preparatory:AB 288621
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2021-09-22
Wortprotokoll
Es wird Sie nicht erstaunen, dass ich im Gegensatz zu Herrn Molina beantrage, die Motion nicht anzunehmen. Ich würde jetzt auch sagen, ich hätte noch gewisse Sympathien dafür, aber nach den Ausführungen und der Begründung habe ich keine Sympathien mehr.
Wenn Sie fordern, dass diese Institute bis 2025 keine Öl-, Kohle- und Gasbeteiligungen mehr haben dürfen, dann ist das einfach nicht realistisch, dann ist das naiv. Wir sind in einer Übergangsphase von diesen Energien hin zu erneuerbaren Energien. Das Ziel ist, 2050 einmal CO2-neutral zu sein. Um die Energieversorgung in dieser Übergangszeit sicherzustellen, werden wir gewisse Übergangstechnologien brauchen. Wir haben 2025 noch nicht genug Sonnen- und Windenergie, das ist einfach nicht möglich. Wir werden also noch Übergangstechnologien brauchen, die sich auch weiterentwickeln können. Jetzt zu fordern, dass diese Institute in diesem Bereich nicht mehr tätig sein können, heisst, am Ast zu sägen, auf dem man sitzt, und die eigene Energieversorgung zu vernachlässigen.
Es wird Lösungen geben in diesem Bereich. Aber nehmen wir doch jetzt einmal das Ziel der CO2-Neutralität im Jahr 2050, zu dem wir uns bekennen. Bis 2050 die Energieversorgung umzubauen, ist sehr, sehr, sehr sportlich. Dazu braucht es neue Technologien. Es braucht Entwicklung, es braucht Übergangstechnologien, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn wir diesen Instituten ab 2025 solche Geschäftstätigkeiten verbieten, werden diese, würde ich meinen, die Schweiz verlassen, und das wollen wir ja auch nicht.
Ich bitte Sie, diese Motion nicht anzunehmen. Sie ist dann doch etwas naiver, als erlaubt ist.