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22.7805 · Fragestunde. Frage · 2022-09-21

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Rund 10 000 Hochrisikopatienten sind dringend auf Covid-Prophylaxe angewiesen. Der Bund hat 5000 Dosen beschafft. Diese sind seit Mai verfügbar, doch bis heute wurden nur wenige hundert Patienten behandelt.

Was unternimmt das BAG, um die betroffenen Patienten und deren betreuenden Ärzte über die bestehenden Therapieoptionen zu informieren und wie wird ein schneller und unbürokratischer Zugang sichergestellt?

Stellungnahme des Bundesrates

Es ist korrekt, dass nur wenige hundert Patienten mit Prophylaxen behandelt worden sind. Das Bundesamt für Gesundheit kennt die Gründe für diese zurückhaltende Verschreibungspraxis nicht. Das BAG informiert laufend und aktiv über die neuen Covid-19-Therapeutika, resp. -Prophylaxen. Entsprechende Informationsschreiben und -materialien zum Medikament Evusheld wurden medizinischen und pharmazeutischen Fachgesellschaften, Kantonsärztinnen und Kantonsärzten sowie den verabreichenden Zentren zur Verfügung gestellt. So wird sichergestellt, dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte ihre betroffenen Patientinnen und Patienten über die Prophylaxe aufklären und an ein Verabreichungszentrum überweisen. Zudem können sich Fachpersonen wie auch Patientinnen und Patienten auf der BAG-Website über die Covid-19-Prophylaxe informieren. Für den Patienten fallen keine Kosten an. Mit der Zulassung von Evusheld per 9. September 2022 ist es auch der Zulassungsinhaberin erlaubt, Fachkreise zusätzlich über die Prophylaxe zu informieren.