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preparatory:AB 272831

Gysi Barbara · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion · 2020-12-03

Wortprotokoll

Ich spreche namens der SP-Fraktion, die ebenfalls die Anträge des Bundesrates und der Kommission unterstützt und die Anliegen der Immobilienbotschaft umsetzen will. Ich möchte wie mein Vorredner ebenfalls die Gelegenheit nutzen, zwei übergeordnete Bemerkungen zu machen.

Einerseits zum ersten Bauvorhaben, der zweiten Bauetappe am Guisanplatz: Hier möchte ich vor allem das Thema aufnehmen, das auch der Kommissionssprecher schon angesprochen hat, nämlich das vermehrte Arbeiten von zuhause oder allenfalls von einem Coworking-Space aus, was auch in der Kommission intensiv diskutiert worden ist.

Grundsätzlich hat Covid gezeigt, dass mehr von zuhause aus gearbeitet wurde; es musste mehr von zuhause aus gearbeitet werden. Das ist ein Trend, der nicht mehr zu bremsen ist. Es ist auch wichtig, dass das der Bundesrat nicht nur als Sparmöglichkeit sieht, denn das ist nicht gratis zu haben. Es braucht weiterhin genügend Arbeitsplätze, um auch vor Ort arbeiten zu können. Wir wollen nicht, dass nur abgebaut wird. Aber es wird für die zukünftigen Unterbringungskonzepte sicher Auswirkungen haben, dass es weniger Arbeitsplätze braucht. Aber es braucht für die Personen, die vor Ort arbeiten, die eben nicht von zuhause aus arbeiten wollen oder können, genügend Arbeitsplätze. Es braucht aber auch genügend Schulung, Investitionen in die Infrastruktur zuhause oder in Coworking-Spaces. Homeoffice bedeutet auch einen Kulturwandel. Da braucht es wirklich genügend Unterstützung. Das wollen wir dem Bundesrat für die zukünftige Diskussion mitgeben.

Auch zum Laborneubau in Posieux habe ich noch eine Bemerkung: Einerseits ist es wirklich wichtig, dass die bestehenden Laborkapazitäten in Changins auch vollständig ausgenutzt werden. Es wurde uns versichert, das sei jetzt der Fall. Wir haben bei unserem Informationsbesuch letztes Jahr teilweise noch leere Laborräumlichkeiten gesehen. Anscheinend ist das dort jetzt mit Untermiete und eigener Nutzung wirklich ausgelastet.

Auf der anderen Seite ist es die Umsetzung einer schon vor Jahren angestossenen Strategie der Konzentration in Posieux. Die Arbeitsplätze von Liebefeld werden nach Posieux verschoben. Zusätzlich sollen die Laborkapazitäten in Posieux konzentriert werden. Das führt dazu, dass sehr viele Personen aus der Deutschschweiz, aus Zürich, aus Wädenswil und auch aus Tänikon, zukünftig in Posieux arbeiten müssen. Das muss gut begleitet werden. Auch da geht es nicht nur um Sparpakete oder Sparmöglichkeiten. Wir haben ja auch beschlossen - und der Bundesrat ist gehalten, das umzusetzen -, dass die Effizienzgewinne wirklich auch in die Forschung, nicht nur in die Forschung von Agroscope, sondern generell in die landwirtschaftliche Forschung investiert werden. Konzentration darf nicht ein Abbauprojekt sein.

Besten Dank für die Berücksichtigung dieser Bemerkungen und für die Unterstützung der bundesrätlichen Anträge.