Lexipedia

AS 2005 2603

Verordnung über die Gebühren des Bundesamtes für Umwelt

Verordnung über die Gebühren des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Gebührenverordnung BUWAL, GebV-BUWAL)

vom 3. Juni 2005

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf Artikel 48 Absatz 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 19831, auf Artikel 55 Absatz 2 des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 19912 und auf Artikel 25 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 20033, verordnet:

Art. 1 Gegenstand

1 DieseVerordnung regelt die Gebühren für Verfügungen und Dienstleistungen

(Verwaltungshandlungen): a. des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL); und b. der vom BUWAL mit dem Vollzug betrauten Organisationen und Personen des öffentlichen und privaten Rechts (übrige Vollzugsorgane).

2 Ausgenommen sind Verwaltungshandlungen, welche die Gewährung von Bundes-

beiträgen betreffen.

3 Spezialrechtliche Gebührenregelungen bleiben vorbehalten.

Art. 2 Allgemeine Gebührenverordnung Soweit diese Verordnung keine besondere Regelung enthält, gelten die Bestimmun- gen der Allgemeinen Gebührenverordnung vom 8. September 20044.

Art. 3 Gebührenerhebung durch übrige Vollzugsorgane 1 Überträgt das BUWAL eine Aufgabe an ein übriges Vollzugsorgan, so stellt dieses Organ die Gebühren selbst in Rechnung, verfügt bei Streitigkeiten über die Rech- nung und besorgt das Inkasso. Das BUWAL kann bei der Übertragung einer Voll- zugsaufgabe bestimmen, dass es die Gebühren selber in Rechnung stellt, insbeson- dere wenn das übrige Vollzugsorgan zur Erhebung der Gebühr nicht in der Lage ist.

SR 814.014

2003-2730 2603

Gebührenverordnung BUWAL AS 2005

2 Das BUWAL und das übrige Vollzugsorgan vereinbaren, welche Anteile der

Gebührenerträge das übrige Vollzugsorgan zur Deckung des eigenen Aufwands verwenden kann.

Art. 4 Gebührenbemessung

1 Die Gebühren werden bemessen:

a. nach festen Gebührenansätzen gemäss Anhang; b. nach Aufwand innerhalb der Gebührenrahmen gemäss Anhang; c. in den übrigen Fällen nach Aufwand.

2 Wenn die Gebühr nach Aufwand bemessen wird, gilt ein Stundenansatz von

Fr. 140.–.

Art. 5 Anpassung an die Teuerung Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunika- tion (UVEK) passt die Gebührenansätze, die Gebührenrahmen und den Stunden- ansatz jeweils auf den nächstfolgenden Jahresanfang an die Erhöhung des Landesin- dexes der Konsumentenpreise an, sofern die Erhöhung seit Inkrafttreten dieser Verordnung oder seit der letzten Anpassung 5 Prozent oder mehr beträgt. Die ange- passten Beträge werden auf 5 Franken auf- oder abgerundet.

Art. 6 Gebührenzuschläge

1 Ein Zuschlag von höchstens 100 Prozent der ordentlichen Gebühr kann erhoben

werden, wenn die Verwaltungshandlung: a. auf Ersuchen hin dringlich behandelt wird; oder b. ungewöhnlich hohen Aufwand verursacht.

2 Werden Arbeiten bei Dritten in Auftrag gegeben, so kann zusätzlich zu den Aus-

lagen ein Verwaltungszuschlag von 20 Prozent der ordentlichen Gebühr in Rech- nung gestellt werden.

3 Gebührenzuschläge sind zu begründen und gesondert auszuweisen.

Art. 7 Aufhebung bisherigen Rechts Es werden aufgehoben: a. Verordnung vom 29. November 19955 über die Gebührensätze des Bundes- amtes für Umwelt, Wald und Landschaft für Dienstleistungen und Verfü- gungen nach der Stoffverordnung; b. Verordnung vom 15. Oktober 20016 über die Gebühren für Dienstleistungen nach der Freisetzungsverordnung.

5 AS 1996 272, 2000 548 6 AS 2001 2877

Gebührenverordnung BUWAL AS 2005

Art. 8 Änderung bisherigen Rechts Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:

1. Freisetzungsverordnung vom 25. August 19997

6. Abschnitt (Art. 36–39)

Aufgehoben

2. Pflanzenschutzverordnung vom 28. Februar 20018

Art. 48 Abs. 6

6 Im Übrigen gelten:

a. die Verordnung vom 18. Oktober 20009 über Gebühren des Bundesamtes für Landwirtschaft in den Vollzugsbereichen des BLW (Art. 41 Abs. 1); b. die Gebührenverordnung BUWAL vom 3. Juni 200510 in den Vollzugs- bereichen des BUWAL (Art. 41 Abs. 2).

Art. 9 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. August 2005 in Kraft.

3. Juni 2005 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Samuel Schmid Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

7 SR 814.911 8 SR 916.20 9 SR 910.11 10 SR 814.014; AS 2005 2603

Gebührenverordnung BUWAL AS 2005

Anhang (Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b)

Feste Gebührenansätze und Gebührenrahmen Franken

1. Stellungnahmen bei Anhörungen sowie Zustimmungen

nach folgenden Erlassen: – dem Bundesgesetz vom 1. Juli 196611 über den Natur- und Heimatschutz (Art. 3 Abs. 4) – dem Luftfahrtgesetz vom 21. Dezember 194812 (Art. 42 Abs. 3) – der Luftfahrtverordnung vom 14. November 197313 (Art. 86 Abs. 1) – dem Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 198314 (Art. 41 Abs. 2) – der Verordnung vom 19. Oktober 198815 über die Umweltverträglichkeitsprüfung (Art. 12 Abs. 2) – dem Gewässerschutzgesetz vom 24. Januar 199116 (Art. 35 Abs. 3 und 48 Abs. 1) – dem Gentechnikgesetz vom 21. März 200317 (Art. 21 Abs. 1) – der Freisetzungsverordnung vom 25. August 199918 (Art. 24 Abs. 1) – der Einschliessungsverordnung 25. August 199919 (Art. 17 Abs. 1 und 3 sowie Art. 18 Abs. 1) – der Verordnung des EDI vom 26. Juni 199520 über Druckgaspackungen (Art. 13 Abs. 1) – der Pflanzenschutzmittel-Verordnung vom 23. Juni 199921 (Art. 9 Abs. 5 und 10 Abs. 3)

11 SR 451 12 SR 748.0 13 SR 748.01 14 SR 814.01 15 SR 814.011 16 SR 814.20 17 SR 814.91 18 SR 814.911 19 SR 814.912 20 SR 817.045.1 21 SR 916.161

Gebührenverordnung BUWAL AS 2005

Franken

– der Dünger-Verordnung vom 10. Januar 200122 (Art. 18 Abs. 3) – der Pflanzenschutzverordnung vom 28. Februar 200123 (Art. 7 Abs. 2) – der Futtermittel-Verordnung vom 26. Mai 199924 (Art. 26 Abs. 2) – der Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 199525 (Art. 279 Abs. 1) – der Verordnung vom 20. April 198826 über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten (Art. 25 Abs. 3 Bst. e und 50 Abs. 2 Bst. c) – dem Waldgesetz vom 4. Oktober 199127 (Art. 49 Abs. 2) – dem Fischereigesetz vom 21. Juni 199128 (Art. 21 Abs. 4)

a. wenig aufwändige Stellungnahmen 200 b. aufwändige Stellungnahmen 2 000 c. sehr aufwändige Stellungnahmen nach Aufwand, höchstens aber 20 000

2. Widerruf von Verfügungen über Bundesbeiträge 500

3. Verwaltungshandlungen nach der Freisetzungsverordnung

vom 25. August 199929: a. Bewilligung von Freisetzungsversuchen 1 000–20 000 b. Überwachung von Freisetzungsversuchen pro Halbtag und Person 600 00–900 c. Bewilligung für das Inverkehrbringen 2 000–40 000 d. Verfügung weiterer Massnahmen 1 0000–5 000

4. Kontrolle der Betriebsführung im Bereich des forstlichen 2000–1 000

Vermehrungsguts nach der Waldverordnung vom 30. November 199230

22 SR 916.171 23 SR 916.20 24 SR 916.307 25 SR 916.401 26 SR 916.443.11 27 SR 921.0 28 SR 923.0 29 SR 814.911 30 SR 921.01

Gebührenverordnung BUWAL AS 2005

Franken

5. Bewilligungen nach der Jagdverordnung vom 500

29. Februar 198831

6. Bewilligung für das Einsetzen von landes- und standort-

fremden Fischen und Krebsen nach der Verordnung vom 24. November 199332 zum Bundesgesetz über die Fischerei 500

7. Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen

je Person und Tag 200

31 SR 922.01 32 SR 923.01

Verordnung über die Gebühren des Bundesamtes für Umwelt | Lexipedia | Lexipedia