preparatory:AB 155851
Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2014-09-22
Wortprotokoll
Der Bundesrat hat Kenntnis von den aktuell diskutierten Sicherheitsfragen in Verbindung mit der Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Swissmedic ist in Kontakt mit der Zulassungsinhaberin sowie mit Behörden weltweit. Bei den betroffenen Mädchen in Kolumbien ergaben sich bisher keine Hinweise auf eine ursächliche Rolle des Impfstoffs. Die aktuell diskutierten Sicherheitsfragen werden aber durch die zuständige Firma und die Behörden sorgfältig weiterverfolgt und abgeklärt.
Bei den HPV-Impfstoffen existiert eine langjährige Erfahrung. Bis 2013 wurden weltweit mehr als 175 Millionen Impfungen durchgeführt. Die Sicherheit der HPV-Impfstoffe wird in der Schweiz und international überwacht. Die Meldungen vermuteter unerwünschter Wirkungen betreffen grösstenteils leichtgradige Ereignisse. Sie ergeben keine gravierenden neuen Risiken. Gemäss Einschätzung von Swissmedic, der amerikanischen Food and Drug Administration und der Europäischen Arzneimittel-Agentur ist der Nutzen für die Prävention von HPV-Erkrankungen viel grösser, als es die bekannten Risiken sind.