Lexipedia

24.7080 · Fragestunde. Frage · 2024-02-28

Justiz- und Polizeidepartement

Erledigt

Wortlaut

Einige Flüchtlingsorganisationen, SRK, ORS u.a., bieten Integrationsprogramme an.
In der Realität, vor allem bei verarbeitenden Gewerbe- und Industriebetrieben stellen wir fest, dass es äusserst anspruchsvoll ist, Flüchtlinge zu integrieren. Sprache, Mentalität, Arbeitseinstellung, sowie Pünktlichkeit scheinen je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich zu sein und bei den zuständigen betreuenden Personen der Organisationen nicht beliebt.
So werden Termineinhaltungen und Lieferfristen gefährdet.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat ist mit dem Fragestellenden einig, dass die berufliche Integration von geflüchteten Personen eine Herausforderung darstellt. Die Integration von vorläufig aufgenommen Personen und Flüchtlingen leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Fach- und Arbeitskräftemangels. Gemäss Auskünften der Kantone sind rund 80% der erwähnten Personen arbeitsmarktfähig. Die konkrete Umsetzung der Integrationsmassnahmen liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie können zu diesem Zweck verschiedene Organisationen beauftragen. Dem Bundesrat liegen keine Zahlen zu den einzelnen Projekten vor. Vielmehr prüft der Bund im Rahmen des Monitorings der Integrationsagenda Schweiz die Erreichung der vereinbarten Wirkungsziele. Ein Ziel der Integrationsagenda ist, dass spätestens sieben Jahre nach Einreise 50% der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen beruflich integriert sind. Das Monitoring des Staatssekretariats für Migration zeigt, dass sieben Jahre nach Einreise 55% (Einreisekohorte 2014) bzw. 62% (Einreisekohorte 2015) der vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlinge erwerbstätig sind.