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19.5100 · Fragestunde. Frage · 2019-03-06

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

In der Antwort auf die Motion 18.3348 bezeichnet der Bundesrat den Insektenschwund als besorgniserregend für Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig konstatiert er, dass er nur über limitierte Daten zum Stand des Insektensterbens verfügt oder zu dessen Veränderungen über die Zeit.

Vor diesem Hintergrund:

Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass es ein Controlling und Monitoring dazu braucht, ob ergriffene Schutz- und Fördermassnahmen zielführend und wirtschaftlich sind?

Stellungnahme des Bundesrates

Verschiedene Publikationen auf nationaler und internationaler Ebene belegen den Rückgang der Biodiversität und der Insekten. Deshalb steht für den Bundesrat vorerst die konsequente Umsetzung der genannten Aktionspläne im Vordergrund. Dafür müssten langfristig aber auch die notwendigen Mittel bereitgestellt werden. Zudem ist eine generelle Schonung der natürlichen Ressourcen anzustreben. So auch innerhalb der verschiedenen Sektoralpolitiken, wie beispielsweise der Landwirtschaft oder der Raumplanung. Ob die getroffenen Massnahmen zum Schutz und zur Aufwertung wertvoller Lebensräume sowie die Ressourcenschonung wirken, lassen bestehende Monitoringprogramme erkennen. Deren gezielte Ergänzung mit ausgewählten Insektengruppen könnte helfen, die Wirkungskontrolle und damit die Massnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt weiter zu optimieren. Diese Ergänzung des Monitorings wäre zunächst in einer Vorstudie zu prüfen. Unter anderem auch deshalb, weil die Kosten für ein solches Monitoring schwer abzuschätzen sind. Der Bundesrat hat im Aktionsplan Biodiversität das optimierte und modernisierte Datenmanagement bereits als zu prüfende Massnahme für die allfällige nächste Phase 2024-2027 formuliert.