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Universität Zürich, Rechtswissenschaftliches Institut, Rämistrasse 74, Umbau Labors, Ausgabe

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 2. Dezember 2009

1907. Universität Zürich, Rechtswissenschaftliches Institut, Rämistrasse 74 (Umbau Labors; Objektkredit)

Erwägungen

A. Ausgangslage Mit dem in den Jahren 2000 bis 2006 verwirklichten Projekt «Hof- einbau und Aufstockung» wurde das Gebäude Rämistrasse 74 für das Rechtswissenschaftliche Institut (RWI) umfassend umgebaut. Ziel der Umbaumassnahmen war es, die zuvor an verschiedenen Standorten untergebrachten Bereiche der rechtswissenschaftlichen Fakultät zu- sammenzuführen. In einer ersten Etappe wurde das bestehende Gebäude mit Neubau- ten im Hofbereich und einer Aufstockung der Flachdachbereiche erwei- tert. Die zweite Etappe umfasste sowohl die Anpassungen an die neue Nutzung des RWI als auch die Instandstellungs- und Umbauarbeiten im bestehenden Bauvolumen des Altbaus, die nicht in der ersten Etappe enthalten waren. Mit dem anstehenden Umbau der Labors zu Büros soll der letzte Abschnitt im Prozess der Gesamtsanierung des Gebäudes ausgeführt werden. Der Regierungsrat genehmigte mit Beschluss Nr. 177/2008 den ent- sprechenden Projektantrag gemäss § 15 der Immobilienverordnung und gab ihn für die Phase Projektierung frei. Für die damit verbundenen Kosten bewilligte die Bildungsdirektion mit Verfügung vom 11. Juli 2008 eine Ausgabe von Fr. 145 000. Das Projekt mit dem Kostenvoranschlag liegt vor. Die gesamten Kosten für die baulichen Massnahmen betragen Fr. 1 880 000.

B. Umbau Labors in Büros für das Rechtswissenschaftliche Institut Im Südtrakt des Erdgeschosses gibt es Laborflächen im Umfang von rund 400 m2 Hauptnutzfläche (HNF), die noch nicht zurückgebaut und an die Bedürfnisse des RWI angepasst worden sind. Mit dem vorliegen- den Projekt ist vorgesehen, die betroffenen Laborflächen in Büro- flächen umzubauen, da diese vom RWI dringend benötigt werden. Der Umbau soll erfolgen, sobald das Zentrum für Klinische Forschung (ZKF) des Universitätsspitals einen neuen Unterbringungsort gefun- den hat.

Dem Umbauperimeter wird ein einheitlicher Flächenstandard für allgemeine Büronutzung zugrunde gelegt, der sich an den für das RWI bereits zu Büros umgebauten Nutzflächen orientiert. Die Räume wer- den so ausgestattet, dass sie flexibel als Büros und auch als Arbeitsplät- ze für Studierende genutzt werden können.

C. Konzept Die Büros und Korridore werden analog zu dem in der zweiten Etappe umgesetzten Baukonzept umgebaut. Die bestehende Grundrissstruktur bleibt dabei bis auf die Unterteilung eines einzelnen Raumes unverän- dert. Ein neuer Korridorabschluss wird gemäss Brandschutzkonzept eingebaut. Die Metalldecken in den Korridoren werden entfernt und die Haus- technikinstallationen in die Bürozone verlagert. Die Korridore können hierdurch in ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückversetzt werden. Die Mehrzahl der Räume ist vor allem medientechnisch neu auszu- statten. Hierzu gehören im Einzelnen: Ersetzen der Beleuchtung in den Büros und in den Korridoren mit Einbau einer energiesparenden Steuerung über Bewegungsmelder, durchlaufende Brüstungskanäle in allen Bereichen für eine flexible Erschliessung, einschliesslich Verkabe- lung, neue Kabeltrassees im Korridor. Verschiedene von den Bauarbeiten nicht direkt betroffene Bauteile, wie z. B. Bodenbeläge und Deckenverkleidungen, sind noch in einem guten Zustand und müssen nicht erneuert werden. Im Bereich der Umgebung sowie an der Fassade sind ausser der In- standsetzung der Fenster keine weiteren Arbeiten notwendig.

D. Termine Der Umbau der Labors zu Büros soll 2010 erfolgen. Voraussetzung hierfür ist der zeitgerechte Auszug des ZKF des Universitätsspitals. Es ist vorgesehen, dass die entsprechenden Forschungsgruppen vorüberge- hend an die Gloriastrasse 30 verlegt werden, bis deren definitive Räume im Universitätsspital fertig umgebaut sind.

E. Finanzielles Bauprojekt Der Kostenvoranschlag des Hochbauamtes vom 14. Mai 2009 für das Bauprojekt beträgt Fr. 1 880 000 (Preisstand 1026,8 Punkte vom 1. April 2008). Er gliedert sich wie folgt:

Tabelle 1: Baukostenplan Baukostenplan (BKP) Arbeitsgattung Kosten 1 Vorbereitungsarbeiten 174 000 2 Gebäude 1 265 000 5 Baunebenkosten 23 000 6 Reserve (rund 7% von BKP 1, 2, 5, 9) 118 000 9 Ausstattung 300 000 1–9 Total Anlagekosten 1 880 000 Die Investitionskosten von insgesamt Fr. 1 880 000 setzen sich aus In- standsetzungs- und Erneuerungsmassnahmen zusammen. Für die Instand- setzungsmassnahmen ist eine gebundene Ausgabe von Fr. 1 880 000 zu bewilligen (§ 37 Abs. 2 lit. b CRG). In diesen Kosten sind die Projektie- rungskosten von Fr. 145 000 gemäss Kreditverfügung der Bildungs- direktion vom 11. Juli 2008 enthalten. Diese Verfügung ist aufzuheben. Die Investitionskosten gehen zulasten des Kantons (§ 39 Abs. 2 UniG). Die Finanzierung erfolgt über die Investitionsrechnung der Bildungs- direktion und geht zulasten der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität (Beiträge und Liegenschaften). Das Vorhaben ist im Budget 2009 und im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2010–2013 eingestellt. Tabelle 2: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2007–2008 2008–2009 2010–2011 Die Investitionskosten für die Instandsetzungsmassnahmen fallen in den folgenden Jahren an: Tabelle 3: Verteilung der Investitionskosten 2009–2011 2009 2010 2011 Investitionskosten in Franken 150 000 1 500 000 230 000

Tabelle 4: Bau- und Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (Fr.) (Bauteilgruppe) Fr. % Jahre Abschreibung Kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 108 296 5,7% 80 1 354 1 624 2 978 Hochbauten Rohbau 2 154 708 8,2% 40 3 868 2 321 6 188 Hochbauten Ausbau 550 073 29,3% 30 18 336 8 251 26 587 Hochbauten Installationen 742 599 39,5% 30 24 753 11 139 35 892 Ausstattung, Mobilien 324 324 17,3% 10 32 432 4 865 37 297 Total 1 880 000 100,0% 30,3* 80 743 28 200 108 943 * Kostengewichtete Nutzungsdauer

Die Kapitalfolgekosten definieren sich aus den nutzungsdauerge- wichteten, kalkulatorischen Abschreibungskosten und den kalkulato- rischen Zinskosten von 3% jährlich auf der Hälfte des gebundenen Kapitals. Die durchschnittlichen Kapitalfolgekosten aus der Ausgabe von Fr. 1 880 000 belaufen sich somit auf insgesamt Fr. 108 943 pro Jahr oder rund Fr. 272/m2 und Jahr HNF (Bezugsgrösse rund 400 m2 HNF). Aufgrund der Umbaumassnahmen entstehen keine personellen oder betrieblichen Folgekosten. Bundesbeiträge An die Investitionskosten kann der Kanton Zürich aufgrund des Bundesgesetzes über die Universitätsförderung keinen Beitrag erwar- ten.

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für den Umbau von Labors an der Rämistrasse 74, Zürich, wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 1 880 000 (Kostenstand 14. Mai 2009) zulas- ten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität (Beiträge und Liegenschaften), bewilligt.

II. Dieser Betrag erhöht oder vermindert sich entsprechend der Entwicklung des Zürcher Baukostenindexes. Der Preisstand beträgt 1026,8 Punkte (Stand 1. April 2008)

III. Die Verfügung der Bildungsdirektion vom 11. Juli 2008 wird auf- gehoben.

IV. Die Baudirektion wird mit der Ausführung beauftragt.

V. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Bil- dungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

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