preparatory:AB 262106
Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2020-06-08
Wortprotokoll
Herr Nationalrat Wobmann, es gibt eine ziemlich komplizierte bzw. sehr ausführliche Statistik. Ich kann sie vorlesen, es wird aber eine ziemlich lange Zeit beanspruchen, weil sie die Fallzahlen pro Woche und pro Monat dieser Jahre betrifft. Was man daraus aber ersieht, ist, dass sich die Anzahl der Todesfälle zwischen 2015 und 2020 für die Wochen 1 bis 20 insgesamt zwischen 25[NB]000 und 28[NB]000 befindet. Was wir aber auch merken, ist, dass es zwischen den Wochen 9 und 12 sowie den Wochen 13 und 16 zwischen 2015 und 2019 immer einen Rückgang der Todesfälle von zwischen 400 und 1100 Fällen gab. 2020 gab es eine Steigerung von mehr als 1000 Fällen. Das bestätigt, was wir anderswo lesen können, d. h. eine Übersterblichkeit während der Wochen 12 bis 18 von 1663 Fällen gemäss Bundesamt für Statistik. Wir haben auch 1660 laborbestätigte Covid-19-Todesfälle.
Zum Vergleich mit Influenza: Für Influenza-Todesfälle besteht keine Meldepflicht. Daher werden Influenza-Todesfälle basierend auf der Statistik zur Übersterblichkeit geschätzt. Bei zeitlicher Überlappung einer Influenza-Welle in einem Zeitfenster mit festgestellter Übersterblichkeit und keiner anderen offensichtlichen Erklärung wird die Übersterblichkeit mit Influenza erklärt. Während einer Grippeepidemie ohne Übersterblichkeit werden folglich null Influenza-Todesfälle gezählt. Wenige Grippetote können jedoch auch in der Normalsterblichkeit nicht ausgeschlossen werden. Da merkt man: 2015 gab es rund 2200 Todesfälle. 2016 waren es null, das heisst, es gab keine Übersterblichkeit während der Grippeepidemie. 2017 waren es rund 1500 Todesfälle. 2018, 2019 und 2020 waren es null, das heisst, es gab keine Übersterblichkeit während der Grippeepidemie.
Die detaillierte Statistik kann ich Ihnen auch direkt und persönlich liefern.