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26.3094 · Interpellation · 2026-03-11

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat hat die Grundzüge der nächsten Botschaften zur Bahninfrastruktur bekanntgegeben. Er weist darauf hin, dass die Achse Genf‒Lausanne von zentraler Bedeutung ist, kündigt jedoch gleichzeitig an, dass der Bau der neuen Strecke zwischen Morges und Perroy auf eine zweite Phase verschoben wird. Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um bis zur Inbetriebnahme der Strecke Morges‒Perroy das Fernverkehrsangebot 2035 zwischen Lausanne und Genf auf einer veralteten Strecke zu gewährleisten, auf der es regelmässig zu Zwischenfällen kommt, die das gesamte Netz bis nach Zürich beeinträchtigen?

Stellungnahme des Bundesrates

Das Vorhaben Morges–Perroy verläuft planmässig. Die Phase Vorprojekt wurde im Herbst 2024 freigegeben und dauert voraussichtlich bis 2029. Es handelt sich um ein komplexes Grossprojekt, bei dem zunächst zahlreiche technische, rechtliche und umweltbezogene Aspekte geklärt werden müssen. Erst dann kann ein erfolgversprechendes Genehmigungsverfahren eingeleitet werden und eine termingerechte Durchführung der Arbeiten mit Inbetriebnahme im Jahr 2043 erfolgen. Zur besseren Kostenkontrolle will der Bundesrat künftig erst dann einen definitiven Entscheid über die Umsetzung von Ausbauprojekten fällen und die entsprechenden Mittel bereitstellen, wenn das Vorprojekt abgeschlossen ist. Das Projekt Morges–Perroy wird nicht verschoben. Auf Grundlage der für 2029 erwarteten Ergebnisse aus dem Vorprojekt sollen im Rahmen der Botschaft 2031 die Realisierung des Vorhabens und der dafür nötige Verpflichtungskredit bestätigt werden. In der Zwischenzeit können die Projektstudien normal weitergeführt werden. Der Zeitplan bleibt dadurch unverändert. Im Rahmen der Botschaft 2027 erarbeitet die SBB derzeit im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) einen Fahrplanentwurf 2035. Damit sollen die dringendsten Kapazitätsengpässe auf der Achse Lausanne–Genf entschärft werden, noch bevor die grossen Infrastrukturen, die zwischen 2038 (Tiefbahnhof Genf) und 2043 (Projekt Morges–Perroy) fertiggestellt werden sollen, in Betrieb gehen.