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ZHAW Winterthur, Hauptgebäude, Instandsetzungsmassnahmen, gebundene Ausgabe

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 25. März 2020

294. Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur, Hauptgebäude, Instandsetzungsmassnahmen (gebundene Ausgabe)

Erwägungen

A. Ausgangslage Das Hauptgebäude der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen- schaften (ZHAW) in Winterthur (Gebäude TH) wurde in den Jahren 1877 bis 1878 erbaut. Das Gebäude ist im Inventar der kunst- und kulturhis- torischen Schutzobjekte von überkommunaler Bedeutung des Kantons Zürich erfasst. Die bestehende Bausubstanz des Gebäudes ist daher zu erhalten. Das Hauptgebäude der ZHAW wird in rund zehn Jahren im Rahmen der Strategie Campus T ZHAW Winterthur gesamtheitlich saniert. Da- mit bis dahin ein schadenfreier Betrieb gewährleistet werden kann, sind die grössten Mängel und Abnützungserscheinungen zu beheben. Die Arbeiten der Instandsetzungsmassnahmen im Hauptgebäude sind auf die bevorstehende Gesamtsanierung abgestimmt. Mittels der Machbar- keitsstudie vom 13. Juni 2019 wurden die baulichen Mängel und Schäden im Hauptgebäude ermittelt. Der Projektausschuss entschied, eine Instand- setzung in folgenden Bereichen durchzuführen: Fenster, Korridor/Halle Erdgeschoss, Sanierung/Umbau Herren- und Behindertentoiletten, Er- satz Evakuationsanlage, Sanierung Zimmer TH 267 sowie Sanierungen im Treppenhaus.

B. Projekt Instandsetzung Fenster Die historischen und aus denkmalpflegerischer Sicht als wertvoll ein- gestuften Doppelverglasungsfenster weisen situativ Probleme mit Kon- denswasser im Glaszwischenraum auf. Angesichts der bevorstehenden Gesamtsanierung des Hauptgebäudes werden die Fenster im Rahmen des Unterhalts neu gestrichen, gerichtet sowie die Überschlagsdichtungen er- setzt. Damit sollte der Problematik mit dem Kondenswasser in den Fens- tern entgegengewirkt werden können.

Korridor / Halle Erdgeschoss Die Beleuchtung ist unzureichend und nicht mehr zeitgemäss. Boden- beläge, Brandabschottungen und Brandschutztüren sind mit Altlasten (Asbest) belastet und müssen daher saniert werden. Die Haustechniklei- tungen zeigen zum Teil starke Korrosionsschäden. Zudem muss die Ka- nalisationsleitung im Boden der Halle sowie in der Damentoilette örtlich repariert werden. Herren- und Behindertentoilette Das Alter der Herren- und Behindertentoiletten sowie der schlechte Zustand der Kaltwasser- und Schmutzwasserleitungen bedingen eine ge- samtheitliche Instandsetzung der Nasszellen. Die Herren- und Behinder- tentoiletten werden in sämtlichen Geschossen saniert. Alle Oberflächen, Armaturen und Apparate werden erneuert. Eine Abluftanlage wird ein- gebaut und die schadhaften Leitungen werden saniert. Evakuationsanlage Die Signale der heute bestehenden Rasselanlage sind oft unklar oder missverständlich. Aus Sicherheitsgründen wird eine Evakuationsanlage nach entsprechenden Standards installiert. Mit dieser können auch sprach- liche Anweisungen übermittelt werden. Die entsprechende Anpassung er- fordert in jedem Raum Lautsprecher, die mit der Feuerwehrsprechstelle im Untergeschoss gekoppelt werden. Sanierung Zimmer TH 267 Das Leck einer Heizleitung hat im Zimmer TH 263 zu einem grossen Schaden geführt. Da die Installationen im Zimmer TH 267 zeitgleich erstellt wurden, werden die Heizleitungen auch dort geprüft und gege- benenfalls ersetzt. Die Instandsetzungsarbeiten im Zimmer TH 267 um- fassen den Boden, die Wände sowie notwendige Anpassungen im Bereich der Akustik und der Beleuchtung. Nach den Instandsetzungsarbeiten wird das Zimmer TH 267 weiterhin als Büro genutzt. Die im Treppenhaus des zweiten und dritten Obergeschosses sichtba- ren Risse sind durch das Zusammentreffen von zwei unterschiedlichen Wandkonstruktionen entstanden. Sie sind nicht auf statische Ursachen zurückzuführen. Die Risse werden repariert und eine Trennfuge zwischen den unterschiedlichen Wandkonstruktionen erstellt. Die Deckenbeleuch- tung wird ersetzt.

C. Finanzierung Die Kosten für die Instandsetzung des Hauptgebäudes der ZHAW in Winterthur belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag vom 9. Januar 2020 auf Fr. 2 200 000 und setzen sich wie folgt zusammen: Tabelle 1: Baukostenplan (BKP) BKP-Nr. Arbeitsgattung Kosten in Franken 1 Vorbereitungsarbeiten 153 000 2 Gebäude 1 807 000 4 Umgebung 10 000 5 Baunebenkosten 28 000 6 Reserve 202 000 Total (einschliesslich 7,7% MWSt) 2 200 000 Der Kostenvoranschlag weist eine Genauigkeit von +10% aus (Kosten- stand 9. Januar 2020: Zürcher Index der Wohnbaupreise: April 2019, Basis 1939, 1046,3 Punkte). In den Gesamtkosten von Fr. 2 200 000 sind die mit Verfügung des Im- mobilienamtes vom 18. Juli 2019 bewilligten Projektierungskosten von Fr. 240 000 enthalten. Die Verfügung ist bezüglich der Ausgabe aufzu- heben. Die Instandsetzung des Hauptgebäudes der ZHAW in Winterthur ist zur zeitgemässen Ausstattung und Erhaltung der Bausubstanz notwen- dig. Die Kosten von Fr. 2 200 000 sind daher gemäss § 37 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (LS 611) als gebundene Ausgabe durch den Regierungsrat zu bewilligen. Für das Bauprojekt sind in der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaf- ten Verwaltungsvermögen, im Budget 2020 und im Konsolidierten Ent- wicklungs- und Finanzplan (KEF) 2020–2023 Fr. 2 500 000 (Budget 2020: 2,2 Mio. Franken; KEF 2020–2023: 0,3 Mio. Franken) eingestellt. Tabelle 2: Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (in Franken) (Bauteilgruppe) in Franken in % Jahre Abschreibung kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 279 786 12,72 80 3 497 2 098 5 595 Hochbauten Rohbau 2 616 837 28,04 40 15 421 4 626 20 047 Hochbauten Ausbau 617 820 28,08 30 20 594 4 634 25 228 Hochbauten Installationen 685 557 31,16 30 22 852 5 142 27 994 Total 2 200 000 100 62 364 16 500 78 864 Die Kapitalfolgekosten betragen jährlich Fr. 78 864. Es fallen keine personellen und betrieblichen Folgekosten an.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion und der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Instandsetzung des Hauptgebäudes der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur wird eine gebundene Aus- gabe von Fr. 2 200 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungs- gruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, bewilligt.

II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Zürcher Indexes der Wohn- baupreise gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Indexstand April 2019)

III. Der mit Verfügung des Immobilienamtes vom 18. Juli 2019 be- willigte Projektierungskredit von Fr. 240 000 wird aufgehoben.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli

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