AS 2018 4205
Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngern
Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngern (Dünger-Verordnung, DüV)
Änderung vom 31. Oktober 2018
Der Schweizerische Bundesrat verordnet:
I Die Dünger-Verordnung vom 10. Januar 20011 wird wie folgt geändert:
Art. 1 Abs. 2 Bst. c
2 Die Verordnung gilt nicht:
c. für Dünger, die für Wasserpflanzen in Aquarien bestimmt sind.
Art. 5 Abs. 2 Bst. cbis
2 Als Dünger im Sinne dieser Verordnung gelten:
cbis. mineralische Recyclingdünger: Dünger mit teilweise oder vollständig aus der kommunalen Abwasser-, Klärschlamm- oder Klärschlammaschenauf- bereitung gewonnenen Nährstoffen;
Art. 10 Abs. 1 Bst. b Ziff. 4bis
1 Folgende Dünger bedürfen zur Zulassung einer Bewilligung des BLW:
b. Dünger der folgenden Düngerkategorien: 4bis. mineralische Recyclingdünger,
1 SR 916.171
2018-1625 4205
Dünger-Verordnung AS 2018
Art. 12 Abs. 1 Bst. c
1 Das BLW kann vor Abschluss des Bewilligungsverfahrens während maximal fünf
Jahren nach Einreichung des Gesuches für einen Dünger eine provisorische Bewilli- gung erteilen, wenn dieser geeignet erscheint und weder die Umwelt noch mittelbar den Menschen gefährden kann und wenn: c. dieser ausschliesslich zu wissenschaftlichen Zwecken eingeführt oder aus- gebracht wird.
II Die Änderung anderer Erlasse wird im Anhang geregelt.
III Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.
31. Oktober 2018 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Alain Berset Der Bundeskanzler: Walter Thurnherr
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Dünger-Verordnung AS 2018
Anhang (Ziff. II)
Änderung anderer Erlasse
Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:
1. Abfallverordnung vom 4. Dezember 20152
Art. 15 Abs. 3
3 Bei der Rückgewinnung von Phosphor aus Abfällen nach Absatz 1 oder 2 sind die
in diesen Abfällen enthaltenen Schadstoffe nach dem Stand der Technik zu entfer- nen. Wird der zurückgewonnene Phosphor für die Herstellung eines Düngers ver- wendet, so müssen zudem die Anforderungen Anhang 2.6 Ziffer 2.2.4 ChemRRV 3 erfüllt sein.
2. Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung vom 18. Mai 20054
Anhang 2.6 Ziff. 2.2.1 Titel und Abs. 1 Einleitungssatz sowie 2.2.4
2.2.1 Organische Dünger, Recyclingdünger, ausgenommen
mineralische Recyclingdünger, sowie Hofdünger
1 Der Schadstoffgehalt von organischen Düngern, Recyclingdüngern, ausgenommen
mineralischen Recyclingdüngern, sowie Hofdüngern darf die folgenden Grenzwerte nicht übersteigen:
2.2.4 Mineralische Recyclingdünger
1 Der anorganische Schadstoffgehalt von mineralischen Recyclingdüngern mit
zurückgewonnenem Phosphor darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten:
Schadstoff Grenzwert in Gramm pro Tonne Phosphor (P)
Blei (Pb) 500 Cadmium (Cd) 25 Kupfer (Cu) 3 000 Nickel (Ni) 500 Quecksilber (Hg) 2
2 SR 814.600 3 SR 814.81 4 SR 814.81
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Dünger-Verordnung AS 2018
Schadstoff Grenzwert in Gramm pro Tonne Phosphor (P)
Zink (Zn) 10 000 Arsen (As) 100 Chrom (Cr) 1 000
2 Der organische Schadstoffgehalt von mineralischen Recyclingdüngern mit zurück-
gewonnenem Phosphor darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten:
Schadstoff Grenzwert
Polyzyklische aromatische Kohlen-
25 Gramm pro Tonne Phosphor (P)1
wasserstoffe (PAK) Polychlorierte Biphenyle (PCB) 0,5 Gramm pro Tonne Phosphor (P)2
120 Nanogramm I-TEQ pro Kilogramm
Dioxine (PCDD) und Furane (PCDF) Phosphor (P)3 1 Summe der folgenden 16 PAK-Leitverbindungen der EPA (Priority pollutants list): Naph- thalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)-fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-c,d)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen und Benzo(g,h,i)perylen 2 Summe der 7 Kongeneren gemäss IRMM (Institute for Reference Materials and Measure- ments), IUPAC-Nr. 28, 52, 101, 118, 138, 153, 180
3 I-TEQ = Internationale Toxizitätsäquivalente
3 Mineralische Recyclingdünger mit zurückgewonnenem Stickstoff oder Kalium
dürfen die Grenzwerte für Recyclingdünger nach Ziffer 2.2.1 nicht überschreiten.
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