Das Berufsfeld Landwirtschaft umfasst die folgenden Berufe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ):
a. Gemüsegärtnerin oder Gemüsegärtner EFZ;
b. Landwirtin oder Landwirt EFZ;
c. Obstfachfrau oder Obstfachmann EFZ;
d. Weinfachfrau oder Weinfachmann EFZ.
Innerhalb des Berufs der Landwirtin und des Landwirts EFZ gibt es die folgenden Fachrichtungen:
a. Ackerbau;
b. Alp- und Berglandwirtschaft;
c. biologischer Pflanzenbau;
d. Rindviehhaltung;
e. Geflügelhaltung;
f. Schweinehaltung.
Innerhalb des Berufs der Weinfachfrau und des Weinfachmanns EFZ gibt es die folgenden Fachrichtungen:
a. Winzer;
b. Kellerwirtschaft.
Die Fachrichtung wird vor Beginn der beruflichen Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten.
Die Berufsleute mit einem EFZ im Berufsfeld Landwirtschaft beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:
a. Gemüsegärtnerinnen und Gemüsegärtner EFZ sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Bewirtschaftung von Gemüsekulturen; durch eine standortgerechte Auswahl der Arten und Sorten, einen fachgerechten Anbau sowie eine nachhaltige Pflege stellen sie sicher, dass qualitativ hochstehendes Gemüse heranwachsen kann; dazu setzen sie ihr fundiertes Fachwissen zu Gemüsekulturen und Böden ein und fördern die Entwicklung der Pflanzen; das geerntete Gemüse vermarkten sie als Frisch- oder Lagergemüse oder führen es nachgelagerten Betrieben zur Weiterverarbeitung zu; sie zeichnen sich durch eine ausgesprochene Beobachtungsgabe und eine hohe Sensibilität für Pflanzen sowie deren Gesunderhaltung aus; sie sind sich der Bedeutung der Biodiversität für die Stabilität des Ökosystems und damit für ihren Betrieb und die Gesellschaft bewusst.
b. Landwirtinnen und Landwirte EFZ sind Fachpersonen für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzfläche sowie für die Haltung von Nutztieren; sie produzieren nachhaltig pflanzliche und tierische Erzeugnisse; je nach Betrieb sind sie auf bestimmte Produktionsmethoden, Fachbereiche oder Tiere spezialisiert; ihr fundiertes und breites Fachwissen in der naturnahen Landwirtschaft sowie ihre Grundkenntnisse in Betriebswirtschaft ermöglichen ihnen eine rasche Einarbeitung in andere Fachbereiche; sie zeichnen sich durch eine ausgesprochene Beobachtungsgabe aus; sie sind fähig, Nuancen im Tierverhalten oder in der Natur festzustellen, um darauf mit geeigneten Massnahmen zu reagieren; sie sind sich der Bedeutung der Biodiversität für die Stabilität des Ökosystems und damit für ihren Betrieb und die Gesellschaft bewusst.
c. Obstfachfrauen und Obstfachmänner EFZ sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Bewirtschaftung von Obstkulturen; durch eine standortgerechte Auswahl der Sorten, einen fachgerechten Anbau sowie eine nachhaltige Pflege stellen sie sicher, dass qualitativ hochstehendes Obst heranreifen kann; dazu setzen sie ihr fundiertes Fachwissen zu Obstarten, Anbau und Böden ein und fördern die Entwicklung der Pflanzen; das geerntete Obst vermarkten sie als Frischware, lagern es ein oder verarbeiten es weiter; sie zeichnen sich durch eine ausgesprochene Beobachtungsgabe und eine hohe Sensibilität für Pflanzen sowie deren Gesunderhaltung aus; sie sind sich der Bedeutung der Biodiversität für die Stabilität des Ökosystems und damit für ihren Betrieb und die Gesellschaft bewusst.
d. Weinfachfrauen und Weinfachmänner EFZ sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Bewirtschaftung von Reben und für die Herstellung von Wein und anderen Produkten aus Trauben; durch eine standortgerechte Auswahl der Rebsorten, einen fachgerechten Anbau sowie eine nachhaltige Pflege stellen sie sicher, dass qualitativ hochstehende Trauben heranreifen können; dazu setzen sie ihr fundiertes Fachwissen zu Reb- und Weinsorten, Anbau, Böden und Weinkelterung ein; je nach Betrieb sind sie spezialisiert auf die Pflege der Rebe oder die Vinifikation; sie zeichnen sich durch eine ausgesprochene Beobachtungsgabe, sorgfältiges Arbeiten, technisches Verständnis sowie ausgeprägte sensorische Wahrnehmungen aus; sie sind sich der Bedeutung der Biodiversität für die Stabilität des Ökosystems und damit für ihren Betrieb und die Gesellschaft bewusst.