Universitätsspital, Gesamterneuerung Gebäudeautomation, zusätzliche Ausgabe
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 22. Dezember 2015
1197. Universitätsspital (Gesamterneuerung Gebäudeautomation,
Erwägungen
zusätzliche Ausgabe) Der Begriff «Gebäudeautomation» umfasst sämtliche Überwachungs-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen zum Betrieb haustechnischer Anlagen. Die Gebäudeautomation des Universitätsspitals ist veraltet und mit zahlreichen Mängeln behaftet. Dies betrifft nahezu alle Gebäude- teile des Universitätsspitals. Die entsprechenden Anlageteile müssen daher Zug um Zug ersetzt werden. Zu diesem Zweck wurde mit RRB Nr. 1712/2010 eine gebundene Ausgabe von Fr. 16 554 000 bewilligt. Die 2011 in Angriff genommene Erneuerung erstreckt sich über einen Zeit- raum von acht Jahren und wird voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein. Im Laufe der Ausführung hat sich gezeigt, dass der vorgesehene Kos- tenrahmen nicht eingehalten werden kann, da der Ersatzbedarf verschie- dener Anlageteile und der Aufwand zur Aufrechterhaltung des Betriebs während der Bauzeit deutlich höher sind, als ursprünglich angenommen. Im Einzelnen lautet die Begründung wie folgt: – Hauptziel des Projektes ist der Ersatz der Gebäudeleittechnik-Steuer- schränke, deren Lebensdauer längst überschritten ist. Im Kostenvor- anschlag ist zusätzlich ein Betrag für den Ersatz von einem Teil der Verkabelungen, die von diesen Steuerschränken auf die Feldgeräte der Lüftungs- und Heizungsanlagen führen, vorgesehen worden. Beim Er- satz der ersten von weit über 100 Anlagen ist klar geworden, dass deut- lich mehr Installationen und auch deutlich mehr Feldgeräte ersetzt werden müssen, als ursprünglich angenommen, insbesondere weil die neuen Steuerschränke an neuen Standorten platziert werden müssen, damit die Betriebsunterbrüche möglichst kurz gehalten werden kön- nen. Die bestehende Verkabelung ist dadurch zu kurz und muss er- setzt werden. – Für die meisten Anlagensteuerungen müssen als Übergangslösungen provisorische Steuerschränke und Verkabelungen erstellt werden. Ur- sprünglich wurde davon ausgegangen, dass bei vielen Anlagen Betriebs- unterbrüche während des Steuerungsersatzes tolerierbar sind. Aus be- trieblichen Gründen ist dies aus heutiger Sicht jedoch nur in Ausnahme- fällen möglich. – Neue Erkenntnisse in der mehrjährigen Ausführungsphase und unter- dessen gemachte Erfahrungen mit dem neuen Gebäudeleitsystem ha- ben gezeigt, dass Ergänzungen und Erweiterungen nötig sind.
– Der bauliche Mehraufwand erfordert einen entsprechenden Mehr- aufwand in der Planung. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die vor- handenen Unterlagen aufgrund der verschiedenen Änderungen und Anlagenanpassungen, die im Laufe der Zeit vorgenommen wurden, zu einem grossen Teil nicht mehr aktuell sind. Umfangreiche Aufnahmen des Ist-Zustandes sind deshalb erforderlich, die in diesem Umfang im ursprünglichen Kostenvoranschlag nicht enthalten sind. Aus diesen zusätzlichen Massnahmen ergeben sich Mehrkosten von rund Fr. 3 700 000. Dem steht eine Verkleinerung des Projektumfangs von Fr. 800 000 gegenüber. So entfallen einzelne Sanierungsmassnahmen, wie diejenigen im Nukleartrakt infolge des geplanten Rückbaus, oder sie wer- den im Rahmen anderer anstehender Projekte umgesetzt, wie bei der Sanierung des Magnetresonanzzentrums. Für das Projekt «Gesamterneuerung Gebäudeautomation» ergeben sich daraus per saldo Mehrkosten von rund Fr. 2 900 000. Das Universitäts- spital hat mit Schreiben vom 29. Juli 2015 die Erhöhung des Objektkre- dits um Fr. 2 896 000 von Fr. 16 554 000 auf Fr. 19 450 000 beantragt. Die Gesamtkosten setzen sich neu gemäss dem Kostenvoranschlag des Hochbauamts vom 15. Oktober 2015 (Kostenstand 1. April 2009, Genauig- keitsgrad ±10%) gerundet wie folgt zusammen: in Franken Vorbereitungsarbeiten 19 400 Gebäude 18 182 200 Baunebenkosten 80 800 Reserve (rund 6%) 1 167 600 Total (einschliesslich MWSt 8,0%) 19 450 000 Gemäss IPSAS errechnen sich die jährlichen Kapitalfolgekosten neu wie folgt: Kosten Kapitalfolgekosten Kontierung Zinsen (1,5%) Abschreibungssatz Abschreibung Fr. Fr. Fr. Konto 5041 1 00000 Hochbauten Rohbau 1 0,5% 102 200 800 3% 3 100 Konto 5041 2 00000 Hochbauten Rohbau 2 1,7% 339 400 2 500 3% 10 200 Konto 5041 3 00000 Hochbauten Ausbau 2,4% 458 900 3 400 3% 13 800 Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 95,4% 18 549 500 139 100 5% 927 500 Total (einschliesslich MWSt 8,0%) 100% 19 450 000 145 800 954 600 Total 19 450 000 1 100 400
Für das Vorhaben ist eine zusätzliche gebundene Ausgabe von Fr. 2 896 000 zu bewilligen. Die gesamte Ausgabe für die Gesamterneue- rung der Gebäudeautomation beträgt damit Fr. 19 450 000. Die Ausgabe geht zulasten des Kontos 6340.5041, Erneuerungsunterhalt Hochbauten. Bis Ende 2014 sind für das Vorhaben Zahlungen von rund Fr. 4 460 000 er- folgt. Im Budget 2015 sind Fr. 3 000 000 und im Budget 2016 Fr. 2 700 000 sowie im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2016–2019, für 2017 Fr. 2 800 000 und für 2018 Fr. 2 600 000 eingestellt. Die Finanzie- rung des Restbetrags von Fr. 2 900 000 im Planjahr 2019 ist durch Ver- schiebungen oder Kürzungen von anderen Projekten innerhalb der Leis- tungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation, sicherzustellen.
Dispositiv
Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für die Gesamterneuerung der Gebäudeautomation des Universi- tätsspitals wird zur Ausgabenbewilligung gemäss RRB Nr. 1712/2010 eine zusätzliche gebundene Ausgabe von Fr. 2 896 000 (Kostenstand 1. April 2009) zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation, bewilligt. Die gesamte zur Verfügung stehende Ausgabensumme beträgt damit Fr. 19 450 000.
II. Der Betrag wird nach Massgabe des Schweizerischen Baukosten- indexes gemäss nachfolgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Kostenstand 1. April 2009)
III. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Ge- sundheitsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi