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AS 2000 2531

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG)

Änderung vom 24. März 2000

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in den Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 26. März 1999 1 und in die Stellungnahme des Bundesrates vom 27. September 1999 2, beschliesst:

I Das Bundesgesetz vom 11. April 18893 über Schuldbetreibung und Konkurs wird wie folgt geändert:

Ingress gestützt auf Artikel 64 der Bundesverfassung4, ... Art. 219 Abs. 4, zweite Klasse Zweite Klasse a. Die Forderungen von Personen, deren Vermögen kraft elterli- cher Gewalt dem Schuldner anvertraut war, für alles, was der- selbe ihnen in dieser Eigenschaft schuldig geworden ist. Dieses Vorzugsrecht gilt nur dann, wenn der Konkurs wäh- rend der elterlichen Verwaltung oder innert einem Jahr nach ihrem Ende veröffentlicht worden ist. b. Die Beitragsforderungen nach dem Bundesgesetz vom 20. De- zember 19465 über die Alters- und Hinterlassenenversiche- rung, dem Bundesgesetz vom 19. Juni 19596 über die Inva- lidenversicherung, dem Bundesgesetz vom 20. März 19817

4 Dieser Bestimmung entspricht Artikel 122 Absatz 1 der neuen Bundesverfassung

vom 18. April 1999 (AS 1999 2556). 5 SR 831.10 6 SR 831.20 7 SR 832.20

1999-4480 2531

Schuldbetreibung und Konkurs. BG AS 2000

über die Unfallversicherung, dem Erwerbsersatzgesetz vom 25. September 19528 und dem Arbeitslosenversicherungsge- setz vom 25. Juni 1982 9. c. Die Prämien- und Kostenbeteiligungsforderungen der sozialen Krankenversicherung. d. Die Beiträge an die Familienausgleichskasse.

II Schlussbestimmung zur Änderung vom 24. März 2000 Art. 1 Die im bisherigen Recht enthaltenen Privilegien (Art. 146 und 219) gelten weiter, wenn vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes der Konkurs eröffnet, die Pfändung vollzogen oder die Nachlassstundung bewilligt worden ist.

III

1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.

2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.

Nationalrat, 24. März 2000 Ständerat, 24. März 2000 Der Präsident: Seiler Der Präsident: Schmid Carlo Der Protokollführer: Anliker Der Sekretär: Lanz

Ablauf der Referendumsfrist und Inkraftsetzung

1 Die Referendumsfrist für dieses Gesetz ist am 20. Juli 2000 unbenützt abge-

laufen.10

2 Es wird auf den 1. Januar 2001 in Kraft gesetzt.

16. Oktober 2000 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Adolf Ogi Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

8 SR 834.1 9 SR 837.0

10 BBl 2000 2204

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