24.4679 · Postulat · 2024-12-20
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Überwiesen an den Bundesrat
Wortlaut
Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, welche Auswirkung der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere von generativer, auf die Energiestrategie 2050 haben könnte und wie man diese Entwicklungen begleiten könnte.
Begründung
Der massive Einsatz von KI, sei sie klassisch oder generativ, führt zu einer deutlichen Steigerungen des Energieverbrauchs, insbesondere des Stromverbrauchs. Gemäss der Internationalen Energieagentur könnte der Stromverbrauch im Zusammenhang mit Rechenzentren, KI und Kryptowährungen bis 2026 auf 590 Terawattstunden ansteigen – dies gegenüber 160 Terawattstunden im Jahr 2022. Der Grossteil der Steigerung hängt mit der KI zusammen und dieses Phänomen wird sich mit Sicherheit noch verstärken.
Um CO2-neutral zu werden und aus der Kernenergie auszusteigen, sieht die Energiestrategie 2050 des Bundes eine deutliche Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen sowie Massnahmen für die Energiesuffizienz vor. Aber reicht dies aus, um den zunehmenden Verbrauch der KI zu kompensieren?
Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht die aktuelle und künftige energetische Auswirkung der KI, insbesondere der generativen KI, zu beziffern. Der Bericht soll die möglichen Szenarien und die Risiken für die Energiestrategie und die CO2-Neutralität präzise darstellen. Wenn nötig soll er aufzeigen, mit welchen Anpassungen und Massnahmen die Energiestrategie eingehalten werden kann.
Antrag des Bundesrates
Annahme
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.