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Gleichstellung. Mehr Frauen in technische, mathematische und naturwissenschaftliche Berufe

06.3843 · Postulat · 2006-12-20

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die krass unterdurchschnittliche Frauenvertretung in den technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungs- und Lehrgängen in der Sekundarstufe II in Zusammenarbeit mit den Kantonen erhöht werden kann.

Begründung

Am 9. November 2005 hat der Bundesrat das Postulat Fetz 05.3508 "Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Studiengängen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik" angenommen. Dieser Vorstoss bezieht sich ausschliesslich auf die Tertiärausbildung.

Ergänzend wird der Bundesrat mit diesem Postulat beauftragt, die Situation auch auf der Sekundarstufe II analysieren zu lassen und griffige Massnahmen zur Erhöhung der Frauenvertretung einzuleiten.

Artikel 8 Absatz 3 der Bundesverfassung verpflichtet zur tatsächlichen Gleichstellung in Ausbildung und Arbeit.

Die Schweiz wird seit langem von der OECD wegen der ungenügenden Vertretung von Frauen in diesen Lehr- und Ausbildungsgängen kritisiert. Die Situation ist alarmierend, weil logischerweise in den entsprechenden Branchen auch der grösste Mangel an Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern und qualifizierten Fachkräften besteht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache (vgl. Bildungsabschlüsse 2005, Sekundarstufe II und Tertiärstufe).

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat hat am 9. November 2005 für das Postulat 05.3508 (Fetz) Annahme beantragt. Das erwähnte Postulat bezieht sich vor allem auf die Ausbildungen des Tertiärbereichs. Das vorliegende Postulat wirft die gleichen Fragen für die Ausbildungen der Sekundarstufe II auf. Es ist konsequenterweise ebenfalls anzunehmen und im gleichen Zusammenhang zu behandeln.

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.