preparatory:AB 376310
Hübscher Martin · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2026-06-10
Wortprotokoll
Vielen Dank für diese Frage. Es ist ganz wichtig, dass wir das wirklich alle verstehen: Wir sind nicht gegen Genossenschaften, sondern wir wollen, dass die Selbstbewirtschafter über den Boden entscheiden können. Das ist bei einer Genossenschaft per se nicht möglich, denn in einer Genossenschaft hat jeder Genossenschafter eine Stimme. Da kann man das nicht über das Kapital binden. Bei einer Genossenschaft hat der Staat nicht die Möglichkeit, zu kontrollieren, ob neue Genossenschafter dazukommen, ob Genossenschafter austreten oder ob die Genossenschafter dann jedes Mal auch das Kriterium der Selbstbewirtschaftung erfüllen. Das ist gar nicht handhabbar.
Es muss vielmehr so gehandhabt werden: Vier oder fünf Genossenschafter gründen z.[NB]B. eine GmbH, und sie können diese in eine Genossenschaft einbringen. Damit kann solidarische Landwirtschaft (Solawi) betrieben werden; das ist eigentlich jetzt schon möglich. Wenn dann diese Selbstbewirtschafter entscheiden, dass sie das nicht mehr wollen, dann wollen sie es nicht mehr. Dann haben eben die Selbstbewirtschafter die Hoheit, und es verschiebt sich nicht zu den Nichtselbstbewirtschaftern. Denn wir haben sehr grosse Genossenschaften, Migros und Coop sind auch Genossenschaften.