preparatory:AB 186090
Trede Aline · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion · 2015-05-05
Wortprotokoll
Ich spreche für beide Minderheitsanträge van Singer, weil sie die gleiche Thematik betreffen.
Der erste Antrag der Minderheit van Singer betrifft Artikel 3a Absatz 1 Buchstabe e. Sie beantragt, dem Entwurf des Bundesrates zu folgen, dass Zivildienst auch geleistet werden kann, um, wie in Buchstabe e hinzugefügt wird, "die schulische Bildung und Erziehung zu unterstützen". Es geht also darum, dass Zivildienstleistende in Schulen Unterstützung leisten können.
Der zweite Antrag der Minderheit van Singer betrifft Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe bbis. Auch hier beantragt sie, wie es der Bundesrat vorgeschlagen hat, dass der Tätigkeitsbereich auch das Schulwesen, Vorschulstufe bis Sekundarstufe II, umfasst.
Diese beiden Zusätze möchten wir gerne so belassen, wie es der Bundesrat vorgeschlagen hat. Bereits heute können in einigen Kantonen Zivildienstleistende in die Schulen gehen. Ich habe extra mal in Zürich so einen Unterricht besucht. Dort war ein "Zivi" zur Unterstützung im Turnunterricht dabei. Das war wirklich eine Win-win-Situation, für die Lehrerin, aber auch für die Kinder und den "Zivi" selber. Er hat eine Unterstützung im Sportunterricht geboten, und die Kinder hatten einen weiteren Ansprechpartner. Wir haben aber auch eine Win-win-Situation genau bezüglich der Diskussion, dass in der Grundschule ja sehr viele weibliche Lehrpersonen unterrichten. Da beklagen wir ja immer, dass es gar keine männlichen Lehrpersonen mehr hat. Da könnten wir mit diesem zusätzlichen Einsatzgebiet ein bisschen ein ausgewogeneres Verhältnis schaffen, indem eben auch "Zivis", die ja immer Männer sind, in den Grundschulen als männliche Pendants walten könnten.
Wir finden, dass die Schule ein sehr sinnvolles Einsatzgebiet ist, und ich möchte Sie deshalb bitten, den Anträgen der beiden Minderheiten van Singer zuzustimmen und damit auch der bundesrätlichen Vorlage zu folgen.