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04.3558 · Postulat · 2004-10-07

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt:

1. die Stellung der Personen, die in der Schweiz humanwissenschaftlich forschen, unter den Aspekten der Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit, der Kompetenzentwicklung und des Wissenstransfers kritisch zu analysieren;

2. konkrete Massnahmen vorzuschlagen, um der Unzufriedenheit abzuhelfen, die sich aus der heutigen Situation ergibt.

Begründung

Die humanwissenschaftliche Forschung in der Schweiz, besonders die sozialwissenschaftliche, unterliegt mehrheitlich einer Logik der kurzen Frist. Im öffentlichen Bereich (Universitäten, Fachhochschulen und andere Institute) findet die Forschung meist im Rahmen von befristeten Projekten statt. Die Mittel stammen z. B. vom Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung oder aus öffentlichen und privaten Aufträgen zu angewandter Forschung. Private Forschungszentren und Wissenschaftsinstitute, die zuweilen eigentliche "Auftragsfabriken" sind, arbeiten gewinnorientiert oder streben zumindest eine kurzfristige Rentabilität an, was zu einer besonderen Stellung führt (so lässt sich z. B. eigenes Wissen nicht umsetzen oder verbreiten).

Daraus ergeben sich vor allem in zwei Bereichen Probleme: Gefährdet sind zum einen die Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit und die langfristige Wissensentwicklung, zum andern die optimale Nutzung der Kompetenzen der Forscherinnen und Forscher sowie deren Möglichkeiten, ihre Tätigkeiten nach einer umfassenderen Dynamik auszurichten als jener, die sich in der schlichten Erfüllung begrenzter Mandate erschöpft.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

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