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26.3804 · Postulat · 2026-06-18

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Eingereicht

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht zu prüfen, wie die Verkehrssicherheit älterer Fahrzeuglenkenden verbessert werden kann. Der Bericht soll dabei folgende Punkte prüfen:
- Anreize für freiwillige Fahrkurse ab einem gewissen Alter (z.B. Sensibilisierung, Gutscheine)

- Obligatorische Kurse oder Praxistests

- Stufenweise Einschränkungen (z.B. nur Tagfahrten, kein Autobahnfahren)

- Potenzial von Fahrassistenzsystemen

Begründung

Die Gesellschaft wird immer älter. Mit zunehmendem Alter nehmen verkehrsmedizinische Einschränkungen wie beispielsweise mangelndes Sehvermögen oder Hirnleistungstörungen deutlich zu; die Einschätzung von Distanzen und Geschwindigkeiten wird schwieriger. 2025 verursachten über 70jährige Fahrzeuglenkende mehr Unfälle als Junglenkerinnen und Junglenker zwischen 18 und 24 Jahren. Die obligatorische medizinische Fahrtauglichkeitsprüfung ist breit akzeptiert und hilft seit den 1970er-Jahren mit, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, aber sie hat auch Grenzen. So prüft sie nur die Fahreignung. Gemäss Art. 14 SVP ist aber auch die Fahrkompetenz eine Voraussetzung für die Zulassung zum Strassenverkehr.