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AS 1998 2726

Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer

Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO)

Änderung vom 21. Oktober 1998

Der Schweizerische Bundesrat verordnet:

I Die Verordnung vom 6. Oktober 19861 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer wird wie folgt geändert:

Art. 8 Prioritäten für die Rekrutierung

1 Eine Bewilligung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit kann Angehörigen von

Staaten der Europäischen Freihandels-Assoziation (EFTA) und der Europäischen Union (EU) erteilt werden. 2 Der Grundsatz von Absatz 1 gilt nicht für hochqualifizierte Personen, die um eine Bewilligung für eine zeitlich begrenzte Tätigkeit gemäss den von der Schweiz abge- schlossenen Wirtschafts- und Handelsvereinbarungen nachsuchen.

3 Die Arbeitsmarktbehörden können im Vorentscheid zu Bewilligungen (Art. 42)

Ausnahmen von Absatz 1 verfügen, wenn es sich: a. um qualifizierte Arbeitskräfte handelt und besondere Gründe eine Ausnahme rechtfertigen; b. um Personen handelt, die im Rahmen von schweizerischen Hilfs- und Ent- wicklungsprojekten über die wirtschaftliche oder technische Zusammenarbeit ein Weiterbildungsprogramm absolvieren; c. um Künstler, Artisten und Cabaret-Tänzerinnen handelt, die sich innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt längstens acht Monate in der Schweiz auf- halten.

4 Eine Saisonbewilligung kann nur Angehörigen von Staaten der EFTA und der EU

erteilt werden.

5 Eine Grenzgängerbewilligung kann in der Regel nur Angehörigen der Nachbar-

staaten erteilt werden. 6 Eine Aufenthaltsbewilligung für eine Lehre kann nur Angehörigen aus Staaten der EFTA und der EU erteilt werden.

Art. 58 Übergangsbestimmungen Bewilligungen nach Artikel 20 Absatz 1 Buchstabe b können an Au-pair-Angestellte aus den USA, Kanada, Australien und Neuseeland in Verbindung mit Artikel 8 Ab-

1 SR 823.21

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satz 3 noch bis zum Inkrafttreten entsprechender bilateraler Regelungen erteilt wer- den.

II Die Anhänge 1–3 erhalten die neue Fassung gemäss Beilage.

III Diese Änderung tritt am 1. November 1998 in Kraft.

21. Oktober 1998 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Cotti Der Bundeskanzler: Couchepin

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Anhang 1 (Art. 14 und 15) 1 Die Höchstzahlen für erstmalige Jahresbewilligungen, die zu einer Erwerbstätig- keit berechtigen, werden insgesamt auf 17 000 festgesetzt: a. Höchstzahlen für die Kantone: 12 000 Zürich 2115 Schaffhausen 147 Bern 1414 Appenzell A.Rh. 129 Luzern 609 Appenzell I.Rh. 35 Uri 69 St. Gallen 641 Schwyz 213 Graubünden 416 Obwalden 69 Aargau 744 Nidwalden 59 Thurgau 351 Glarus 106 Tessin 454 Zug 177 Waadt 994 Freiburg 377 Wallis 448 Solothurn 361 Neuenburg 360 Basel-Stadt 463 Genf 748 Basel-Landschaft 386 Jura 115 b. Höchstzahl für den Bund: 5000 2 Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom 1. November 1998 bis 31. Oktober 1999.

3 Die durch die Änderung vom 22. Oktober 19972 der Verordnung des Bundesrates

freigegebenen, aber noch nicht ausgeschöpften Höchstzahlen können weiterhin be- ansprucht werden.

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Anhang 2 (Art. 18 und 19)

1 Der gesamtschweizerische Höchstbestand der Saisonniers, der zu keinem Zeit-

punkt überschritten werden soll, wird auf 110 000 festgesetzt.

2 Die Höchstzahlen der Saisonbewilligungen werden insgesamt auf 140 000 festge-

setzt: a. Höchstzahlen für die Kantone: 130 000 Von der Höchstzahl von 130 000 wird für die Kantone ein Anteil von 80 000 freigegeben: Zürich 7526 Schaffhausen 385 Bern 9392 Appenzell A.Rh. 543 Luzern 3849 Appenzell I.Rh. 287 Uri 860 St. Gallen 3 469 Schwyz 1626 Graubünden 12 877 Obwalden 1194 Aargau 2 722 Nidwalden 653 Thurgau 1 767 Glarus 576 Tessin 4 472 Zug 781 Waadt 6 964 Freiburg 2206 Wallis 8 879 Solothurn 1127 Neuenburg 1 041 Basel-Stadt 1173 Genf 3 843 Basel-Landschaft 1217 Jura 571 b. Höchstzahl für den Bund: 10 000 Von der Höchstzahl von 10 000 wird ein Anteil von 8000 freigegeben. 3 Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom 1. November 1998 bis 31. Oktober 1999.

4 Bewilligungen an Saisonniers, die nach dem 31. Oktober 1998 einreisen, sind an

die Höchstzahlen für 1998/99 anzurechnen, auch wenn die Gesuche schon früher eingereicht und behandelt worden sind.

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Anhang 3 (Art. 20 und 21)

1 Die Höchstzahlen der Bewilligungen für Kurzaufenthalter werden insgesamt auf

18 000 festgesetzt:

a. Höchstzahlen für die Kantone: 11 000 Zürich 1939 Schaffhausen 134 Bern 1314 Appenzell A.Rh. 118 Luzern 567 Appenzell I.Rh. 33 Uri 64 St. Gallen 585 Schwyz 197 Graubünden 382 Obwalden 64 Aargau 680 Nidwalden 55 Thurgau 321 Glarus 98 Tessin 412 Zug 165 Waadt 909 Freiburg 351 Wallis 410 Solothurn 330 Neuenburg 329 Basel-Stadt 421 Genf 681 Basel-Landschaft 336 Jura 105 b. Höchstzahl für den Bund: 7000 2 Die Höchstzahlen gelten für die Zeit vom 1. November 1998 bis 31. Oktober 1999.

3 Die durch die Änderung vom 22. Oktober 19973 der Verordnung des Bundesrates

festgesetzten, aber noch nicht ausgeschöpften Höchstzahlen verfallen am 31. Okto- ber 1998.

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3 AS 1997 2410

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