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19.3559 · Postulat · 2019-06-06

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, mit welchen Massnahmen und Mitteln der Eintrag von Reifenabrieb in Strassenbankette oder in Gewässer vermindert bzw. der Rückhalt von diesem Mikroplastik erhöht werden kann. Welche Studien und Abklärungen sind dazu gegebenenfalls noch notwendig? Welche weiteren Massnahmen (zusätzlich zu Saba) gedenkt der Bundesrat zu ergreifen?

Begründung

Autoreifenabrieb ist die grösste Quelle von Mikroplastik in der Umwelt. Zwar wird ein Teil durch die Abwasserbehandlung auf den Schweizer Nationalstrassen mit den sogenannten Saba (Strassenabwasserbehandlungsanlagen) eliminiert. Auch auf den vielen Kantons- und Gemeindestrassen entstehen jedoch Mikroteilchen, die allenfalls über Strassenbankette abfliessen oder letztlich in den ARA landen. Zudem funktionieren Reinigungsanlagen vor allem bei Regenwetter. Mikroplastik aus Reifenabrieb bleibt daher entweder im Strassenbankett haften, das der Entwässerung/Versickerung dient, oder es wird durch den (Fahr-)Wind in die weitere Umgebung verfrachtet. Ziel sollte es sein, die Entstehung zu verhindern oder - wenn dies nicht möglich ist - die Umweltauswirkungen zu vermindern.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Stellungnahme des Bundesrates

Aktuell laufen zum Thema "Mikroplastik durch Reifenabrieb" auf nationaler und internationaler Ebene verschiedene Forschungsarbeiten. Der Bundesrat ist bereit, nach Abschluss dieser Arbeiten den geforderten Bericht zu erstellen (voraussichtlich im Jahr 2021). Die Kohärenz mit den weiteren Berichten und Massnahmenplänen zum Themenbereich Plastik, die im Auftrag des Parlamentes erfolgen, wird sichergestellt.

Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.