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25.8105 · Fragestunde. Frage · 2025-12-03

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat antwortet auf meine Frage 24.7324, dass die Wildbienen auf der Roten Liste nicht wesentlich zur Bestäubung beitragen.
- Liegt dies daran, dass diese Wildbienen zunehmend bedrängt und inzwischen teilweise selten geworden sind oder gibt es dafür andere Gründe?
- Von welcher Bestäubung spricht er dabei?
- Gibt es Anzeichen oder Belege dafür, dass sich die Bestände der kritisch und stark gefährdeten, bzw. der verletzlichen und allen anderen Wildbienenarten erholen?
Falls nein, warum nicht?

Stellungnahme des Bundesrates

Der Begriff «Bestäubung» in der Antwort auf die Frage 24.7324 umfasst die gesamtökonomische Bestäubungsleistung von landwirtschaftlich relevanten Kulturen. Dies sind beispielsweise Obst, Beeren, Gemüse oder Ölsaaten. Agroscope schätzt, dass alle Wildbienen etwa zur Hälfte der Bestäubungsleistung beitragen. Grundsätzlich ist eine erfolgreiche Bestäubungsleistung auf eine Vielfalt von Bestäubern angewiesen. Gefährdete Wildbienenarten auf der Roten Liste sind einerseits selten und andererseits auf wenige Pflanzenarten spezialisiert. Quantitativ tragen sie deshalb wenig zur Bestäubung bei. Wildbienen stehen insgesamt unter Druck: die Vielfalt ihres Lebensraumes nimmt ab und Insektizide können eine negative Wirkung auf sie haben. Zudem können sie unter Nahrungsmangel und unter steigenden Temperaturen aufgrund des Klimawandels leiden. Einige Arten profitieren lokal von gezielten Fördermassnahmen. Eine generelle Erholung gefährdeter Wildbienenbestände ist aber bislang nicht feststellbar.

Welche Rolle spielen heute bedrohte Wildbienenarten für die Bestäubung? | Lexipedia | Lexipedia