mit Wölfen1 Die Höhe der Finanzhilfen an die Kantone für die Aufsicht und die Durchführung von Massnahmen zum Umgang mit Wölfen nach Artikel 7a Absatz 3 des Jagdgesetzes richtet sich nach der Anzahl Rudel im Kanton.2 Der Beitrag des Bundes pro Jahr beträgt höchstens 30 000 Franken pro Rudel; für Rudel, deren Streifgebiet sich über mehrere Kantone erstreckt, wird der Beitrag anteilmässig auf die Kantone aufgeteilt.

Art. 4e Ruhezonen für Wildtiere1 Soweit es für den ausreichenden Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störung durch Freizeitaktivitäten und Tourismus erforderlich ist, können die Kantone Wildruhezonen und die darin zur Benutzung erlaubten Routen und Wege bezeichnen.2 Die Kantone berücksichtigen bei der Bezeichnung dieser Zonen deren Vernetzung mit eidgenössischen und kantonalen Jagdbanngebieten und Vogelreservaten und sorgen dafür, dass die Bevölkerung bei der Bezeichnung dieser Zonen, Routen und Wege in geeigneter Art und Weise mitwirken kann.3 Das BAFU erlässt Richtlinien zur Bezeichnung und einheitlichen Markierung der Wildruhezonen. Es unterstützt die Kantone bei der Bekanntmachung dieser Zonen in der Bevölkerung.4 Das Bundesamt für Landestopografie bildet in den Landeskarten mit Schneesportthematik die Wildruhezonen sowie die darin zur Benutzung erlaubten Routen ab.

Art. 6 Abs. 2 dritter Satz2 …Tierärztinnen und Tierärzte, die pflegebedürftige Tiere einer ersten Behandlung unterziehen, benötigen keine Bewilligung, sofern die Tiere anschliessend einer Pflegestation übergeben, am Fundort wieder freigelassen oder euthanasiert werden.

Art. 7 Abs. 1 Einleitungsteil zweiter Satz, Bst. a und b1 … Ausgenommen von diesem Verbot ist das Anbieten oder Veräussern von:a. Wildtieren, die in Gefangenschaft geboren wurden und für die eine Zuchtbestätigung vorliegt oder die entsprechend gekennzeichnet sind; oderb. freilebenden Wildtieren, die zum Zweck der Umsiedlung eingefangen wurden.

Art. 8a Bisheriger Artikel 8bis

Einfügen vor dem 3. Abschnitt 2a. Abschnitt: Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung

Art. 8b Inventar der Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung1 Wildtierkorridore haben zum Zweck, die Wanderung von Wildtieren entlang von Vernetzungsachsen zwischen ihren Lebensräumen langfristig zu sichern.2 Das Bundesinventar der Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung umfasst die in Anhang 4 aufgeführten Objekte.3 Das Inventar enthält für jedes Objekt:a. eine kartografische Darstellung des Perimeters und eine Beschreibung des Gebietes;b. die Tierarten, die vom Korridor hauptsächlich profitieren sollen; c. eine Beurteilung der aktuellen Durchgängigkeit des Korridors sowie die Beschreibung der wichtigsten Massnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Funktionalität.4 Die Umschreibung der Objekte ist Bestandteil dieser Verordnung. Sie wird in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts durch Verweis separat veröffentlicht (Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 20044). Sie ist in elektronischer Form5 zugänglich.

Art. 8c Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Funktionalität von Wildtierkorridoren1 Bund und Kantone sorgen dafür, dass die Funktionalität der Wildtierkorridore sichergestellt ist und nicht durch andere Nutzungen beeinträchtigt wird. Liegen im Einzelfall andere Interessen vor, ist anhand einer Interessenabwägung zu entscheiden.2 Die Wildtierkorridore sind bei der Sach-, Richt- und Nutzungsplanung zu berücksichtigen.3 Die Kantone treffen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten die zur Erhaltung der Funktionalität der Wildtierkorridore geeigneten Massnahmen. Sie sorgen namentlich dafür, dass: a. Wildtierkorridore land- und waldwirtschaftlich angepasst genutzt werden; insbesondere dürfen von Anlagen und Zäunen keine dauerhaften Beeinträchtigungen der Wildtierkorridore ausgehen;b. innerhalb der Wildtierkorridore Strukturelemente zur Aufwertung des Korridors geschaffen werden;c. Massnahmen getroffen werden, die den Wildtieren zur sicheren Querung des Korridors dienen;d. die Entfernung bestehender Störungen und Hindernisse in der Nähe von Wildtierpassagen geprüft wird; unde. die Lichtverschmutzung in den Wildtierkorridoren begrenzt wird.

Art. 8d Förderung von Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Funktionalität von WildtierkorridorenDie Höhe der Abgeltungen für die Planung und die Umsetzung von Massnahmen zur funktionalen Sicherung der Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung richtet sich nach:a. der Bedeutung der Massnahmen in Bezug auf den Sanierungsbedarf für die grossräumige Vernetzung der Lebensräume der Wildtiere;b. dem Umfang, der Qualität, der Komplexität und der Wirksamkeit der Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Wildtierkorridors.

Art. 9bis und 9terAufgehoben

Art. 9a Massnahmen gegen einzelne Tiere geschützter ArtenBei Massnahmen der Kantone gegen einzelne Luchse, Bären, Goldschakale, Fischotter und Steinadler ist das BAFU vorgängig anzuhören. Bei einer schweren und unmittelbar drohenden Gefährdung von Menschen durch einen Bären kann der Kanton den Abschuss des Bären ohne Anhörung des BAFU verfügen.

Art. 9b Massnahmen nach Artikel 12 Absatz 2 des Jagdgesetzes gegen einzelne Wölfe1 Der Kanton kann eine Abschussbewilligung für einzelne Wölfe erteilen, die nicht zu einem Rudel gehören und die einen erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten oder Menschen gefährden.2 Ein erheblicher Schaden an Nutztieren durch einen einzelnen Wolf liegt vor, wenn dieser in seinem Streifgebiet:a. mindestens sechs Schafe oder Ziegen innerhalb von vier Monaten tötet; oderb. mindestens ein Nutztier der Rinder- oder Pferdegattung oder der Gattung der Neuweltkameliden tötet oder schwer verletzt.3 Bei der Beurteilung des Schadens nach Absatz 2 unberücksichtigt bleiben Nutztiere auf Weiden von Tierhaltungen, bei welchen die zumutbaren Massnahmen zum Herdenschutz nicht fachgerecht umgesetzt wurden.4 Eine Gefährdung von Menschen liegt insbesondere vor, wenn ein Wolf sich aus eigenem Antrieb und regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhält und dabei Menschen gegenüber zu wenig Scheu zeigt.5 Die betroffenen Kantone beurteilen Schäden oder Gefährdungssituationen, die auf dem Gebiet von zwei oder mehr Kantonen entstanden sind, koordiniert. 6 Die Abschussbewilligung muss der Verhütung weiteren Schadens oder einer weiteren Gefährdung des Menschen durch den betreffenden Wolf dienen. Sie ist auf längstens 60 Tage zu befristen sowie auf einen angemessenen Abschussperimeter zu beschränken. Dieser entspricht:a. bei Rissen von Nutztieren: dem Bereich, in dem sich Nutztierherden im Streifgebiet des Wolfes aufhalten;b. bei einer Gefährdung des Menschen: den Orten der Gefährdung.

Art. 9c Abschuss eines einzelnen Wolfes aus einem Rudel bei einer Gefährdung von MenschenBei einer schweren und unmittelbar drohenden Gefährdung von Menschen durch einen Wolf eines Rudels kann der Kanton in Abweichung von Artikel 4b Absatz 1 den Abschuss des Wolfes ohne Zustimmung des BAFU verfügen.

Art. 9d Massnahmen gegen einzelne Biber 1 Der Kanton kann eine Abschussbewilligung nach Artikel 12 Absatz 2 des Jagdgesetzes für einzelne Biber erteilen, wenn diese erhebliche Schäden anrichten oder eine Gefährdung von Menschen darstellen und sich der Schaden oder die Gefährdung nicht durch zumutbare Massnahmen verhüten lässt.2 Ein erheblicher Schaden durch einen Biber liegt vor:a. bei Untergrabung von Bauten und Anlagen, die im öffentlichen Interesse liegen, von Uferböschungen, die für die Hochwassersicherheit von Bedeutung sind, oder bei Untergrabung von Erschliessungswegen für Landwirtschaftsbetriebe;b. bei Aufstau von Gewässern oder Grabtätigkeiten mit Überflutung von Siedlungen oder von Bauten und Anlagen, die im öffentlichen Interesse liegen, sowie bei Rückstau von landwirtschaftlichen Drainagesystemen, wenn dadurch Fruchtfolgeflächen betroffen sind;c. bei dauerndem Aufenthalt in Anlagen zur Wasseraufbereitung oder zur Abwasserreinigung.3 Die Abschussbewilligung muss der Verhütung weiteren Schadens oder der Abwehr einer Gefährdung von Menschen dienen; sie ist auf eine angemessene Dauer zu befristen und auf einen angemessenen Perimeter zu begrenzen. Die Kantone koordinieren ihre Bewilligungen.4 Sofern im Perimeter nach Absatz 3 eine Biberfamilie lebt, muss der Biber vor der Tötung mit einer Kastenfalle eingefangen werden. Im Zeitraum vom 16. März bis zum 31. Juli dürfen laktierende Weibchen nicht getötet werden.

Art. 10 Entschädigung von Schäden durch Tiere geschützter Arten1 Der Bund leistet den Kantonen folgende Abgeltungen an die Kosten der Entschädigung von Wildschäden: a. Luchse, Bären, Wölfe, Goldschakale und Steinadler: 80 Prozent der Kosten für Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren;b. Fischotter: 50 Prozent der Kosten für Schäden an Fischen und Krebsen in Anlagen zur Fischzucht oder zur Fischhälterung;c. Biber: 50 Prozent der Kosten für Schäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen sowie Bauten und Anlagen nach Artikel 13 Absatz 5 des Jagdgesetzes.2 Die Kantone ermitteln, ob der Schaden durch ein Tier nach Absatz 1 verursacht wurde und bestimmen die Höhe des Wildschadens.3 Der Bund leistet die Abgeltung nur, wenn:a. die zumutbaren Schutzmassnahmen zur Schadenverhütung vorgängig fachgerecht umgesetzt wurden;b. bei Angriffen auf Schafe, Ziegen sowie Tiere der Rinder- oder Pferdegattung die Tiere in der Tierverkehrsdatenbank gemäss Artikel 45b des Tierseuchengesetzes vom 1. Juli 19666 (TSG) registriert sind; undc. der Kanton die Restkosten übernimmt. 4 Die Vergütung des BAFU an die Kantone erfolgt einmal pro Jahr für den Zeitraum vom 1. November bis zum 31. Oktober.

Art. 10ter–10quinquiesAufgehoben

Art. 10a Bisheriger Art. 10bis

Art. 10b Zumutbare Massnahmen zur Verhütung von Schaden durch Grossraubtiere1 Die Kantone informieren die Betriebsverantwortlichen von Tierhaltungen mit Nutztieren in Weidehaltung und Bienenhaltung über die zumutbaren Herden- und Bienenschutzmassnahmen. Im Falle von Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben, welche Schafe und Ziegen sömmern, erfolgt eine Beratung wenn möglich vor Ort. Der Kanton hält die Ergebnisse der Beratung fest. Sofern ein einzelbetriebliches Herdenschutzkonzept gemäss Artikel 47b Absatz 4 der Direktzahlungsverordnung vom 23. Oktober 20137 (DZV) besteht, ist das Ergebnis in dieses zu integrieren. 2 Zum Schutz von Nutztieren vor Grossraubtieren gilt das Ergreifen folgender Massnahmen als zumutbar:a. für Schafe und Ziegen: Herdenschutzzäune oder anerkannte Herdenschutzhunde;b. für Neuweltkameliden, Weideschweine, Hirsche in Gehegen sowie Nutzgeflügel: Herdenschutzzäune;c. für Tiere der Rinder- und Pferdegattung: die gemeinsame Haltung des Muttertiers mit seinem Jungtier auf betreuten Weiden während der Geburt und der ersten vierzehn Tage sowie das sofortige Entfernen von Nachgeburten und toten Jungtieren von dieser Weide;d. weitere Massnahmen der Kantone in Absprache mit dem BAFU, insbesondere wenn die Massnahmen nach den Buchstaben a–c nicht ausreichend sind oder wenn weitere Tierkategorien geschützt werden sollen; e. für Bienen in Bienenständen: Bienenschutzzäune.3 Auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben gilt nach einem ersten Angriff durch Grossraubtiere auf Schafe, Ziegen oder Neuweltkameliden, welche nicht durch Massnahmen gemäss Absatz 2 geschützt sind, das Ergreifen folgender Notfallmassnahmen als zumutbar:a. bei einzelnen Weideflächen: die Überführung der Nutztiere auf eine geschützte Weidefläche;b. in den übrigen Fällen: weitere Notfallmassnahmen gemäss einzelbetrieblichem Herdenschutzkonzept oder weitere Massnahmen der Kantone in Absprache mit dem BAFU.4 Nutztiere, die sich auf einem Hofareal in Ställen oder auf befestigten Auslaufflächen befinden, gelten als vor Grossraubtieren geschützt.5 Die Tierhalterinnen und Tierhalter sowie Imkerinnen und Imker setzen die zumutbaren Massnahmen in Eigenverantwortung um.

Art. 10c HerdenschutzzäuneEin Herdenschutzzaun ist dann fachgerecht erstellt und unterhalten, wenn er den Konturen des Geländes folgt sowie geschlossen und ausreichend gespannt ist. Er muss zudem folgende Eigenschaften aufweisen:a. Anzahl Litzen: bei einem Litzenzaun mindestens vier Litzen, bei einem Knotengitter oder Maschendrahtzaun je eine Litze unten und oben;b. Spannung des Zaunes oder der Litzen: mindestens 3000 V;c. Abstand der untersten Litze zum Boden: maximal 20 cm;d. Höhe: 1. für Schafe, Ziegen und Weideschweine mindestens 90 cm, bei Nachtpferchen und Nachtweiden im Sömmerungsgebiet mindestens 105 cm,2. für Neuweltkameliden mindestens 120 cm,3. für Hirsche in Gehegen mindestens 180 cm.

Art. 10d Anerkannte Herdenschutzhunde1 Der Zweck des Einsatzes von Herdenschutzhunden ist die weitgehend selbstständige Bewachung landwirtschaftlicher Nutztiere und die damit zusammenhängende Abwehr fremder Tiere.2 Ein Herdenschutzhund gilt als anerkannt, wenn er die Prüfung zur Eignung zum Herdenschutz bestanden hat und in der Datenbank nach Artikel 30 Absatz 2 TSG8 als «anerkannter Herdenschutzhund» gekennzeichnet ist. 3 Zur Prüfung zugelassen sind Hunde, die einer Herdenschutzrasse angehören. Die Kantone können bestimmte Rassen von der Zulassung ausnehmen. 4 Das BAFU prüft die Hunde frühestens ab einem Alter von 18 Monaten einzeln auf ihre Eignung zum Herdenschutz. Ein Herdenschutzhund muss anlässlich der Prüfung folgende Anforderungen erfüllen:a. Er ist seinem Einsatz entsprechend auf Menschen und Tiere sozialisiert und an Umweltsituationen gewöhnt (Art. 73 Abs. 1 TSchV9) sowie bei Anwesenheit der Hundehalterin oder des Hundehalters durch diese oder diesen kontrollierbar.b. Er hält sich bei seinem Einsatz eigenständig bei der Nutztierherde auf und zeigt bei Annäherung fremder Menschen und Tiere an die Nutztierherde ein angepasstes und dem Einsatzzweck nach Absatz 1 entsprechend differenziertes Abwehrverhalten.c. Er zeigt Menschen gegenüber kein übermässiges Aggressionsverhalten (Art. 79 TSchV).5 Der Einsatz von Herdenschutzhunden ist unter folgenden Bedingungen fachgerecht:a. Der Einsatz erfolgt mindestens mit zwei Herdenschutzhunden; die notwendige Anzahl Hunde bemisst sich nach der Grösse der Nutztierherde.b. Die Weidefläche muss für die Herdenschutzhunde überschaubar und nicht zu steil sein. c. Bei Tag darf die Weidefläche 20 ha nicht überschreiten.d. Bei Nacht müssen die Nutztiere auf höchstens 5 ha zusammengenommen werden. 6 Die Kantone sorgen dafür, dass die Einsatzgebiete anerkannter Herdenschutzhunde auf den offiziellen Fuss- und Wanderwegen angemessen markiert sind. Sie melden dem BAFU jährlich bis zum 15. April die vorgesehenen Einsatzgebiete anerkannter Herdenschutzhunde im Sömmerungsgebiet; das Bundesamt für Landestopografie bildet die gemeldeten Einsatzgebiete im Geoportal des Bundes ab.

Art. 10e Kontrolle des Herden- und BienenschutzesDie Kantone kontrollieren, ob die Betriebsverantwortlichen von Tierhaltungen oder Imkerinnen und Imker die Massnahmen zum Herden- und Bienenschutz gemäss Artikel 10b fachgerecht umsetzen. Sie sorgen dafür, dass festgestellte Mängel rasch behoben werden.

Art. 10f Förderbeiträge des BAFU zur Verhütung von Schäden durch Grossraubtiere1 Das BAFU beteiligt sich mit maximal 50 Prozent an den Kosten folgender Massnahmen der Kantone: a. einzelbetriebliche Planung zur Verhütung von Konflikten mit anerkannten Herdenschutzhunden auf Landwirtschaftsbetrieben sowie auf Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben;b. Planung zur Entflechtung von Mountainbike- und Wanderwegen im Einsatzgebiet von anerkannten Herdenschutzhunden, sofern dies gemäss der Planung nach Buchstabe a erforderlich ist, sowie die Umsetzung der Massnahmen;c. regionale Planung zur Verhütung von Konflikten mit Bären;d. zumutbare Massnahmen zum Herden- und Bienenschutz gemäss Artikel 10b Absätze 2 und 3. 2 Das BAFU verteilt die Mittel für die Beteiligung an den Kosten der Kantone für die Massnahmen nach Absatz 1 Buchstabe d anhand ihrer Betroffenheit gestützt auf folgende Kriterien: a. Wolfsbestand der Schweiz;b. Bestand an älter als einjährigen Schafen und Ziegen auf Heimbetrieben in der landwirtschaftlichen Nutzfläche;c. Sömmerungsbestand von Schafen und Ziegen, für welche ein Zusatzbeitrag gemäss Artikel 47b DZV10 ausgerichtet wird;d. Bestand an anerkannten Herdenschutzhunden gemäss Artikel 10d Absatz 2.

Art. 10g Zumutbare Massnahmen zur Verhütung von Schäden durch Biber und Fischotter1 Zur Verhütung von Schäden durch Biber gelten folgende Massnahmen als zumutbar:a. die Begrenzung der Stauaktivität durch Massnahmen am Biberdamm;b. der Schutz landwirtschaftlicher Kulturen durch Elektro- oder Drahtgitterzäune;c. der Schutz von Einzelbäumen durch Drahtmanschetten;d. der Schutz von Uferböschungen, Dämmen und Anlagen, die der Hochwassersicherheit dienen, durch Schutzmassnahmen nach Artikel 10h Absatz 1 Buchstaben a, b, d und g;e. der Schutz von Verkehrsinfrastrukturen durch den Einbau von Metallplatten oder Biberkunstbauten;f. das Vergittern von Ein- und Ausläufen zu technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung, Abwasserleitungen, Industriekanälen oder landwirtschaftlichen Drainagesystemen;g. weitere Massnahmen der Kantone, sofern die Massnahmen nach den Buchstaben a–f nicht ausreichend oder nicht zweckmässig sind. 2 Zur Verhütung von Schäden durch Fischotter gelten bei Anlagen zur Fischzucht und Fischhälterung folgende Massnahmen als zumutbar:a. elektrifizierte Schutzzäune;b. weitere Massnahmen der Kantone.

Art. 10h Förderbeiträge zur Verhütung von Schäden durch Biber1 Das BAFU beteiligt sich mit maximal 30 Prozent an den Kosten folgender Massnahmen der Kantone zur Verhütung von Schäden durch Biber an Objekten gemäss Artikel 12 Absatz 5 Buchstabe b des Jagdgesetzes:a. Einbau von Grabschutzgittern, Spundwänden und Dichtwänden;b. Steinschüttungen und Kiessperren;c. Vergitterung von Bachdurchlässen und Rohren zur Siedlungsentwässerung;d. Einbau von Biberkunstbauten;e. Einbau von Syphonrohren bei Biberdämmen;f. Einbau von Metallplatten bei Wegeinbrüchen;g. weitere Massnahmen der Kantone, sofern die Massnahmen nach den Buchstaben a–f nicht ausreichend oder nicht zweckmässig sind.2 Der Bund beteiligt sich mit maximal 50 Prozent an den Kosten der kantonalen Planung von Schutzmassnahmen an Gewässerabschnitten, in denen eine ungehinderte Biberaktivität Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse gefährden könnte.3 Erfolgen die Massnahmen nach Absatz 1 im Rahmen einer kantonalen Gesamtplanung nach Absatz 2, so beteiligt sich der Bund mit maximal 50 Prozent.

Art. 10i Informations- und Dokumentationssystem über Grossraubtiere1 Das BAFU betreibt in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein Informations- und Dokumentationssystem über Grossraubtiere (GRIDS), das insbesondere der Entschädigung von Nutztierrissen, dem Ergreifen von Regulierungsmassnahmen und dem Anordnen von Einzelabschüssen sowie der Erstellung der Schadensstatistiken dient.2 Die Kantone erfassen im GRIDS die nach Absatz 1 erforderlichen Daten, insbesondere: a. Ort, Art und Ursache des Schadens an landwirtschaftlichen Nutztieren und Bienenständen sowie die zum Zeitpunkt des Schadensereignisses umgesetzten zumutbaren Herden- oder Bienenschutzmassnahmen;b. die Höhe der Schäden an Nutztieren und Bienenständen einschliesslich der Darlegung der Berechnung sowie der vom Kanton geleisteten Entschädigung;c. die Einzelabschüsse sowie die im Rahmen der Regulierung erfolgten Abschüsse. 3 Die Vollzugsbehörden haben Zugriff auf die im GRIDS bereitgestellten Daten, einschliesslich der Personendaten, soweit sie diese für den Vollzug benötigen.4 Das GRIDS ist mit den folgenden Informationssystemen verknüpft: a. Agrarinformationssystem (AGIS) nach Artikel 165c des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 199811;b. Hundedatenbank (AMICUS) nach Artikel 30 Absatz 2 TSG12;c. Tierverkehrsdatenbank (TVD) nach Artikel 45b TSG.

Gliederungstitel vor Art. 114.Abschnitt: Forschung, Dokumentation und Beratung

Art. 12 Schweizerische Forschungs-, Dokumentations- und Beratungsstelle für das Wildtiermanagement1 Das BAFU führt die Schweizerische Forschungs-, Dokumentations- und Beratungsstelle für das Wildtiermanagement. 2 Es kann mit schweizweit tätigen Institutionen insbesondere in folgenden Bereichen Leistungsaufträge abschliessen oder Beiträge gewähren:a. Management von Wildtierarten, welche:1. Konflikte verursachen oder Tierseuchen verbreiten,2. ein kantonsübergreifendes Management erfordern,3. in Schutzgebieten nach Artikel 11 Absätze 1 und 2 des Jagdgesetzes leben,4. regional bedroht und deren Bestände schwierig zu erfassen sind;b. Förderung von Arten und Lebensräumen in Schutzgebieten nach Artikel 11 Absätze 1 und 2 des Jagdgesetzes sowie Wildtierkorridoren nach Artikel 11a des Jagdgesetzes.3 Zu den Aufgaben der Stelle nach Absatz 1 und der Institutionen nach Absatz 2 gehören insbesondere:a. das Führen von Statistiken und Datenbanken im Zusammenhang mit Wildtieren;b. die koordinierte Überwachung der Bestände ausgewählter geschützter Arten; c. die Koordination von Projekten zu Fang, Markierung oder Beprobung von Wildtieren;d. die Dokumentation und Vermittlung von Wissen im Bereich des Wildtiermanagements; e. Beratung der Kantone in den Bereichen nach Absatz 2.

II

Diese Verordnung enthält neu die Anhänge 3 und 4 gemäss Beilage.

III

Die Änderung anderer Erlasse wird im Anhang geregelt.

IV

Übergangsbestimmung zur Änderung vom 13. Dezember 2024

Bis zum 31. Dezember 2029 bleibt bleihaltige Kugelmunition für Kaliber ab 6 mm erlaubt.

V

Die Verordnung vom 30. April 199013 über die Regulierung von Steinbockbeständen wird aufgehoben.

VI

Diese Verordnung tritt am 1. Februar 2025 in Kraft.

13. Dezember 2024

Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Die Bundespräsidentin: Viola Amherd
Der Bundeskanzler: Viktor Rossi

(Art. 4b Abs. 3)

Die fünf Wolfsregionen der Schweiz

Bezeichnung der Region

Nummer

Kantone

Fläche

Mindestbestand
an Wolfsrudeln

«Jura»

I

7641 km2

2

VD

AG

NE

FR

BE

SO

JU

BL

BS

GE

«Nordostschweiz»

II

4739 km2

2

SG

ZH

SH

AR

AI

TG

«Zentralschweiz»

III

6226 km2

2

LU

BE

SZ

UR

GL

OW

SG

NW

ZG

«Westschweizer Alpen»

IV

11 380 km2

3

VS

BE

FR

VD

«Südostschweiz»

V

10 038 km2

3

GR

TI

SG

(Art. 8b Abs. 2)

Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung

Nr.

Objekt

Lokalität

Kanton Aargau

1

AG-01

Möhlin-Wallbach

2

AG-02

Sisseln-Eiken

3

AG-03

Rümikon

4

AG-05

Böttstein-Villigen

5

AG-06

Suret

6

AG-07

Gränichen

7

AG-08

Seon-Staufen

8

AG-09

Hilfikon

9

AG-10_ZH-05

Ehrendingen / Niederwenigen

10

AG-14

Waltenschwil-Boswil

11

AG-15

Oberlunkhofen

12

AG-17_SO-31

Oftringen

13

AG-18_SO-10

Boningen-Murgenthal

14

AG-20

Staffelbach

15

AG-28_LU-01_ZG-11

Dietwil

16

AG-29

Oeschgen

17

AG-30

Gontenschwil

18

AG-31

Stilli

19

AG-32

Schinznach Bad

20

AG-33

Birretholz

Kanton Appenzell Innerrhoden

21

AI-02_AR-06

Gais

22

AI-06_AR-08

Gonten

Kanton Appenzell Ausserrhoden

23

AR-01_SG-20

Gaiserwald

24

AR-09

Waldstatt

21

AI-02_AR-06

Gais

22

AI-06_AR-08

Gonten

Kanton Bern

25

BE-01

Raum Gampelen / Gals

26

BE-02

Raum Pieterlen

27

BE-03

Raum Kosthofen / Bundhofen

28

BE-04

Raum Mühleberg / Frauenkappelen

29

BE-07

Raum westlich Kirchberg (Birchiwald)

30

BE-08

Raum östlich Kirchberg (Ischlag)

31

BE-09_SO-06

Wangen a.d. Aare

32

BE-10

Raum nördlich Lützelflüh

33

BE-11a

Raum Rotache

34

BE-11b

Raum südlich Wattenwil

35

BE-12

Raum westlich von Wimmis

36

BE-13

Raum Garstatt

37

BE-14

Raum Kandertal

38

BE-15

Raum Grosser Rugen / Unterseen-Golfplatz

39

BE-16

Raum südlich von Interlaken

40

BE-17

Raum südlich Innertkirchen

41

BE-A

Villeret

42

BE-E

Raum Langenthal

43

BE-F1

Raum Langnau / Konolfingen / Linden (Bowil)

44

BE-F2

Raum Langnau / Konolfingen / Linden

45

BE-G

Raum Oberlangenegg

46

BE-H1

Raum Simmental / Diemtigtal / Saanenland

47

BE-H2

Raum Simmental / Diemtigtal / Saanenland (Gsteig)

48

BE-I

Raum südlich Mitholz

49

BE-K_UR-03

Raum Sustenpass

63

FR-01_BE-18

Joressens

64

FR-02_BE-19

Bellechasse

66

FR-04_BE-20

Salvenach

67

FR-05_BE-21

Liebistorf

69

FR-07_BE-05

Thörishaus / Flamatt

71

FR-09_BE-22

Zumholz

167

SO-02_BE-23

Biberist

264

VS-66_BE-24

Guttannen

Kanton Basel-Landschaft

50

BL-01

Pratteln

51

BL-03_SO-33

Liestal

52

BL-06

Brislach

53

BL-07

Zwingen

54

BL-10

Thürnen

55

BL-11

Tenniken

56

BL-13

Ormalingen

57

BL-14

Gelterkinden

58

BL-15

Wittinsburg

59

BL-19

Waldenburg

60

BL-20

Ziefen

61

BL-27

Bubendorf

62

BL-28

Duggingen

100

JU-1.11_BL-30

Les Riedes

Kanton Freiburg

63

FR-01_BE-18

Joressens

64

FR-02_BE-19

Bellechasse

65

FR-03

Galmiz

66

FR-04_BE-20

Salvenach

67

FR-05_BE-21

Liebistorf

68

FR-06

Schmitten (FR)

69

FR-07_BE-05

Thörishaus / Flamatt

70

FR-08

Alterswil

71

FR-09_BE-22

Zumholz

72

FR-10

Bussy

73

FR-11_VD-03

Montbrelloz

74

FR-12_VD-01

Forel (FR)

75

FR-13

Corserey (FR)

76

FR-14

Massonnens

77

FR-15

Rossens

78

FR-16

Gruyères

79

FR-17_VD-25

Attalens

80

FR-23

Vaulruz

220

VD-08_FR-18

Lucens

235

VD-23_FR-19

Châtel-St-Denis

236

VD-24_FR-30

Puidoux

Kanton Genf

81

GE-O-01_02

Lévaud-Juvigny

82

GE-W-24

Route de Sauverny

83

GE-W-29

Bois Tollot-Allondon

Kanton Glarus

84

GL-01_UR-04

Spiringen

85

GL-02_SZ-02

Muotathal

86

GL-04

Netstal

87

GL-05

Ennenda

88

GL-06_SG-27

Mollis / Biberlikopf

89

GL-07_SG-02_SZ-07

Reichenburg

Kanton Graubünden

90

GR-02

Haldenstein

91

GR-03

Rhäzüns

92

GR-04

Mesocco

93

GR-05

Lostallo

94

GR-06

Fanas

95

GR-07

Donat

96

GR-11_TI-20

San Vittore

97

GR-12

Padrus

147

SG-06_GR-45

Balzers

160

SG-26_GR-01

Bad Ragaz / Fläsch

Kanton Jura

98

JU-1.1

Les Gâbes-Combe Guerri

99

JU-1.10

Forêt de Mettembert-La Réselle

100

JU-1.11_BL-30

Les Riedes

101

JU-1.2

Fahy Monsieur-Mont de Miserez

102

JU-1.3

Miserez-La Montoie-Ecré

103

JU-1.8

Côte de Boécourt-Séprais

104

JU-1.9

Le Bois de Rôbe

105

JU-2.1

Le Chésal

106

JU-2.2

Les Longs Prés-Combe Tabeillon

107

JU-2.3

Les Forges

108

JU-2.4

Le Pichoux

109

JU-2.5

Choindex-La Verrerie

110

JU-2.8

Le Chételat

111

JU-3.1

Les Genavrières

112

JU-3.2

Les Graiverats

113

JU-3.3

Varandin-Grand Fahy

114

JU-3.4

Bois d’Estai-Combe Vaillard

Kanton Luzern

115

LU-02

Sempach-Rothenburg

116

LU-03

Malters-Littau

117

LU-04

Werthenstein

118

LU-05

Dagmersellen-Langnau bei Reiden

119

LU-09

Ballwil-Hochdorf

120

LU-10

Moosen-Altwies

121

LU-11

Triengen-Büron

122

LU-12

Buchs-Knutwil

123

LU-13

Wauwiler Ebene-Kaltbach-Mauensee

124

LU-17

Grosswangen-Ettiswil

125

LU-22

Ruswil-Hellbühl

126

LU-23

Neuenkirch-Emmen-Hellbühl

127

LU-24

Doppelschwand-Entlebuch

15

AG-28_LU-01_ZG-11

Dietwil

Kanton Neuenburg

128

NE-1.1

Les Brenets

129

NE-2.1

Valangin

130

NE-2.2

Corcelles-Cormondrèche

131

NE-2.3

Boudry

132

NE-3.2

Rochefort

133

NE-3.3

Boveresse

134

NE-3.4

La Brévine

135

NE-5.1

Le Pâquier (NE)

136

NE-6.1

Villiers

137

NE-6.2

Montmollin

138

NE-6.3

La Tourne

139

NE-7.2

Cressier

140

NE-A

Le Landeron

Kanton Nidwalden

141

NW-03

Dallenwil

144

OW-03_NW-07

Grafenort (südlich)

Kanton Obwalden

142

OW-01

Giswil

143

OW-02

Alpnach

144

OW-03_NW-07

Grafenort (südlich)

145

OW-04

Lungern (südlich, Bereich Chäle)

Kanton St. Gallen

146

SG-04

Mels

147

SG-06_GR-45

Balzers

148

SG-07

Wartau

149

SG-08

Vaduz

150

SG-09

Sennwald

151

SG-10

Oberriet (SG)

152

SG-11

Grabs

153

SG-13

Alt St. Johann

154

SG-15

Ebnat-Kappel

155

SG-16

Wattwil

156

SG-18

Lütisburg

157

SG-19

Jonschwil

158

SG-23

Pfäfers

159

SG-24

Oberuzwil

160

SG-26_GR-01

Bad Ragaz / Fläsch

23

AR-01_SG-20

Gaiserwald

88

GL-06_SG-27

Mollis / Biberlikopf

89

GL-07_SG-02_SZ-07

Reichenburg

181

SZ-11_SG-27

Wägital-Buechberg (SZ), Kaltbrunn (SG)

Kanton Schaffhausen

161

SH-04

Schleitheim

162

SH-07

Neunkirch

163

SH-08

Schaffhausen

164

SH-10

Thayngen

165

SH-11

Hemishofen

Kanton Solothurn

166

SO-01

Nennigkofen / Riemberg-Lommiswil

167

SO-02_BE-23

Biberist

168

SO-03

Heinrichswil-Winistorf-Obergerlafingen

169

SO-08

Oensingen

170

SO-09

Oberbuchsiten / Kestenholz

171

SO-12

Obergösgen

172

SO-19

Hüniken

173

SO-23

Breitenbach

12

AG-17_SO-31

Oftringen

13

AG-18_SO-10

Boningen-Murgenthal

31

BE-09_SO-06

Wangen a.d. Aare

51

BL-03_SO-33

Liestal

Kanton Schwyz

174

SZ-01

Feusisberg

175

SZ-03

Schübelbach

176

SZ-04

Immensee

177

SZ-05

Arth

178

SZ-06

Seewen

179

SZ-08

Muotathal

180

SZ-10_ZG-12

Rothenthurm

181

SZ-11_SG-27

Wägital-Buechberg (SZ), Kaltbrunn (SG)

85

GL-02_SZ-02

Muotathal

89

GL-07_SG-02_SZ-07

Reichenburg

Kanton Thurgau

182

TG-02_ZH-16

Schlattingen

183

TG-03

Unterstammheim

184

TG-04_06_ZH-50

Altikon

185

TG-08

Pfyn

186

TG-09_ZH-19

Aadorf

187

TG-15

Müllheim

188

TG-18

Berg (TG)

189

TG-19

Kreuzlingen

190

TG-22

Dünnershaus

191

TG-25

Dozwil

192

TG-26

Amriswil

193

TG-27

Sitterdorf

194

TG-28

Hauptwil-Gottshaus

Kanton Tessin

195

TI-01

Airolo

196

TI-04

Quinto

197

TI-08

Giornico

198

TI-09

Biasca

199

TI-10

Biasca (Malvaglia)

200

TI-15-19

Claro

201

TI-21-25

Gudo

202

TI-24

Rivera

203

TI-27

Aurigeno

204

TI-29-30

Sigirino

205

TI-39

Bedretto

206

TI-40_VS-62a

Ulrichen

207

TI-41

Airolo

210

TI-44

Croglio

211

TI-45

Someo-Riveo / Cevio

212

TI-46

Lottigna

96

GR-11_TI-20

San Vittore

Kanton Uri

213

UR-01

Erstfeld

214

UR-02

Gurtnellen

49

BE-K_UR-03

Raum Sustenpass

84

GL-01_UR-04

Spiringen

263

VS-65_UR-05

Oberwald (Furkapass)

Kanton Waadt

215

VD-02

Provence

216

VD-04

Ependes (VD)

217

VD-05

Ursins

218

VD-06

Lignerolle

219

VD-07

Ballaigues

220

VD-08_FR-18

Lucens

221

VD-09

Neyruz-sur-Moudon

222

VD-10

Goumoens-la-Ville

223

VD-11

Moudon

224

VD-12

Villars-le-Terroir

225

VD-13

Pra Cornu

226

VD-14

La Sarraz

227

VD-15

Dizy

228

VD-16

Dommartin

229

VD-17

Cuarnens

230

VD-18

Etagnières

231

VD-19

Grancy

232

VD-20

Montricher

233

VD-21

Lausanne

234

VD-22

Mex (VD)

235

VD-23_FR-19

Châtel-St-Denis

236

VD-24_FR-30

Puidoux

237

VD-27_VS-95

Chablais

238

VD-29

Commugny

73

FR-11_VD-03

Montbrelloz

74

FR-12_VD-01

Forel (FR)

79

FR-17_VD-25

Attalens

240

VS-02_VD-26

Port-Valais

241

VS-03_VD-28

Vouvry

244

VS-12_VD-30

Mex (VS)

275

VS-88_VD-31

Collonges

Kanton Wallis

239

VS-01

Saint-Gingolph

240

VS-02_VD-26

Port-Valais

241

VS-03_VD-28

Vouvry

242

VS-07

Troistorrents

243

VS-10

Champéry

244

VS-12_VD-30

Mex (VS)

245

VS-15

Salvan

246

VS-16

Finhaut

247

VS-18

Martigny-Combe (Le Brocard)

248

VS-19

Sembrancher

249

VS-24

Orsières

250

VS-28

Nendaz

251

VS-34

Les Agettes

252

VS-35

Mase

253

VS-38

Saint-Luc

254

VS-42

Varen

255

VS-46a

Stalden (VS)

256

VS-53

Zwischbergen

257

VS-58

Termen

258

VS-59

Obers Matt (Termen)

259

VS-61a

Grengiols

260

VS-63a

Ulrichen

261

VS-63b

Oberwald

262

VS-64

Oberwald (Bidmer)

263

VS-65_UR-05

Oberwald (Furkapass)

264

VS-66_BE-24

Guttannen

265

VS-69a

Fiesch

266

VS-70

Ried-Mörel

267

VS-71

Naters

268

VS-72

Mund

269

VS-74

Ausserberg

270

VS-75

Gampel

271

VS-77a

Varen

272

VS-80

Savièse

273

VS-82

Conthey

274

VS-83a

Ardon

275

VS-88_VD-31

Collonges

276

VS-89

Albrunpass

277

VS-90

Geisspfad

278

VS-91

Chriegalppass

279

VS-92

Ritterpass

280

VS-93

Sefinot

281

VS-94

Vollèges-le Châble

206

TI-40_VS-62a

Ulrichen

237

VD-27_VS-95

Chablais

Kanton Zug

282

ZG-01_ZH-01

Hirzel

283

ZG-02

Baar (Neuenheim)

284

ZG-03

Baar (Menzingen)

285

ZG-06

Risch

15

AG-28_LU-01_ZG-11

Dietwil

180

SZ-10_ZG-12

Rothenthurm

Kanton Zürich

286

ZH-02

Mettmenstetten

287

ZH-03

Hedingen

288

ZH-06

Buchs (ZH)

289

ZH-07

Bachenbülach

290

ZH-08

Neerach

291

ZH-09

Bülach

292

ZH-10

Glattfelden

293

ZH-11

Wasterkingen

294

ZH-12

Embrach

295

ZH-13

Pfungen

296

ZH-14

Dachsen

297

ZH-17

Adlikon

298

ZH-18

Wiesendangen

299

ZH-20

Winterthur

300

ZH-21

Bassersdorf

301

ZH-22

Volketswil

302

ZH-23

Fehraltorf

303

ZH-42

Seegräben

9

AG-10_ZH-05

Ehrendingen / Niederwenigen

282

ZG-01_ZH-01

Hirzel

182

TG-02_ZH-16

Schlattingen

184

TG-04_06_ZH-50

Altikon

186

TG-09_ZH-19

Aadorf

(Ziff. III)

Änderung anderer Erlasse

Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:

1. Verordnung vom 30. September 199114 über die eidgenössischen Jagdbanngebiete

Art. 5 Abs. 1 Bst. fbis und i1 In den Banngebieten gelten folgende allgemeine Bestimmungen:fbis. Der Betrieb von zivilen, unbemannten Luftfahrzeugen ist verboten; vorbehalten sind polizeiliche Einsätze sowie Einsätze zur Rettung von Menschen; zusätzlich können die Kantone Ausnahmen bewilligen für:1. die wissenschaftliche Forschung;2. Programme zur Überwachung der Bestände von Tieren und der Lebensräume;3. Inspektionen an Infrastrukturen;4. Foto- oder Filmaufnahmen im Rahmen einer bewilligten Veranstaltung gemäss Absatz 2 sowie Foto- oder Filmaufnahmen im öffentlichen Interesse;5. die Rehkitzrettung.i. Militärische Übungen mit scharfer oder Übungsmunition sind verboten; vorbehalten ist die vertraglich geregelte Benützung besonderer Schiessplätze und militärischer Anlagen; der Wachtdienst der Truppe mit geladener Waffe sowie das Mitführen von Waffen bei Kontrollaufgaben des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit sind zulässig.

Art. 7 Abs. 44 Das Bundesamt für Landestopografie bildet in den Landeskarten mit Schneesportthematik die eidgenössischen Jagdbanngebiete sowie die darin zur Benutzung erlaubten Routen ab.

Art. 11 Abs. 5Aufgehoben

Gliederungstitel vor Art. 146 . Abschnitt: Abgeltungen und Finanzhilfen

Art. 14 Sachüberschrift Abgeltung für die Aufsicht

Art. 15 Sachüberschrift Abgeltung für Wildschäden

Art. 15a Finanzhilfen für Massnahmen zur Arten- und LebensraumförderungDie Höhe der globalen Finanzhilfen an die Kosten der Planung und die Umsetzung von Massnahmen zur Arten- und Lebensraumförderung in den Gebieten nach Anhang 1 sowie in Gebieten nach Artikel 11 Absatz 4 des Jagdgesetzes wird zwischen dem Bund und den betroffenen Kantonen vereinbart; sie richtet sich nach dem Umfang, der Qualität, der Komplexität und der Wirksamkeit der Massnahmen.

2. Verordnung vom 21. Januar 199115 über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung

Art. 5 Abs. 1 Bst. fbis1 In den Wasser- und Zugvogelreservaten gelten folgende allgemeine Bestimmungen:fbis. Der Betrieb von zivilen, unbemannten Luftfahrzeugen ist verboten; vorbehalten sind polizeiliche Einsätze sowie Einsätze zur Rettung von Menschen; zusätzlich können die Kantone Ausnahmen bewilligen für:1. die wissenschaftliche Forschung;2. Programme zur Überwachung der Bestände von Tieren und der Lebensräume;3. Inspektionen an Infrastrukturen;4. Foto- oder Filmaufnahmen im Rahmen einer bewilligten Veranstaltung gemäss Absatz 2 sowie Foto- oder Filmaufnahmen im öffentlichen Interesse;5. die Rehkitzrettung.

Gliederungstitel vor Art. 145.Abschnitt: Abgeltungen und Finanzhilfen

Art. 14 Sachüberschrift Abgeltung für die Aufsicht

Art. 15 Sachüberschrift Abgeltung für Wildschäden

Art. 15a Finanzhilfen für Massnahmen zur Arten- und Lebensraumförderung Die Höhe der globalen Finanzhilfen an die Kosten der Planung und Umsetzung von Massnahmen für die Arten- und Lebensraumförderung in den Reservaten nach Anhang 1 sowie in Reservaten nach Artikel 11 Absatz 4 des Jagdgesetzes wird zwischen dem Bund und den betroffenen Kantonen vereinbart; sie richtet sich nach dem Umfang, der Qualität, der Komplexität und der Wirksamkeit der Massnahmen.

3. Verordnung vom 3. November 202116 über die Identitas AG und die Tierverkehrsdatenbank

Art. 40 Abs. 3 Bst. j 3 Die folgenden Informationssysteme können mittels Schnittstellen die Daten aus der TVD beziehen:j. das Informations- und Dokumentationssystem über Grossraubtiere (GRIDS).

Verordnung<br />über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel<br />(Jagdverordnung, JSV) | Lexipedia | Lexipedia