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AS 2013 4943

Verordnung des EDI über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse

Verordnung des EDI über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse

Änderung vom 25. November 2013

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) verordnet:

I Die Verordnung des EDI vom 23. November 20051 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse wird wie folgt geändert:

Art. 1 Abs. 1 Bst. a und abis

1 Diese Verordnung umschreibt die folgenden Lebensmittel, legt die Anforderungen

an sie sowie an die daraus hergestellten Erzeugnisse fest und regelt deren besondere Kennzeichnung: a. herkömmliches Speiseöl; abis. neuartiges Speiseöl;

Gliederungstitel vor Art. 2

2. Abschnitt: Herkömmliche Speiseöle

Art. 2 Definition herkömmlicher Speiseöle Herkömmliche Speiseöle stammen aus den Samen, Keimen oder Früchten von Pflanzen oder aus dem genusstauglichen Fettgewebe von Schlachtkörpern und Fischen. Sie bestehen vorwiegend aus Glycerinester der natürlichen Fettsäuren. Sie sind bei Raumtemperatur flüssig.

Art. 2a Herkömmliche Speiseölemit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl: Kategorien und Anforderungen

1 Herkömmliches Speiseöl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl, darf

mit geschmacksgebenden Zutaten wie Gewürzen oder Kräutern sowie mit Aromen aromatisiert werden.

2 In herkömmlichem Speiseöl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl, darf

der Säuregrad je 100 g Öl 10 ml NaOH (1 mol/l) nicht übersteigen.

1 SR 817.022.105

2012-1971 4943

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

3 Herkömmliches Speiseöl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl, gilt als:

a. «kaltgepresst» (bzw. «kaltgeschlagen», «nativ», «nativ extra», «naturbelas- sen» oder «unraffiniert»), wenn:

1. es durch Pressung oder Zentrifugierung aus zuvor nicht erhitzten Roh-

stoffen gewonnen wurde,

2. die Temperatur bei der Pressung 50 °C nicht überstiegen hat, und

3. es keiner Raffination, d. h. keiner Neutralisation, keiner Behandlung

mit Adsorbentien, Bleicherde und keiner Ausdämpfung unterworfen wurde; b. «schonend gedämpft», wenn sich die Raffination ausschliesslich auf eine Ausdämpfung beschränkt hat und dabei 130 °C nicht überschritten worden sind; c. «kaltgepresst, schonend gedämpft», wenn:

1. es nach Buchstabe a Ziffern 1 und 2 erzeugt wurde, und

2. nach Buchstabe b gedämpft wurde;

d. «schonend raffiniert», wenn das Öl unter milden Bedingungen raffiniert wurde.

Art. 2b Olivenöl und Oliventresteröl: Definitionen, Herstellungsverfahren, Güteklassen, zur Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten zugelassene Kategorien

1 In dieser Verordnung bedeuten:

a. natives Olivenöl: aus der Frucht des Ölbaums gewonnenes Öl; b. raffiniertes Olivenöl: durch Raffinieren von nativem Olivenöl gewonnenes Öl; c. Olivenöl: Verschnitt von nativem und raffiniertem Olivenöl, ausser Lam- pantöl; d. rohes Oliventresteröl: Öl aus Oliventrester, das den für diese Kategorie vor- gesehenen Merkmalen nach Anhang 1 entspricht und entweder durch Behandlung mit Lösungsmitteln oder auf physikalische Weise gewonnen wurde oder das, mit Ausnahme bestimmter Anforderungen nach Anhang 1 Lampantöl entspricht; nicht als rohes Oliventresteröl gilt Öl, das durch Wiederveresterungsverfahren oder durch Mischung mit Ölen anderer Art gewonnen wurde; e. raffiniertes Oliventresteröl: Öl, das durch Raffinieren von rohem Oliven- tresteröl gewonnen wurde; f. Oliventresteröl: Verschnitt von raffiniertem Oliventresteröl mit nativem Olivenöl, ausser Lampantöl.

2 Zur Herstellung und Gewinnung von nativem Olivenöl sind ausschliesslich

mechanische oder sonstige physikalische Verfahren unter Bedingungen zulässig, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen. Zur Reinigung und Abtrennung sind

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtrieren zulässig. Öl, das mittels Lösungsmitteln, chemischen oder biochemischen Hilfsmitteln oder durch Wieder- veresterungsverfahren gewonnen wurde, sowie jede Mischung mit Ölen anderer Art gilt nicht als natives Olivenöl.

3 Natives Olivenöl wird in folgende Güteklassen eingeteilt:

a. natives Olivenöl extra; b. natives Olivenöl; c. Lampantöl.

4 An die Konsumentinnen und Konsumenten dürfen nur abgegeben werden:

a. Olivenöl; b. natives Olivenöl; c. natives Olivenöl extra; d. Oliventresteröl.

Art. 3 Anforderungen an herkömmliche Speiseöle im Allgemeinen Die Summe der Trans-Fettsäuren darf 2 g pro 100 g pflanzliches herkömmliches Speiseöl nicht überschreiten.

Art. 3a Besondere Anforderungen an Olivenöl und Oliventresteröl

1 Für Olivenöl und Oliventresteröl gelten die Anforderungen nach Artikel 3 und

nach Anhang 1. Es gelten die Probenahme- und Analysemethoden gemäss den Anhängen Ia und II–XX der Verordnung (EWG) Nr. 2568/912.

2 Für Olivenöl gelten überdies die folgenden Anforderungen:

a. Die Angabe «erste Kaltpressung» ist nur zulässig bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl, das durch die erste mechanische Pressung der Oli- venmasse bei höchstens 27 °C in einem traditionellen Extraktionssystem mit hydraulischer Presse gewonnen wurde. b. Die Angabe «Kaltextraktion» ist nur zulässig bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl, das durch Perkolation oder Zentrifugierung der Oliven- masse bei höchstens 27 °C gewonnen wurde.

Art. 3b Besondere Anforderungen an Fischöl 1 Rohstoffe, die zur Zubereitung von Fischöl für den menschlichen Verzehr verwen- det werden, müssen: a. aus genusstauglichen Fischereierzeugnissen stammen;

2 Verordnung (EWG) Nr. 2568/91 der Kommission vom 11. Juli 1991 über die Merkmale von Olivenölen und Oliventresterölen sowie die Verfahren zu ihrer Bestimmung, ABl. L 248 vom 5.9.1991, S.1; zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 61/2011, ABl. L 23 vom 27.1.2011, S. 1.

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

b. von Betrieben einschliesslich Fischereifahrzeugen stammen, die nach Arti- kel 12 LGV gemeldet oder nach Artikel 13 LGV bewilligt sind; c. hygienisch einwandfrei befördert und gelagert werden; d. so schnell wie möglich gekühlt und bei Temperaturen nach Artikel 44 der Hygieneverordnung des EDI vom 23. November 20053 gelagert werden.

2 Vom Abkühlen nach Absatz 1 Buchstabe d kann abgesehen werden, wenn:

a. unzerteilte Fischereierzeugnisse unmittelbar zur Zubereitung von Fischöl für den menschlichen Verzehr verwendet werden; b. die Rohstoffe innert 36 Stunden nach dem Aufladen verarbeitet werden; c. die Frischekriterien eingehalten werden; und d. die unverarbeiteten Fischereierzeugnisse die Grenzwerte für flüchtige Basenstickstoffe (TVB-N) gemäss Anhang II Abschnitt II Kapitel I Ziffer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2074/20054 nicht überschreiten.

3 Beim Verfahren zur Herstellung von rohem Fischöl muss gewährleistet sein, dass

sämtliches zur Verwendung bestimmtes Rohmaterial einer Behandlung unterzogen wird, die, je nach Rohmaterial, die Schritte Erwärmen, Pressen, Trennen, Zentri- fugieren, Verarbeiten, Raffinieren und Reinigen umfasst, bevor das Endprodukt in den Verkehr gebracht wird.

4 Entsprechen die Rohstoffe und die Herstellungsverfahren den Anforderungen an

Fischöl für den menschlichen Verzehr, so können im selben Betrieb sowohl Fischöl für den menschlichen Verzehr als auch nicht für den menschlichen Verzehr bestimmtes Fischöl hergestellt und gelagert werden.

Art. 4 Sachbezeichnung für herkömmliche Speiseöle mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl

1 Für Mischungen von herkömmlichen Speiseölen, die kein Olivenöl oder Oliven-

tresteröl enthalten, gilt Folgendes: a. Sie müssen als «Speiseöl» bezeichnet werden. b. Bei ausschliesslicher Verwendung von pflanzlichen Ölen ist die Bezeich- nung «Pflanzenöl» zulässig. c. Die Sachbezeichnung kann auch durch Nennung der verschiedenen verwen- deten Rohstoffe erfolgen, wenn deren Gehalte mengenmässig angegeben werden, z. B. «Sonnenblumenöl mit 15 % Sesamöl».

3 SR 817.024.1 4 Verordnung (EG) Nr. 2074/2005 der Kommission vom 5. Dez. 2005 zur Festlegung von Durchführungsvorschriften für bestimmte unter die Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates fallende Erzeugnisse und für die in den Verord- nungen (EG) Nr. 854/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates und (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vorgesehenen amtlichen Kontrollen, zur Abweichung von der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 853/2004 und (EG) Nr. 854/2004, ABl. L 338 vom 22.12.2005, S. 27; zuletzt geändert durch Verord- nung (EG) Nr. 1022/2008, ABl. L 277 vom 18.10.2008, S. 18.

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

2 Aromatisierte herkömmliche Speiseöle, mit Ausnahme von Olivenöl und Oli-

ventresteröl, müssen in der Sachbezeichnung einen Hinweis auf die Aromatisierung enthalten (z.B. «mit Kräutern» oder «mit Trüffel-Aroma»).

Art. 4a Bestimmungen für die Sachbezeichnung für Olivenöl und Oliventresteröl und für Mischungen mit diesen Ölen

1 Als Sachbezeichnung für Olivenöl und Oliventresteröl müssen die in Artikel 2b

Absätze 1 und 3 aufgeführten Bezeichnungen verwendet werden.

2 Wird bei Mischungen von Pflanzenölen mit Olivenöl, nativem Olivenöl oder

nativem Olivenöl extra durch Text, Bild oder grafische Darstellung auf den Oli- venölgehalt hingewiesen, so muss die Sachbezeichnung «Mischung von Pflan- zenölen mit Olivenöl» lauten.

3 Wird einer Mischung Oliventresteröl beigegeben, so muss die Bezeichnung «Oli-

ventresteröl» verwendet werden.

Art. 5 Übrige Kennzeichnung von Speiseölen mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl 1 Herkömmliches Speiseöl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl, darf als «kaltgepresst», «kaltgeschlagen», «nativ», «nativ extra», «naturbelassen», «unraffi- niert» gekennzeichnet werden, wenn es die entsprechenden Anforderungen nach Artikel 2a erfüllt.

2 Ganz oder teilweise gehärtetes Öl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventreste-

röl, muss als solches bezeichnet werden (z.B. «Sonnenblumenöl gehärtet» oder «Speiseöl, teilweise gehärtet»).

3 Für Öl, mit Ausnahme von Olivenöl und Oliventresteröl, das als Zutat verwendet

wird, gilt Absatz 2 sinngemäss.

Art. 5a Übrige Kennzeichnung von Olivenöl und Oliventresteröl

1 Die folgenden Öle müssen deutlich erkennbar zusätzlich zur Sachbezeichnung,

nicht aber in unmittelbarer Nähe, die folgenden Angaben tragen: a. natives Olivenöl extra: «erste Güteklasse –direkt aus Oliven aus- schliesslich mit mechanischen Verfahren gewonnen»; b. natives Olivenöl: «– direkt aus Oliven ausschliesslich mit mechanischen Verfahren gewonnen»; c. Olivenöl, bestehend aus raffi- «– enthält ausschliesslich raffiniertes Oli- niertem Olivenöl und nativem venöl und direkt aus Oliven gewonnenes Olivenöl: Öl»; d. Oliventresteröl: «– enthält ausschliesslich Öl aus der Be- handlung von Rückständen der Olivenöl- gewinnung und direkt aus Oliven gewon- nenes Öl»; oder

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

e. «– enthält ausschliesslich Öl aus der Be- handlung von Oliventrester und direkt aus Oliven gewonnenes Öl».

2 Auf organoleptische Eigenschaften betreffend Geschmack oder Geruch darf nur

bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl hingewiesen werden. Die Begriffe nach Anhang XII Ziffer 3.3 der Verordnung (EWG) Nr. 2568/915 dürfen nur zur Kennzeichnung verwendet werden, wenn sie auf den Ergebnissen einer in Anhang XII der Verordnung (EWG) Nr. 2568/91 vorgesehenen organoleptischen Prüfung basieren.

3 Die Angabe des Säuregehalts beziehungsweise des Säurehöchstgehalts bei Oliven-

öl, nativem Olivenöl, nativem Olivenöl extra und Oliventresteröl ist nur zulässig, wenn zusätzlich die nach den Anhängen III, IX und XX der Verordnung (EWG) Nr. 2568/91 bestimmten Werte der Peroxidzahl, des Wachsgehalts und der Absorp- tion im Ultraviolettbereich in gleicher Schriftgrösse und im gleichen Sichtfeld angeführt werden. 4 Bei Mischungen nach Artikel 4a Absatz 2 darf durch Bilder oder grafische Darstel- lungen in der Etikettierung auf den Olivenölgehalt nur dann hingewiesen werden, wenn dieser mehr als 50 Prozent beträgt.

5 Wird bei anderen Lebensmitteln als nach Artikel 4a Absatz 2 im Rahmen der

Kennzeichnung, ausserhalb der Zutatenliste, durch Text, Bild oder grafische Darstel- lungen auf das Vorhandensein von Olivenöl oder Oliventresteröl hingewiesen, so muss der Anteil Olivenöl oder Oliventresteröl als Prozentsatz des Nettogesamt- gewichts unmittelbar nach der Sachbezeichnung angegeben werden. Anstelle des Anteils Olivenöl oder Oliventresteröl am Nettogesamtgewicht kann der prozentuale Anteil des Olivenöls oder Oliventresteröls am Gesamtfettgewicht angegeben wer- den. Davon ausgenommen sind Thunfisch in Olivenöl und Sardinen in Olivenöl.

Gliederungstitel vor Art. 5b 2a. Abschnitt: Neuartige Speiseöle

Art. 5b Definition Neuartige Speiseöle sind Öle, die: a. nicht der Definition von herkömmlichen Speiseölen nach Artikel 2 entspre- chen; oder b. aufgrund spezifischer Eigenschaften nur zum Verzehr in teilweise einge- schränkten Mengen vorgesehen sind.

5 Siehe Fussnote zu Art. 3a Abs. 1

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Art. 5c Krillöl

1 Krillöl ist ein Lipidextrakt aus antarktischem Krill Euphausia superba. Zur

Gewinnung wird tiefgefrorener antarktischer Krill zerdrückt und einer Acetonex- traktion, Alkoholextraktion oder einem anderen geeigneten Verfahren unterzogen. Eiweisse und Krillmaterial werden durch Filtrierung vom Lipidextrakt entfernt. Allfällige Lösungsmittel- und Wasserrückstände werden durch Verdampfung ent- fernt.

2 Krillöl muss die Anforderungen nach Anhang 3 erfüllen.

3 Es darf ausschliesslich zu den in Anhang 3 aufgeführten Verwendungszwecken

und in den dort angegebenen Höchstmengen in Lebensmitteln in Verkehr gebracht werden.

4 Die Sachbezeichnung lautet «Lipidextrakt aus dem Krebstier antarktischer Krill

Euphausia superba».

Art. 5d Öl der Mikroalge Schizochytrium sp.

1 Öl der Mikroalge Schizochytrium sp. wird durch Hexanextraktion gewonnen. Es

hat einen hohen Gehalt an Docosahexaensäure (DHA) oder an Eicosapentaensäure (EPA) und DHA.

2 Es muss die Anforderungen nach Anhang 4 erfüllen.

3 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat für die in Anhang 4 aufgeführten

Verwendungszwecke in den dort angegebenen Höchstmengen in Lebensmitteln in Verkehr gebracht werden. 4 Lebensmittel, die Öl von Schizochytrium sp. enthalten, müssen in geeigneten und anerkannten nationalen oder internationalen Testverfahren (z.B. Verfahren der «Association of Analytical Chemists» [AOAC]) oxidative Stabilität aufweisen

5 Die Sachbezeichnung lautet « Öl der Mikroalge Schizochytrium sp.».

Art. 5e Raffiniertes Echiumöl

1 Raffiniertes Echiumöl wird durch Raffinieren von Öl aus den Samen von Echium

plantagineum gewonnen.

2 Es muss die Anforderungen nach Anhang 5 erfüllen.

3 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat für die in Anhang 5 aufgeführten

Verwendungszwecke in den dort angegebenen Höchstmengen in Lebensmitteln in Verkehr gebracht werden.

4 Die Sachbezeichnung lautet «raffiniertes Echiumöl».

Art. 5f Raffiniertes Allanblackia-Saatöl 1 Raffiniertes Allanblackia-Saatöl wird aus den Samen der Allanblackia-Spezies A. floribunda (A. parviflora) oder A. stuhlmannii gewonnen.

2 Es muss die Anforderungen nach Anhang 6 erfüllen.

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

3 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat zur Verwendung in gelben Streich- fetten und Brotaufstrichen auf Rahmbasis in Verkehr gebracht werden.

4 Die Sachbezeichnung lautet «Allanblackia-Saatöl».

Art. 5g Rapsöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen

1 Rapsöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen wird mittels Vakuum-

destillation hergestellt. Es unterscheidet sich von raffiniertem Rapsöl in der höheren Konzentration des unverseifbaren Anteils (1 g/100 g bei raffiniertem Rapsöl und

9 g/100 g bei Rapsöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen).

2 Es muss einer Behandlung mit Aktivkohle unterzogen werden, um zu gewährleis-

ten, dass bei der Herstellung keine polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) angereichert werden.

3 Es muss die Anforderungen nach Anhang 7 erfüllen.

4 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat zur Verwendung in Nahrungsergän-

zungsmitteln und Ergänzungsnahrung in den Verkehr gebracht werden.

5 Die maximale Menge an Rapsöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen

in einer Tagesration gemäss Anhang 3 der Verordnung des EDI vom 23. November 20056 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe zu Lebens- mitteln darf höchstens 1,5 g betragen.

6 Die Sachbezeichnung lautet «Rapsölauszug».

Art. 5h Öl aus der Mikroalge Ulkenia sp. 1 Öl aus der Mikroalge Ulkenia sp. wird durch Pressung oder Extraktion hergestellt.

2 Es muss die Anforderungen nach Anhang 8 erfüllen.

3 Es darf ausschliesslich für die in Anhang 8 genannten Verwendungszwecke in den

dort angegebenen Höchstmengen in Lebensmitteln in Verkehr gebracht werden.

4 Die Sachbezeichnung lautet «Öl aus der Mikroalge Ulkenia sp.».

Art. 5i Maiskeimöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen

1 Maiskeimöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen wird mittels Vaku-

umdestillation hergestellt. Es unterscheidet sich von raffiniertem Maiskeimöl in der Konzentration des unverseifbaren Anteils (1,2 g/100 g bei raffiniertem Maiskeimöl und 10 g/100 g bei Maiskeimöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen).

2 Es muss einer Behandlung mit Aktivkohle unterzogen werden, um zu gewährleis-

ten, dass bei der Herstellung keine polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) angereichert werden.

3 Es muss die Anforderungen nach Anhang 9 erfüllen.

6 SR 817.022.32

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

4 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat zur Verwendung in Nahrungsergän-

zungsmitteln und Ergänzungsnahrung in Verkehr gebracht werden.

5 Die maximale Menge an Maiskeimöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestand-

teilen in einer Tagesration gemäss Anhang 3 der Verordnung des EDI vom 23. November 20057 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe zu Lebensmitteln darf höchstens 2 g betragen.

6 Die Sachbezeichnung lautet «Maiskeimölauszug».

Art. 5j Pilzöl aus Mortierella alpina

1 Pilzöl aus Mortierella alpina wird durch Fermentation aus dem Pilz Mortierella

alpina gewonnen und ist reich an Arachidonsäure.

2 Es muss die Anforderungen nach Anhang 10 erfüllen.

3 Es darf ausschliesslich als Lebensmittelzutat zur Verwendung in Säuglingsan-

fangsnahrung und Folgenahrung gemäss den Artikeln 17–19 der Verordnung des EDI vom 23. November 20058 über Speziallebensmittel in Verkehr gebracht wer- den.

4 Die Hinzufügung von Pilzöl aus Mortierella alpina zu Säuglingsanfangsnahrung

und Folgenahrung wird durch seinen Gehalt an Arachidonsäure gemäss Anhang 2 der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speziallebensmittel beschränkt.

5 Die Sachbezeichnung lautet «Öl aus Mortierella alpina».

Art. 6 Abs. 1

1 Speisefette stammen aus den Samen, Keimen oder Früchten von Pflanzen oder aus

dem genusstauglichen Fettgewebe von Schlachtkörpern und Fischen. Speisefette bestehen vorwiegend aus Glycerinester der natürlichen Fettsäuren. Sie sind bei Raumtemperatur fest.

Art. 18 Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Vererinärwesen passt die Anhänge dieser Verordnung regelmässig dem Stand von Wissenschaft und Technik sowie dem Recht der wichtigsten Handelspartner der Schweiz an.

II

1 Anhang 1 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.

2 Diese Verordnung erhält neu die Anhänge 3–10 gemäss Beilage.

7 SR 817.022.32 8 SR 817.022.104

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

III

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. November 2013

1 Lebensmittel, die der Änderung vom 25. November 2013 dieser Verordnung nicht

entsprechen, dürfen noch bis 31. Dezember 2015 nach bisherigem Recht hergestellt, eingeführt und gekennzeichnet werden.

2 Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände nach bisherigem Recht an

Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

IV Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft.

25. November 2013 Eidgenössisches Departement des Innern: Alain Berset

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 1 (Art. 2b Abs. 1 Bst. d und 3a Abs. 1) Anforderungen an Olivenöle Teil 1 Kategorie Fettsäuremethylester Säuregehalt Peroxid- Wachse 2 Glycerinmono- Stigmastadien ECN42- Differenz K 232 K 270 Delta-K Sensorische Sensorische (FAME) und Fettsäure- (in Ölsäure) zahl (PV) mg/kg (**) palmitat (%) mg/kg (1) zwischen HPLC- (*) (*) (*) Prüfung Prüfung ethylester (FAEE) (%) (*) meq O2 Messwert und Fehlermedian Fruchtigkeits- /kg (*) theoretischer (Md) (*) median (Mf) Berechnung (*)

1. Natives Σ FAME + FAEE ≤ 0,8 ≤ 20 ≤ 250 ≤ 0,9 wenn ≤ 0,10 ≤ 0,2 ≤ 2,50 ≤ 0,22 ≤ 0,01 Md = 0 Mf > 0 Olivenöl extra ≤ 75 mg/kg oder Gesamtgehalt

75 mg/kg an Palmitinsäure

<Σ FAME + FAEE ≤ 14 % ≤ 150 mg/kg und ≤ 1,0 wenn (FAEE/FAME) Gesamtgehalt ≤ 1,5 an Palmitinsäure > 14 % 2. Natives – ≤ 2,0 ≤ 20 ≤ 250 ≤ 0,9 wenn ≤ 0,10 ≤ 0,2 ≤ 2,60 ≤ 0,25 ≤ 0,01 Md ≤ 3,5 Mf > 0 Olivenöl Gesamtgehalt an Palmitinsäure ≤ 14 % ≤ 1,0 wenn Gesamtgehalt an Palmitinsäure > 14 %

3. Lampantöl – > 2,0 – ≤ 300 (3) ≤ 0,9 wenn ≤ 0,50 ≤ 0,3 – – – Md –

Gesamtgehalt an > 3,5 (2) Palmitinsäure ≤ 14 % ≤ 1,1 wenn Gesamtgehalt an Palmitinsäure > 14 %

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Kategorie Fettsäuremethylester Säuregehalt Peroxid- Wachse 2 Glycerinmono- Stigmastadien ECN42- Differenz K 232 K 270 Delta-K Sensorische Sensorische (FAME) und Fettsäure- (in Ölsäure) zahl (PV) mg/kg (**) palmitat (%) mg/kg (1) zwischen HPLC- (*) (*) (*) Prüfung Prüfung ethylester (FAEE) (%) (*) meq O2 Messwert und Fehlermedian Fruchtigkeits- /kg (*) theoretischer (Md) (*) median (Mf) Berechnung (*)

4. Raffiniertes – ≤ 0,3 ≤5 ≤ 350 ≤ 0,9 wenn – ≤ 0,3 – ≤ 1,10 ≤ 0,16 – –

Olivenöl Gesamtgehalt an Palmitinsäure ≤ 14 % ≤ 1,1 wenn Gesamtgehalt an Palmitinsäure > 14 %

5. Olivenöl – – ≤ 1,0 ≤ 15 ≤ 350 ≤ 0,9 wenn – ≤ 0,3 – ≤ 0,90 ≤ 0,15 – –

bestehend aus Gesamtgehalt raffinierten und an Palmitinsäure nativen ≤ 14 % Olivenölen ≤ 1,0 wenn Gesamtgehalt an Palmitinsäure > 14 %

6. Rohes – – – > 350 (4) ≤ 1,4 – ≤ 0,6 – – – – –

Oliventresteröl

7. Raffiniertes – ≤ 0,3 ≤5 > 350 ≤ 1,4 – ≤ 0,5 – ≤ 2,00 ≤ 0,20 – –

Oliventresteröl

8. Oliven- – ≤ 1,0 ≤ 15 > 350 ≤ 1,2 – ≤ 0,5 – ≤ 1,70 ≤ 0,18 – –

tresteröl

(1) Summe der mittels Kapillarsäure (nicht) abtrennbaren Isomere. (2) Oder wenn der Fehlermedian höchstens 3,5 beträgt oder der Fruchtigkeitsmedian gleich 0 ist. (3) Öl mit einem Wachsgehalt zwischen 300 mg/kg und 350 mg/kg wird als Lampantöl eingestuft, wenn der Gesamtgehalt an aliphatischen Alkoholen höchstens

350 mg/kg oder der Gehalt an Erytrodiol und Uvaol höchstens 3,5 % beträgt.

(4) Öl mit einem Wachsgehalt zwischen 300 mg/kg und 350 mg/kg wird als rohes Oliventresteröl eingestuft, wenn der Gesamtgehalt an aliphatischen Alkoholen höchstens 350 mg/kg oder der Gehalt an Erytrodiol und Uvaol über 3,5 % beträgt.

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Anmerkungen: a. Die Analyseergebnisse müssen bis auf die gleiche Anzahl Dezimalstellen angegeben werden wie die für jedes Merkmal vorgesehenen Werte. Beträgt die nächstfolgende Dezimalstelle über 4, so ist die angegebene letzte Stelle hinter dem Komma aufzurunden. b. Stimmt ein einziges Merkmal nicht mit dem vorgesehenen Grenzwert überein, so muss das Öl einer anderen Kategorie zugeordnet werden oder als nicht seinen Reinheitskriterien entsprechend erklärt werden. c. Die mit einem Stern (*) gekennzeichneten Ölqualitätsmerkmale bedeuten: – im Falle von Lampantöl, dass die betreffenden Grenzwerte nicht alle gleichzeitig erfüllt werden müssen; – im Falle nativer Olivenöle, dass die Nichterfüllung des Grenzwerts auch nur eines einzigen Merkmals eine Umstufung innerhalb der Kategorie der nativen Olivenöle zur Folge hat. d. Die mit zwei Sternen (**) gekennzeichneten Ölqualitätsmerkmale bedeuten im Fall der betreffenden Oliventresteröle, dass die jeweiligen Grenzwerte nicht alle gleichzeitig erfüllt werden müssen.

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Anforderungen an Olivenöle Teil 2 Kategorie Gehalt an Fettsäuren (1) Summe Summe Zusammensetzung der Sterine Sterine Erythro- trans- trans- insgesamt diol und Isomere Isomere (mg/kg) Uvaol Ölsäure Linol- (%) (**) (%) und Linolen- säure (%)

Myristin- Linolen- Arachin- Eicosen- Behen- Lignoce- Choleste- Brassica- Cam- Stigmaste- Beta- Delta-7- säure säure säure säure säure rinsäure rin (%) sterin pesterin rin (%) Sitosterin Stigmas- (%) (%) (%) (%) (%) (%) (%) (%) (%) (2) terin (%)

1. Natives Olivenöl ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,2 ≤ 0,2 ≤ 0,05 ≤ 0,05 ≤ 0,5 ≤ 0,1 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1000 ≤ 4,5 extra 2. Natives Olivenöl ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,2 ≤ 0,2 ≤ 0,05 ≤ 0,05 ≤ 0,5 ≤ 0,1 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1000 ≤ 4,5 3. Lampantöl ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,2 ≤ 0,2 ≤ 0,10 ≤ 0,10 ≤ 0,5 ≤ 0,1 ≤ 4,0 – ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1000 ≤ 4,5 (3) 4. Raffiniertes ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,2 ≤ 0,2 ≤ 0,20 ≤ 0,30 ≤ 0,5 ≤ 0,1 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1000 ≤ 4,5 Olivenöl 5. Olivenöl – ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,2 ≤ 0,2 ≤ 0,20 ≤ 0,30 ≤ 0,5 ≤ 0,1 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1000 ≤ 4,5 bestehend aus raffinierten und nativen Olivenölen 6. Rohes Oli- ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,3 ≤ 0,2 ≤ 0,20 ≤ 0,10 ≤ 0,5 ≤ 0,2 ≤ 4,0 – ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 2500 > 4,5 ventresteröl (4) 7. Raffiniertes ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,3 ≤ 0,2 ≤ 0,40 ≤ 0,35 ≤ 0,5 ≤ 0,2 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1800 > 4,5 Oliventresteröl 8. Oliventresteröl ≤ 0,05 ≤ 1,0 ≤ 0,6 ≤ 0,4 ≤ 0,3 ≤ 0,2 ≤ 0,40 ≤ 0,35 ≤ 0,5 ≤ 0,2 ≤ 4,0 < Camp. ≥ 93,0 ≤ 0,5 ≥ 1600 > 4,5

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

(1) Gehalt an anderen Fettsäuren (%): Palmitinsäure: 7,5–20,0; Palmitoleinäure: 0,3–3,5; Heptadecansäure: ≤ 0,3; Heptadecensäure: ≤ 0,3; Stearinsäure: 0,5–5,0; Ölsäure: 55,0–83,0; Linolsäure: 3,5–21,0 (2) Summe aus Delta-5,23-Stigmastadienol+Clerosterin+Beta-Sitosterin+Sitostanol+Delta-5-Avenasterin+Delta-5,24-Stigmastadienol. (3) Öl mit einem Wachsgehalt zwischen 300 mg/kg und 350 mg/kg wird als Lampantöl eingestuft, wenn der Gesamtgehalt an aliphatischen Alkoholen höchsten

350 mg/kg oder der Gehalt an Erytrodiol und Uvaol höchstens 3,5 % beträgt.

(4) Öl mit einem Wachsgehalt zwischen 300 mg/kg und 350 mg/kg wird als rohes Oliventresteröl eingestuft, wenn der Gesamtgehalt an aliphatischen Alkoholen über 350 mg/kg oder der Gehalt an Erytrodiol und Uvaol über 3,5 % beträgt.

Anmerkungen: a. Die Analyseergebnisse müssen bis auf die gleiche Anzahl Dezimalstellen angegeben werden wie die für jedes Merkmal vorgesehenen Werte. Beträgt die nächstfolgende Dezimalstelle über 4, so ist die angegebene letzte Stelle hinter dem Komma aufzurunden. b. Auch wenn nur ein einziges Merkmal nicht mit dem vorgesehenen Grenzwert übereinstimmt, muss das Öl einer anderen Kategorie zugeordnet werden oder als nicht seinen Reinheitskriterien entsprechend erklärt werden. c. Die mit einem Stern (*) gekennzeichneten Ölqualitätsmerkmale bedeuten: – im Falle von Lampantöl, dass die betreffenden Grenzwerte nicht alle gleichzeitig erfüllt werden müssen; – im Falle nativer Olivenöle, dass die Nichterfüllung des Grenzwerts auch nur eines einzigen Merkmals eine Umstufung innerhalb der Kategorie der nativen Olivenöle zur Folge hat. d. Die mit zwei Sternen (**) gekennzeichneten Ölqualitätsmerkmale bedeuten im Fall der betreffenden Oliventresteröle, dass die jeweiligen Grenzwerte nicht alle gleichzeitig erfüllt werden müssen.

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 3 (Art. 5c)

Lipidextrakt aus antarktischem Krill Euphausia Superba

1 Anforderungen

Kriterium Gehalt

Verseifungszahl höchstens 185 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 0,2 meq O2 /kg Öl Feuchtigkeit und flüchtige Stoffe höchstens 0,9 % Phospholipide höchstens 50 % Trans-Fettsäuren höchstens 1 % EPA (Eicosapentaensäure) mindestens 15 % DHA (Docosahexaensäure) mindestens 7 %

2 Verwendungszwecke und Höchstmengen

Lebensmittelkategorie Höchstmenge für die Summe aus DHA und EPA

Milchprodukte, ausgenommen Getränke 200 mg/100 g oder auf Milchbasis für Käseerzeugnisse 600 mg/100 g Milchersatzprodukte, ausgenommen 200 mg/100 g oder Getränke für Käseersatzerzeugnisse 600 mg/100 g Streichfette und Salatsossen 600 mg/100 g Frühstückscerealien, Getreideriegel 500 mg/100 g Nahrungsergänzungsmittel und Ergän- 500 mg/Tagesration zungsnahrung Diätetische Lebensmittel für besondere Entsprechend den besonderen Ernäh- medizinische Zwecke rungsbedürfnissen des Personenkreises, für den die Produkte bestimmt sind Lebensmittel für eine 200 mg/Mahlzeitersatz gewichtskontrollierende Ernährung Backwaren (Brot und Brötchten) 200 mg/100 g Nichtalkoholische Getränke, Getränke 60 mg/100 g auf der Basis von Milch und Milchersatz- produkten

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 4 (Art. 5d)

Öl der Mikroalge Schizochytrium sp.

1 Anforderungen an Öl mit hohem Gehalt an DHA

Kriterium Gehalt

Säurewert höchstens 0,5 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 5,0 meq O2/kg Öl Feuchtigkeit und flüchtige Stoffe höchstens 0,05 % Unverseifbare Stoffe höchstens 4,5 % Trans-Fettsäuren höchstens 1 % DHA-Gehalt mindestens 32,0 %

2 Verwendungszwecke und Höchstmengen für Öle mit

hohem Gehalt an DHA Lebensmittelkategorie Höchstmenge für die Verwendung von DHA

Milchprodukte, ausgenommen Getränke 200 mg/100 g oder auf Milchbasis bei Käseerzeugnissen 600 mg/100 g Milchersatzprodukte, ausgenommen 200 mg/100 g oder bei Getränke Käseersatzerzeugnissen 600 mg/100 g Streichfett und Salatsaucen 600 mg/100 g Frühstückscerealien, Getreideriegel 500 mg/100 g Nahrungsergänzungsmittel und Ergän- 200 mg/Tagesration gemäss Hersteller- zungsnahrung empfehlung oder Anhang 3 der Verord- nung vom 23. November 20059 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe Diätetische Lebensmittel für besondere Gemäss den besonderen Ernährungs- medizinische Zwecke anforderungen derjenigen, für die die (bilanzierte Diäten) Produkte bestimmt sind Lebensmittel für eine 200 mg/Mahlzeitenersatz gewichtskontrollierende Ernährung Backwaren (Brote und Brötchen) 200 mg/100 g Nicht alkoholische Getränke 60 mg/100 ml (einschliesslich Getränke auf Milchbasis)

9 SR 817.022.32

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

3 Anforderungen an Öl mit hohem Gehalt an EPA und DHA

Kriterium Gehalt

Säurewert höchstens 0,5 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 5,0 meq O2/kg Öl Feuchtigkeit und flüchtige Stoffe höchstens 0,05 % Unverseifbare Stoffe höchstens 4,5 % Trans-Fettsäuren höchstens 1 % DHA-Gehalt mindestens 22.5 % EPA-Gehalt mindestens 10 %

4 Verwendungszwecke für Öle mit hohem Gehalt an EPA und DHA

Lebensmittelkategorie Höchstmenge für die Verwendung von DHA

Milchprodukte, ausgenommen Getränke 200 mg/100 g oder auf Milchbasis bei gereiftem Käse 600 mg/100 g Milchersatzprodukte inkl. aus Sojamilch, 200 mg/100 g oder ausgenommen Getränke bei Käseersatzprodukten 600 mg/100 g Streichfett und Salatsaucen 600 mg/100 g Speisefette 360 mg/100 g Frühstückscerealien, Getreideriegel 500 mg/100 g Backwaren (Brote, Brötchen und Kekse) 200 mg/100 g Nicht alkoholische Getränke 80 mg/100 ml (einschliesslich Getränke auf Milchbasis) Nahrungsergänzungsmittel und Ergän- 500 mg/Tagesration gemäss Hersteller- zungsnahrung empfehlung oder Anhang 3 der Verord- nung über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe Diätetische Lebensmittel für besondere Gemäss den besonderen Ernährungs- medizinische Zwecke anforderungen derjenigen, für die die (bilanzierte Diäten) Produkte bestimmt sind Lebensmittel für eine 250 mg/Mahlzeitenersatz gewichtskontrollierende Ernährung Andere Lebensmittel für eine besondere 200 mg/100 g Ernährung (RL 2009/39) ohne Säuglings- anfangs- und Folgenahrung

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Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 5 (Art. 5e)

Raffiniertes Echiumöl

1 Anforderungen

Kriterium Gehalt

Gehalt an Stearidonsäure mindestens 10 Gew.-% der Gesamtfett- säuren Trans-Fettsäuren höchstens 2 Gew.-% der Gesamtfett- säuren Säurezahl höchstens 0,6 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 5 meq O2/kg Unverseifbare Bestandteile höchstens 2 % Proteingehalt (Gesamtstickstoff) höchstens 20 μg/mL Pyrrolizidinalkaloide nicht nachweisbar bei einer Nachweis- grenze von 4 μg/kg

2 Verwendungszwecke und Höchstmengen

Lebensmittelkategorie Höchstgehalt an Stearidonsäure (STA)

Erzeugnisse auf Milchbasis und 250 mg/100 g; Trinkjoghurtbasis, angeboten in Einzel- 75 mg/100 g für Getränke portionen Käsezubereitungen 750 mg/100 g Streichfette und Salatsauce 750 mg/100 g Frühstückscerealien 625 mg/100 g Nahrungsergänzungsmittel und Ergän- 500 mg/Tagesration zungsnahrung Diätetische Lebensmittel für besondere entsprechend den besonderen Ernährungs- medizinische Zwecke bedürfnissen des Personenkreises, für den die Produkte bestimmt sind Lebensmittel für eine 250 mg je Mahlzeitersatz gewichtskontrollierende Ernährung

4961

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 6 (Art. 5f)

Raffiniertes Allanblackia-Saatöl

Anforderungen Kriterium Gehalt

Laurinsäure (C12:0) weniger als 1 % Myristinsäure (C14:0) weniger als 1 % Palmitinsäure (C16:0) weniger als 2 % Palmitoleinsäure (C16:1) weniger als 1 % Stearinsäure (C18:0) 45–58 % Ölsäure (C18:1) 40–51 % Linolsäure (C18:2) weniger als 1 % γ-Linolensäure (C18:3) weniger als 1 % Arachinsäure (C20:0) weniger als 1 % Freie Fettsäuren höchstens 0,1 % Trans-Fettsäuren höchstens 0,5 % Peroxidzahl (PV) höchstens. 0,8 meq O2/kg Jodzahl weniger als 46 g/100 g Unverseifbare Bestandteile höchstens 0,1 % Verseifungszahl 185–198 mg KOH/g

4962

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 7 (Art. 5g)

Rapsöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen

Anforderungen Kriterium Gehalt

Unverseifbare Bestandteile mehr als 7 g/100 g Tocopherole mehr als 0,8 g/100 g α-Tocopherol (%) 30–50 % γ-Tocopherol (%) 50–70 % δ-Tocopherol (%) weniger als 6 % Sterine, Triterpenalkohole, Methylsterine mehr als 5 g/100 g Palmitinsäure 3–8 % Stearinsäure 0,8–2,5 % Ölsäure 50–70 % Linolsäure 15–28 % Linolensäure 6–14 % Erucasäure weniger als 2 % Säurezahl höchstens 6 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 10 meq O2/kg Eisen (Fe) weniger als 1000 μg/kg Kupfer (Cu) weniger als 100 μg/kg Polyzyklische aromatische Kohlen- weniger als 2 μg/kg wasserstoffe (PAH) Benzo(a)pyren

4963

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 8 (Art. 5h)

Öl aus der Mikroalge Ulkenia sp.

1 Anforderungen

Kriterium Gehalt

Säurezahl höchstens 0,5 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 5,0 meq O2/kg Feuchtigkeit und flüchtige Stoffe höchstens 0,05 % Unverseifbare Stoffe höchstens 4,5 % Trans-Fettsäuren höchstens 1 % DHA-Gehalt mindestens 32,0 %

2 Verwendungszwecke und Höchtsmengen

Lebensmittelkategorie Höchstmenge für die Verwendung von DHA

Milchprodukte, ausgenommen Getränke 200 mg/100 g oder auf Milchbasis bei Käseerzeugnissen 600 mg/100 g Milchersatzprodukte, ausgenommen 200 mg/100 g oder Getränke bei Käseersatzerzeugnissen 600 mg/100 g Streichfett und Salatsaucen 600 mg/100 g Frühstückscerealien, Getreideriegel 500 mg/100 g Nahrungsergänzungsmittel und Ergän- 200 mg/Tagesration gemäss Hersteller- zungsnahrung empfehlung oder Anhang 3 der Verord- nung vom 23. November 200510 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe Diätetische Lebensmittel für besondere Gemäss den besonderen Ernährungs- medizinische Zwecke anforderungen derjenigen, für die die (bilanzierte Diäten) Produkte bestimmt sind Lebensmittel für eine 200 mg/Mahlzeitenersatz gewichtskontrollierende Ernährung Backwaren (Brote und Brötchen) 200 mg/100 g Nicht alkoholische Getränke 60 mg/100 ml (einschliesslich Getränke auf Milchbasis)

10 SR 817.022.32

4964

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 9 (Art. 5i)

Maiskeimöl mit hohem Anteil an unverseifbaren Bestandteilen

Anforderungen Kriterium Gehalt

Unverseifbare Bestandteile mehr als > 9 g/100 g Tocopherole mindestens 1,3 g/100 g α-Tocopherol (%) 10–25 % β-Tocopherol (%) weniger als 3 % γ-Tocopherol (%) 68–89 % δ-Tocopherol (%) weniger als 7 % Sterine, Triterpenalkohole, Methylsterine mehr als> 6,5g/100 g Palmitinsäure 10–20 % Stearinsäure weniger als 3,3 % Ölsäure 20–42,2 % Linolsäure 34–65,6 % Linolensäure weniger als 2 % Säurezahl höchstens 6 mg KOH/g Peroxidzahl (PV) höchstens 10 mEq O2/kg Eisen (Fe) weniger als 1500 μg/kg Kupfer (Cu) weniger als 100 μg/kg Polyzyklische aromatische Kohlen- weniger als 2 μg/kg wasserstoffe (PAH) Benzo(a)pyren

4965

Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse. V des EDI AS 2013

Anhang 10 (Art. 5j)

Pilzöl aus Mortierella alpina

Anforderungen Kriterium Gehalt

Arachidonsäure mindestens 38 % Peroxidzahl (PV) höchstens 5 meq O2/kg Säurezahl höchstens 0,8 mg KOH/g Anisidinzahl höchstens 20 Freie Fettsäuren höchstens 0,4 % Unverseifbare Bestandteile höchstens 3.5 % Farbe (Lovibond, 50,8 mm-Zelle): gelb11 höchstens 50 Farbe (Lovibond, 50,8 mm-Zelle): rot12 höchstens 10

11 Die Bestimmungen zur Farbe gelten nur für Pilzöl aus Mortierella alpina gemäss Entscheidung 2008/968/EG der Kommission vom 12. Dezember 2008 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von arachidonsäurereichem Öl aus Mortierella alpina als neuartige Lebensmittelzutat im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parla- ments und des Rates, ABl. L 344 vom 20.12.2008, S. 123. 12 Die Bestimmungen zur Farbe gelten nur für Pilzöl aus Mortierella alpina gemäss Entscheidung 2008/968/EG der Kommission vom 12. Dezember 2008 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von arachidonsäurereichem Öl aus Mortierella alpina als neuartige Lebensmittelzutat im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parla- ments und des Rates, ABl. L 344 vom 20.12.2008, S. 123.

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