AS 2013 1617
Verordnung über den Schutz von Personendaten des Bundespersonals
Verordnung über den Schutz von Personendaten des Bundespersonals (BPDV)
Änderung vom 7. Juni 2013
Der Schweizerische Bundesrat verordnet:
I Die Verordnung vom 26. Oktober 20111 über den Schutz von Personendaten des Bundespersonals wird wie folgt geändert:
Ingress gestützt auf die Artikel 27 Absatz 2, 27a Absatz 6, 27c Absatz 7, 27d Absatz 6 und
28 Absatz 1quater des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 20002 (BPG),
Art. 5 Abs. 1
1 Die betroffenen Personen können ihr Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungs-
recht beim jeweiligen Personaldienst oder Fachdienstleistungszentrum Personal, bei der Personal- und Sozialberatung der Bundesverwaltung (PSB) sowie dem ärztlichen Dienst geltend machen. Vorbehalten bleiben die Artikel 22, 35 und 38.
Gliederungstitel vor Art. 36
5. Kapitel:
Dossier der Personal- und Sozialberatung der Bundesverwaltung
1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen
Art. 36 Inhalt Die im Dossier der PSB enthaltenen Daten sind in Anhang 4 aufgeführt.
Art. 36a Aufbewahrung und Vernichtung
1 Die Daten des Dossiers werden nach Fallabschluss bei der PSB aufbewahrt.
2012-2394 1617
Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
2 Die Aufbewahrungsfrist beträgt fünf Jahre bei:
a. Beratungen und Unterstützung in den Bereichen Arbeit, Soziales, Gesund- heit und Finanzen; b. Fallführung (Case Management).
3 Sie beträgt zehn Jahre bei:
a. Beratungen und Unterstützung im Bereich Einkommensverwaltung und bei Schuldenregulierungen; b. Entscheiden über Leistungsgesuche nach der Verordnung vom 18. Dezem- ber 20023 über den Unterstützungsfonds für das Bundespersonal; c. Mittelzuteilungen für die berufliche Integration von Menschen mit Behinde- rungen in die Bundesverwaltung.
4 Die Anträge um Mittelzuteilung nach Absatz 3 Buchstabe c werden beim EPA
nach Abschluss der Mittelzuteilung zehn Jahre aufbewahrt.
5 Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die Daten dem Bundesarchiv zur
Übernahme angeboten. Die vom Bundesarchiv als nicht archivwürdig bezeichneten Daten werden vernichtet.
Gliederungstitel vor Art. 36b
2. Abschnitt: Informationssystem der PSB
Art. 36b Zweck Das Informationssystem der PSB dient der elektronischen Verwaltung, Bewirtschaf- tung und Ablage von Daten der Personen, die an sie gelangen.
Art. 36c Zugriffsrechte Die PSB erteilt im Einzelfall den Personen und Stellen nach Artikel 27d Absatz 4 BPG ein zeitlich und inhaltlich beschränktes Zugriffsrecht.
Art. 36d Protokollierung
1 Die Zugriffe und Änderungen im Informationssystem der PSB werden laufend
protokolliert.
2 Die Protokolle werden während zwei Jahren vom BIT aufbewahrt.
Art. 36e Verantwortlichkeit
1 Die PSB ist für das Informationssystem der PSB verantwortlich.
2 Das BIT ist für den technischen Betrieb des Informationssystems der PSB verant- wortlich.
3 SR 172.222.023
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Gliederungstitel vor Art. 37
6. Kapitel: Gesundheitsdaten
1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen
Art. 37 Inhalt der medizinischen Akten Die medizinischen Akten können insbesondere die in Anhang 5 aufgeführten Daten enthalten.
Art. 38 Auskunftsrecht Ist der ärztliche Dienst der Ansicht, die Angaben in den medizinischen Akten könn- ten der angestellten Person schaden, so kann er die darin enthaltenen Daten einer von ihr bezeichneten Vertrauensärztin oder einem von ihr bezeichneten Vertrauens- arzt mitteilen.
Art. 39 Weitergabe von Daten an Dritte
1 Dem Personaldienst wird nur die Schlussfolgerung aus ärztlichen Feststellungen
des ärztlichen Dienstes weitergegeben. Der Inhalt der medizinischen Akten wird dem Personaldienst oder Dritten nur dann weitergegeben, wenn die Betroffenen ihre schriftliche Einwilligung erteilt haben. 2 Wenn die Betroffenen ihre Einwilligung nicht erteilt haben, ist der Rechtsdienst des EPA befugt, dem ärztlichen Dienst die Erlaubnis zu geben, den zuständigen Stellen Gesundheitsdaten oder medizinische Akten weiterzugeben (Art. 28 Abs. 3 und 4 BPG).
Art. 40 Aufbewahrung
1 Die medizinischen Akten der Bewerberinnen und Bewerber sowie der Angestellten
werden beim ärztlichen Dienst aufbewahrt.
2 Die medizinischen Akten der Angestellten werden nach Beendigung des Arbeits-
verhältnisses 40 Jahre aufbewahrt.
3 Die medizinischen Akten der Bewerberinnen und Bewerber, die nicht angestellt
wurden, werden zehn Jahre aufbewahrt.
4 Die Verwaltungseinheiten informieren den ärztlichen Dienst über die Beendigung
des Arbeitsverhältnisses der Angestellten und über die Nichtanstellung von Bewer- berinnen und Bewerbern.
5 Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die Daten dem Bundesarchiv zur
Übernahme angeboten. Die vom Bundesarchiv als nicht archivwürdig bezeichneten Daten werden vernichtet.
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Gliederungstitel vor Art. 41
2. Abschnitt: Informatiksystem des ärztlichen Dienstes
Art. 41 Zweck Das Informatiksystem des ärztlichen Dienstes dient der elektronischen Verwaltung, Bewirtschaftung und Ablage von Akten der Angestellten sowie der Bewerberinnen und Bewerber.
Art. 41a Zugriffsrechte Der ärztliche Dienst erteilt im Einzelfall seinen Mitarbeitenden nach ihrer Funktion und Rolle in der Applikation ein zeitlich und inhaltlich beschränktes Zugriffsrecht.
Art. 41b Protokollierung
1 Die Zugriffe und Änderungen im Informatiksystem des ärztlichen Dienstes werden
laufend protokolliert.
2 Die Protokolle werden während zwei Jahren vom ärztlichen Dienst aufbewahrt.
Art. 41c Verantwortlichkeit 1 Der ärztliche Dienst ist für das Informatiksystem des ärztlichen Dienstes verant- wortlich. 2 Die Informatikabteilung des Eigners des ärztlichen Dienstes ist für den technischen Betrieb des Informatiksystems des ärztlichen Dienstes verantwortlich und trifft angemessene organisatorische und technische Massnahmen zur Sicherung der Per- sonendaten.
II
1 Anhang 1 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
2 Diese Verordnung erhält die zusätzlichen Anhänge 4 und 5 gemäss Beilage.
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
III Die Finanzhaushaltverordnung vom 5. April 20064 wird wie folgt geändert:
Ingress gestützt auf das Bundesgesetz vom 7. Oktober 20055 über den eidgenössischen Finanzhaushalt (FHG) und Artikel 27e Absatz 7 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 20006 (BPG),
Art. 72 Sparkasse Bundespersonal
1 Im Rahmen der Bundestresorerie führt die Finanzverwaltung eine Sparkasse für
das Personal der Bundesverwaltung und für weitere dem Bund angeschlossene Personengruppen.
2 Das Finanzdepartement erlässt ein Reglement für die Sparkasse Bundespersonal
(SKB), das die Grundsätze ihrer Geschäftstätigkeit regelt. 3 Die SKB führt ein Informationssystem, das insbesondere folgende Daten enthalten kann: a. Personalien; b. unpersönliche Identifikationsnummer; c. Kontonummer; d. sämtliche nötigen Angaben gemäss dem Geldwäschereigesetz vom 10. Oktober 19977, einschliesslich Angaben über Vollmachten und wirt- schaftlich berechtigte Personen; e. Daten zu allen bereits bezogenen und derzeit genutzten Dienstleistungen.
IV Diese Änderung tritt am 1. Juli 2013 in Kraft.
7. Juni 2013 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Ueli Maurer Die Bundeskanzlerin: Corina Casanova
4 SR 611.01 5 SR 611.0 6 SR 172.220.1 7 SR 955.0
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Anhang 1 (Art. 8 und 10 Abs. 4)
BV PLUS Daten und Umfang des Zugriffs sowie Berechtigung zur Datenbearbeitung
Zeichenerklärung
Bemerkung Umfang Zweck M1 Mutieren nur mit schriftl. Auftrag VE A Ganze BV 1 Personalbewirtschaftung M2 Mutieren nur für betriebliche Notfälle B Mehrere Buchungskreise im Auftrag 2 Controlling/Genehmigung M3) Mutieren nur über HR-Portal C Eigener Buchungskreis 3 Revisionen M Mutieren D Eigene Daten 4 Controlling S Sichten E Eigene und Daten unterstellte MA 5 Betriebsunterstützung G Genehmigen 6 Technischer Betrieb
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Bezeichnung
EPA-CCHR (Support pflegen) BIT-CCSAP (Support pflegen) Fachdienstleistungszentren Revisoren Personaldienste Finanzdienste Mitarbeitende Vorgesetzte EFK
Nur via Portal S, M3) S, G, M3) Nur sichten S S S Mutieren M1 M2 M M Zweck 5 6 3 3 1 1 4 1 1, 2 Umfang A A A A B C C D E Personalmassnahmen M1 M2 S S M M S S Organisatorische Zuordnung M1 M2 S S M M S S S Daten zur Person M1 M2 S S M M M3) M3) Abrechnungsstatus M1 M2 S S M M M3) M3) Behinderungen M1 M2 S S M M Urlaubsanspruch M1 M2 S S M M S S Anschriften M1 M2 S S M M M3) M3) Sollarbeitszeit M1 M2 S S M M S S Basisbezüge M1 M2 S S M M S S Bankverbindungen M1 M2 S S M M M3) Externe Überweisungen M1 M2 S S M M Wiederkehrende Be- und Abzüge M1 M2 S S M M
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Bezeichnung
EPA-CCHR (Support pflegen) BIT-CCSAP (Support pflegen) Fachdienstleistungszentren Revisoren Personaldienste Finanzdienste Mitarbeitende Vorgesetzte EFK
Ergänzende Zahlungen M1 M2 S S M M Vertragsbestandteile M1 M2 S S M M S S Reiseprivilegien M1 M2 S S M M S Terminverfolgung M1 M2 S S M M S S Familie / Bezugsperson M1 M2 S S M M M3) M3) Ausbildung M1 M2 S M M S S Andere / Frühere Arbeitgeber M1 M2 S M M Qualifikationen S EDA Beurteilungen M1 M2 S M M Kostenverteilung M1 M2 S S M M S S Vollmachten M1 M2 S M M Betriebsinterne Daten M1 M2 S M M S S Statistiken M1 M2 S M M Betriebliche Funktionen M1 M2 S M M S S Belehrungen M1 M2 S M M Sozialversicherung Schweiz M1 M2 S S M M S S Versicherungen M1 M2 S S M M
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Bezeichnung
EPA-CCHR (Support pflegen) BIT-CCSAP (Support pflegen) Fachdienstleistungszentren Revisoren Personaldienste Finanzdienste Mitarbeitende Vorgesetzte EFK
Steuerdaten CH M1 M2 S S M M S S Leihgaben M1 M2 S S M M S S Datumsangaben M1 M2 S S M M S S Darlehen M1 M2 S S M M Aufenthaltsstatus M1 M2 S S M M Zeiterfassungsinformation M1 M2 S S M M S S Mitgliedschaften M1 M2 S S M M S Darlehenszahlungen M1 M2 S S M M Wehr-/Zivildienst M1 M2 S S M M M3) M3) Abgeltung Urlaubsansprüche M1 M2 S S M M S S Kommunikation M1 M2 S S M M S S Mitteilungen M1 M2 S S M M S Grunddaten Pensionskasse M1 M2 S S M M Individuelle Werte Pensionskasse M1 M2 S S M M Ergänzende Massnahmen M1 M2 S S M M Vorschlagswerte Arbeitszeitblatt M1 M2 S S M M Nebentätigkeit M1 M2 S S M M
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Bezeichnung
EPA-CCHR (Support pflegen) BIT-CCSAP (Support pflegen) Fachdienstleistungszentren Revisoren Personaldienste Finanzdienste Mitarbeitende Vorgesetzte EFK
Exportstatus S S S Zeitkontingentabgeltungen M1 M2 S S M M Datenübertragungsinformation S S S Ortszuschlag Amt M1 M2 S S M M S S Planung Personalkosten M1 M2 S S M M Aus- und Weiterbildungskosten CH M1 M2 S S M M Objekt (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M S S Objekt (Stelle) M1 M2 S S S Verknüpfung M1 M2 S S M M S S Verbale Beschreibung (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M Abteilung Stab (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M Sollbezahlung M1 M2 S S M M Vakanz M1 M2 S S M M Kontierungsmerkmale (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M Arbeitszeit (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M Mitarbeitergruppe / -kreis M1 M2 S S M M Kostenverteilung (Org-Einheit, Planstelle) M1 M2 S S M M S
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Schutz von Personaldaten in der Bundesverwaltung AS 2013
Bezeichnung
EPA-CCHR (Support pflegen) BIT-CCSAP (Support pflegen) Fachdienstleistungszentren Revisoren Personaldienste Finanzdienste Mitarbeitende Vorgesetzte EFK
Adressen (Org-Einheit) M1 M2 S M M Personalkategorie M1 M2 S M M Abwesenheiten M1 M2 S M M M3) S Anwesenheiten M1 M2 S M M M3) S Bereitschaft M1 M2 S M M M3) G, M3) Abwesenheitskontingente M1 M2 S M M S S Anwesenheitskontingente M1 M2 S M M M3) G, M3) Entgeltbelege M1 M2 S M M Zeitereignisse M1 M2 S M M M3) S Zeitumbuchungsvorgaben M1 M2 S M M S S Kontingentkorrektur M1 M2 S M M S Kostenplanung M1 M2 S S M M Auslandanrechte M1 M2 S S M M Zusatzinformation Basisbezüge M1 M2 S S M M S S Genehmigungen M1 M2 S S S M3) G
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Anhang 4 (Art. 36)
Daten des Dossiers der PSB
1 Stammdaten
1.1 Personalien
1.2 Beziehungen
1.3 Arbeitsverhältnis
1.4 Renten
1.5 Beratungsbereiche
2 Falldaten
2.1 Journal
2.2 Situationsanalyse
2.3 Grunddaten Case Management
2.4 Integrationsplan (inkl. Auswertung im Rahmen des Case Managements
PSB)
2.5 Lohnfortzahlung/Arbeitsunfähigkeit
2.6 Mittelzuteilung berufliche Integration
2.7 Gesuch an den Unterstützungsfonds für das Bundespersonal
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Anhang 5 (Art. 37)
Daten der medizinischen Akten
1 Stammdaten
1.1 Personalien (Name, Vorname, Geburtsdatum, AHV-Nummer, Beruf, Quali-
fikation, Funktion, vorgesetzte Person etc.)
1.2 Ärztinnen und Ärzte, Spitäler
1.3 Berufskategorien
1.4 Dienststellen und -orte
1.5 Kostenträger
2 Falldaten
2.1 Korrespondenz (Dienststellen, Arztberichte, Mitarbeitende oder deren Ver-
tretung, wie eine Anwältin oder ein Anwalt, eine Gewerkschaft etc.)
2.2 Leistungserfassung
2.3 Terminierungen
2.4 Untersuchungsresultate
2.5 Diagnosen
2.6 Medizinische Eignung
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