AS 2005 6017
Verordnung des EDI über Speisepilze und Hefe
Verordnung des EDI über Speisepilze und Hefe
vom 23. November 2005
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), gestützt auf die Artikel 4 Absatz 2, 26 Absätze 2 und 5 und 27 Absatz 3 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 23. November 20051 (LGV), verordnet:
1. Kapitel: Gegenstand und Geltungsbereich
Art. 1 Diese Verordnung umschreibt folgende Lebensmittel, legt die Anforderungen an sie fest und regelt deren besondere Kennzeichnung: a. Speisepilze; b. Hefe.
1. Abschnitt: Definitionen und allgemeine Anforderungen
Art. 2 1 Speisepilze sind die essbaren Fruchtkörper der höheren Pilzarten, die, erforderli- chenfalls nach einer entsprechenden Behandlung, als Nahrungsmittel geeignet sind.
2 Speisepilze dürfen mit einem der folgenden Verfahren haltbar gemacht werden:
a. Tiefkühlung; b. Pasteurisation; c. Sterilisation; d. Einlegen in Flüssigkeiten oder Lösungen; e. Trocknung; f. Gärung; g. Haltbarmachen für kurze Zeit durch Milchsäuregärung (silierte Pilze);
SR 817.022.106 1 SR 817.02; AS 2005 5451
2005-0171 6017
Speisepilze und Hefe. V des EDI AS 2005
h. andere geeignete Verfahren zur Verlängerung der Haltbarkeit; vorbehalten bleiben die Bestimmungen über bewilligungspflichtige Verfahren nach Arti- kel 20 LGV.
3 Verarbeitete Speisepilze sind Lebensmittel aus frischen oder haltbar gemachten
Speisepilzen, welche zu Granulat, Pulver, Pasten, Garniermassen, Extrakten oder Konzentraten verarbeitet worden sind und als solche oder in küchenfertigen Lebensmitteln an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
4 Speisepilze, die zum Konsum abgegeben werden, müssen genügend ausgewachsen
und ausgereift sein, sodass sie ohne besonderen Aufwand identifiziert werden kön- nen.
2. Abschnitt: Positivliste und Bewilligungen
Art. 3
2 Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kann auf begründeten Antrag hin weitere
Pilzarten bewilligen und deren Handelsformen bestimmen. Artikel 5 Absätze 3 und
3 Die Inhaberin oder der Inhaber der Bewilligung hat dem BAG neue Erkenntnisse
über die Pilzart bezüglich möglicher Gesundheitsgefährdungen unaufgefordert und unverzüglich zu melden.
3. Abschnitt: Besondere Anforderungen
Art. 4 Frische Speisepilze
1 Frische Speisepilze müssen einen artspezifischen Geruch und Geschmack aufwei-
sen; sie müssen sauber sein und dürfen nicht mit Wasser beschwert werden. 2 Speisepilze gelten nicht als frisch und dürfen nicht an Konsumentinnen und Kon- sumenten abgegeben werden, wenn: a. sie überreif, überlang gelagert oder beschädigt sind; b. sie von Schimmel oder von Insekten-, Schnecken- oder Madenfrass befallen sind; c. sich die gestochenen Stellen nicht ausschneiden lassen.
3 Frische Speisepilze dürfen vor der Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten
nur einer trockenen, mechanischen Reinigung der Oberfläche unterzogen werden.
4 Für den Transport und die Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten müssen
frische Speisepilze in flachen Gebinden so gelagert werden, dass sie nicht beschä- digt oder beschmutzt werden.
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Art. 5 Tiefgekühlte Speisepilze Tiefgekühlte Speisepilze müssen in ihrer Art, auch in geschnittener Form, klar erkennbar bleiben.
Art. 6 Getrocknete Speisepilze
1 Getrocknete Speisepilze dürfen nur nach Arten getrennt an Konsumentinnen und
Konsumenten abgegeben werden.
4 Der Anteil an Pilzteilen, der ein Sieb von 5 (±0,25) mm Maschenweite passiert
(Pilzbruch), darf 6 Massenprozent nicht überschreiten.
5 Der Wassergehalt von getrockneten Speisepilzen darf folgende Werte nicht über-
schreiten: a. gefriergetrocknete Pilze: 6 Massenprozent; b. luftgetrocknete Pilze: 12 Massenprozent; c. getrocknete Shiitake-Pilze: 13 Massenprozent.
Art. 7 Pilzgranulat und Pilzpulver 1 Pilzgranulat und Pilzpulver dürfen nur aus Speisepilzen hergestellt werden, die in Anhang 1 Spalte C.1 genannt sind.
2 Sie dürfen nur nach Arten getrennt und nicht mit anderen Zutaten vermischt an
Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
4 Der Wassergehalt darf 9 Massenprozent nicht überschreiten.
Art. 8 Speisepilze in Nasskonserven Zum Blanchieren von Speisepilzen für Nasskonserven dürfen verwendet werden: a. Speisesalz; b. die gemäss Zusatzstoffverordnung vom 23. November 20052 zugelassenen Zusatzstoffe.
Art. 9 Pilzpasten 1 Pilzpasten dürfen nur aus Speisepilzen hergestellt werden, die in Anhang 1 Spal- te C.3 genannt sind.
2 Die Herstellung von Pasten aus gemischten Speisepilzen ist verboten.
2 SR 817.022.31; AS 2005 6191
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3 Vorverpackten Pilzpasten dürfen, ausser Kochsalz und Speiseöl, keine Zutaten
beigemischt werden, die nicht von Speisepilzen stammen.
Art. 10 Garniermassen auf Pilzbasis 1 Für Garniermassen auf Pilzbasis dürfen nur Speisepilze verwendet werden, die in Anhang 1 Spalten C.3 und C.4 genannt sind. 2 Die Herstellung von Garniermassen auf Pilzbasis aus gemischten Speisepilzen ist verboten.
Art. 11 Jus de truffes 1 «Jus de truffes» ist der flüssige Extrakt, der durch das erstmalige Sterilisieren von ganzen Trüffeln oder Trüffelteilen der Arten Tuber melanosporum und Tuber bru- male entsteht.
2 Der Zusatz von Kochsalz (höchstens 5 Massenprozent), Gewürzen oder Brannt-
wein ist erlaubt.
Art. 12 Pilzextrakte und Pilzkonzentrate 1 Pilzextrakte sind mit Trinkwasser oder mit Speisefetten hergestellte Auszüge von Speisepilzen. Sie können mit Kochsalz haltbar gemacht werden. 2 Pilzkonzentrate sind Auszüge von Speisepilzen, die durch Eindicken bis zu einem zähflüssigen Zustand, auch unter Verwendung von Kochsalz, haltbar gemacht wor- den sind.
3 Pilztrockenkonzentrate sind Trockenprodukte aus Auszügen von Speisepilzen.
4 Pilzextrakte, Pilzkonzentrate und Pilztrockenkonzentrate dürfen nur aus kultivier- ten Speisepilzen nach Anhang 1 Spalte A und aus kontrollierten wild gewachsenen Speisepilzen nach Anhang 1 Spalten B.1 und B.2 hergestellt werden.
6 Bei Pilztrockenkonzentraten darf der Kochsalzgehalt nicht mehr als 5 Massen-
prozent, der Wassergehalt nicht mehr als 9 Massenprozent betragen.
Art. 13 Küchenfertige Lebensmittel mit Speisepilzen 1 Für küchenfertige Lebensmittel, die Speisepilze enthalten, dürfen nur kultivierte Speisepilze nach Anhang 1 Spalte A oder kontrollierte wild gewachsene Pilze nach Anhang 1 Spalten B.1 und C.1–C.4 verwendet werden.
2 Für die Zubereitung von Speisepilzen für küchenfertige Lebensmittel gelten die
Anforderungen von Artikel 2 Absatz 4 sowie die Artikel 4–10 sinngemäss.
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Art. 14 Vorverpackte Speisepilze Für vorverpackte Speisepilze, die an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden, gelten folgende Anforderungen: a. In Packungen von frischen und von tiefgefrorenen Speisepilzen sowie in Nasskonserven müssen annähernd gleich viele Pilzhüte wie Pilzfüsse enthal- ten sein. b. In Packungen von frischen, tiefgefrorenen und getrockneten Speisepilzen sowie in Nasskonserven sind ganze Hüte allein zulässig; c. Packungen mit Pilzfüssen allein dürfen nicht an Konsumentinnen und Kon- sumenten abgegeben werden.
Art. 15 Fehlertoleranzen Für den gewerbsmässigen Handel mit Speisepilzen gelten die Fehlertoleranzen nach Anhang 2.
4. Abschnitt: Kennzeichnung
Art. 16 Sachbezeichnung 1 Auf den Gebinden und Packungen von Speisepilzen ist die Pilzart anzugeben. Gibt es keine amtssprachliche Bezeichnung für die Pilzart oder ist sie nicht eindeutig, so muss die lateinische Bezeichnung angegeben werden. 2 Als «Trüffel» dürfen nur die in Anhang 1 Spalten B.1–C.4 aufgeführten Pilze der Gattung Tuber bezeichnet werden.
3 Bei vorverpackten Speisepilzen, die als ganze Hüte allein abgegeben werden,
lautet die Sachbezeichnung «X-Hüte» (X = Pilzart).
4 Die Sachbezeichnung von Garniermassen auf Pilzbasis lautet: «Garniermasse auf
Basis von X» (X = Pilzart). Der Pilzanteil in der Garniermasse ist in Massenprozen- ten neben der Sachbezeichnung anzugeben. 5 Die Sachbezeichnung von Pilzextrakten und Pilzkonzentraten lautet: «X-Extrakt», «X-Konzentrat» oder «X-Trockenkonzentrat» (X = Pilzart).
Art. 17 Übrige Kennzeichnung
23. November 20053 über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln
sind anzugeben: a. ein Hinweis wie «aus getrockneten Pilzen hergestellt» bei Produkten aus getrockneten Pilzen; b. der Produktionsbetrieb bei kultivierten frischen Speisepilzen.
3 SR 817.022.21; AS 2005 6159
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2 Getrüffelte Lebensmittel sind wie folgt zu kennzeichnen:
a. «getrüffelt», «truffé» oder «mit Trüffeln», wenn der Anteil an Trüffeln min- destens 3 Massenprozent, bezogen auf das Endprodukt, beträgt; b. «getrüffelt zu X %», «truffé à X %» oder «mit X % Trüffeln», wenn der Anteil an Trüffeln mindestens 1 Massenprozent, bezogen auf das End- produkt, beträgt. 3 Lebensmittel, deren Anteil an Trüffeln weniger als 1 Massenprozent, bezogen auf das Endprodukt, beträgt, dürfen nicht mit einem besonderen Hinweis auf Trüffel gekennzeichnet werden.
4 Auf Verpackungen von Nasskonserven mit gemischten Pilzen als Hauptbestandteil
müssen alle enthaltenen Pilzarten einzeln und mit der Gehaltsangabe in Massenpro- zent, bezogen auf die Pilzeinwaage, deklariert werden. Es gelten die Fehlergrenzen nach Artikel 20 Absatz 1 der Deklarationsverordnung vom 8. Juni 19984.
3. Kapitel: Hefe
Art. 18 Definitionen
1 Backhefe ist obergärige Kulturhefe (Saccharomyces cerevisiae und deren Hybri-
den), die zur Teiglockerung verwendet wird.
2 Presshefe ist von Wasser teilweise befreite Backhefe. Sie muss eine homogene,
feuchte, teigartige oder bröcklige Masse von graugelblicher Farbe bilden, darf sich nicht klebrig oder schmierig anfühlen und muss einen schwach säuerlichen, an Gärungsprodukte erinnernden Geruch besitzen.
3 Trockenbackhefe ist schonend getrocknete Backhefe, die vor der Verwendung
rehydratisiert werden muss. 4 Instanttrockenhefe ist schonend getrocknete Backhefe, die bei der Teigbereitung in trockener Form dem Mehl direkt zugemischt werden kann.
5 Flüssighefe ist Backhefe mit einem hohen Wassergehalt.
Art. 19 Anforderungen 1 Presshefe darf höchstens 1 Massenprozent Stärke (aus der Verwendung als Filter- hilfsmittel) und 0,3 Massenprozent Speiseöl (aus der Verwendung als Pfundieröl) enthalten. Der Wassergehalt darf 75 Massenprozent nicht übersteigen.
2 Die Trockenmasse von Trockenbackhefe muss mindestens 90, die Trockenmasse
von Instanttrockenhefe mindestens 93 Massenprozent betragen.
4 Hefeextrakt, der als solcher an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben
wird, darf nicht mehr als 25 Massenprozent Wasser und nicht mehr als 15 Massen-
4 SR 941.281
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prozent Speisesalz enthalten. Der Gehalt an Aminosäure-Stickstoff muss mindestens
4. Kapitel: Anpassung der Anhänge
Art. 20 Das BAG passt die Anhänge dieser Verordnung regelmässig dem Stand von Wis- senschaft und Technik sowie dem Recht der wichtigsten Handelspartner der Schweiz an.
5. Kapitel: Schlussbestimmungen
Art. 21 Aufhebung bisherigen Rechts Die Verordnung vom 26. Juni 19955 über Speisepilze wird aufgehoben.
Art. 22 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2006 in Kraft.
23. November 2005 Eidgenössisches Departement des Innern:
Pascal Couchepin
5 AS 1995 3337, 1997 1483, 2002 781, 2004 1099
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Anhang 1 (Art. 3 Abs. 1, 7 Abs. 1, 9 Abs. 1, 10 Abs. 1, 12 Abs. 4, 13 Abs. 1 und 16 Abs. 2)
Liste der als Speisepilze zulässigen Pilze (Positivliste)
Bemerkungen zur Positivliste
1. Für den Handel (Grosshandel, Detailhandel) sind die Speisepilze der Spal-
ten A, B.1 und C.1–C.4 zugelassen.
2. Für den direkten Verkauf am Marktstand (Wochenmarkt) sind nur die Spei-
sepilze der Spalte B.2 zugelassen.
3. Die Spaltenbezeichnungen bedeuten:
A Speisepilze, die kultiviert werden dürfen; B.1 und B.2 Speisepilze, die frisch abgegeben werden dürfen; C.1 Speisepilze, die getrocknet abgegeben werden dürfen; C.2 Speisepilze, die tiefgekühlt abgegeben werden dürfen; C.3 Speisepilze, die in Nasskonserven und Garniermassen abgegeben werden dürfen; C.4 Speisepilze, die nur in Garniermassen abgegeben werden dürfen.
4. Für den Eigenkonsum eignen sich die wild gewachsenen frischen Speisepil-
ze der Spalten B.1 und B.2 sowie weitere Pilze nach kantonaler Regelung und nach Kenntnisstand des amtlichen Pilzkontrolleurs oder der amtlichen Pilzkontrolleurin.
Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Agaricus Champignons, Egerlinge aestivalis (Moell.) Moell. Sommer- x arvensis Schff.: Fr. Schaf-, Weisser Anis- x x x x x x augustus Fr. Riesen- x bisporus (Lge.) Sing. weisser und brauner Zucht- x x x x x x (et varietates) campester (L.) Fr. Wiesen-, Feld- x haemorrhoidarius Kalchbr.: Grosser Wald-, Blut- x Schulz. macrosporus (Moell.: Schff.) Grossporiger x Pilat silvaticus Schff.: Secr. Wald- x silvicola (Vitt.) Sacc. Dünnfleischiger Anis- x Agrocybe Ackerlinge, Erdschüpplinge aegerita (Brig.) Sing. Südlicher x x x x x x Amanita Wulstlinge caesarea (Scop.: Fr.) Pers. Kaiserling x rubescens Pers.: Fr. Perlpilz x
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Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Armillariella mellea (Vahl: Fr.) Karst. Hallimasch x Auricularia polytrichia (Mont.) Sacc. Vielhaariges Judasohr x x x x x x Boletus Röhrlinge aereus Bull.: Fr. Schwarzer Steinpilz, Weisser Bronzeröhrling x x x x x appendiculatus Schff. Gelber Bronzeröhrling x x x x edulis Bull.: Fr. Herren-, Steinpilz x x x x x erythropus (Fr.: Fr.) Kromb- Schusterpilz x holz mamorensis Redeuilh Marokkanischer x x x x x pinophilus Pilat et Dermek Kiefernsteinpilz x x x x x reticulatus Schff. Sommersteinpilz x x x x x Calocybe Schönköpfe gambosa (Fr.) Singer Maipilz, Mairitterling x Calvatia Bauchpilze utriformis (Bull.: Pers.) Jaap Getäfelter Grossstäublig x Cantharellus Leistlinge cibarius (Fr.) Eierschwamm, Pfifferling x x x x x cinereus Pers.: Fr. Grauer Leistling x tubaeformis (Fr.) Trompetenpfifferling x x x x x xanthopus (Pers.) Duby Gelbe Kraterelle x x x x x
Cenococcum geophylum Fr. x x Chroogomphus Gelbfüsse helveticus (Sing.) Moser Helvetischer x rutilus (Schff.: Fr.) O. K. Kupferroter, Schmierling x Miller Clitocybe Trichterlinge geotropa (Bull.: Fr.) Quél. Mönchskopf x gibba (Pers.: Fr.) Kummer Ockerbrauner x odora (Bull.: Fr.) Kummer Anis- x Clitopilus prunulus (Scop.: Fr.) Mehlräsling, Mehlpilz x Kummer Coprinus Tintlinge comatus (Müll.: Fr.) Pers. Schopf-, Eier- x comatus (forma ovatus) Schopf-, gezüchtete x x x x x x (Scop.: Fr.) Fr.
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Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Cortinarius Schleierlinge praestans (Cord.) Gill. Schleiereule x Craterellus cornucopioides (L.: Fr.) Herbst-, Totentrompete x x x x x Pers. Dendropolyporus umbellatus (Pers.: Fr.) Jül. Eichhase, x ästiger Büschelporling Disciotis venosa (Pers.: Fr.) Boud. Aderbecherling x Fistulina hepatica (Schff.: Fr.) Wit. Ochsenzunge, Leberpilz x x x x x x Flammulina velutipes (Curt.: Fr.) Sing. Samtfussrübling x x x x x x Gomphidius Schmierlinge, Gelbfüsse glutinosus (Schff.: Fr.) Fr. Grosser, Kuhmaul x Gomphus clavatus (Pers.: Fr.) Gray Schweinsohr x x Grifola frondosa (Dicks.: Fr.) Gray Klapperschwamm, x x x x x x Laubporling Hericium erinaceus (Bull.: Fr.) Pers. Igelstachelbart, weisser Pom x x x x x x Pom Hirneola auricula-judae (Bull.: Fr.) Judasohr x x x x x x Berkeley Hydnum Stachel-, Stoppelpilze repandum L.: Fr. Semmelstoppelpilz x x x x x var. rufescens Fr. Rötender, Rostroter x x x x x Hygrocybe Saftlinge coccinea (Schff.: Fr.) Kirschroter x Kummer lacmus (Schum.) Orten et Violettgrauer x Watling pratensis (Pers.: Fr.) Murrill Orange- x punicea (Fr.: Fr.) Kummer Grösster x virginea (Wulf.: Fr.) Orten Glasigweisser x et Watling
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Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Hygrophorus Schnecklinge agathosmus (Fr.) Fr. Wohlriechender x camarophyllus (Alb.+Schw.: Russbrauner x Fr.) Dumée et al. discoideus (Pers.: Fr.) Fr. Braunscheibiger x hypothejus (Fr.: Fr.) Fr. Frost- x marzuolus (Fr.) Bres. März-, Schneepilz x x nemoreus (Pers.: Fr.) Fr. Wald- x pudorinus (Fr.) Fr. Orange- x pustulatus (Pers.: Fr.) Fr. Schwarzpunktierter x tephroleucus (Pers.: Fr.) Fr. Aschgrauer x Kuehneromyces mutabilis (Schff.: Fr.) Stockschwämmchen x x x Sing.+Smith Laccaria Bläulinge, Lacktrichterlinge amethystina (Hudson) Cke. Violetter, Amethistblauer x laccata (Scop.: Fr.) Cke. Rötlicher, Roter x Lactarius Milchlinge deliciosus (L.) Gray Echter, Edelreizker x x x x x deterrimus Gröger Bitterer, Fichtenreizker x x x x x ligniotus Fr. in Lindblad Mohrenkopf x x x x x picinus Fr. ss. Quél. Pechschwarzer x x x x x salmonicolor Heim+Lecl. Lachsreizker x x x x x sanguifluus Fr. Blutreizker x x x x x semisanguifluus Heim+Lecl. Halbblutreizker x x x x x volemus (Fr.) Fr. Milchbrätling x x x x x Langermannia gigantea (Batsch: Pers.) Riesenbovist x Rostkov. Leccinum Rauhfüsse carpini (Schulz in Michael) Hainbuchpilz x Moser: Reid duriusculum (Schulz.: in Fr.) Pappel- x Sing. rufum (Schff.) Kreisel Espenrotkappe, Kapuziner x scabrum (Bull.: Fr.) Gray Birkenpilz x x x x versipelle (Fr. in Fr. et Hök) Birkenrotkappe x Snell Lentinula Sägeblättlinge edodes (Berk.) Pegler Shiitake-Pilz x x x x x x
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Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Lepista Rötelritterlinge, -trichterlinge flaccida (Sowerby: Fr.) Pat. Fuchsiger Trichterling x irina (Fr.) Bigelow Veilchenritterling x nuda (Fr.: Fr.) Cke. Violetter Ritterling x x x paneolus (Fr.) Karsten Horngrauer Ritterling x saeva (Fr.) Orton Maskenritterling x sordida (Schum.: Fr.) Sing. Fleischbrauner Ritterling x Lycoperdon Stäublinge perlatum Pers. Flaschen x Lyophyllum Raslinge decastes (Fr.: Fr.) Sing. Büschelritterling x fumosum (Pers.: Fr.) Orton Frostritterling, Grauer Knäuel- x ulmarium (Bull.: Fr.) Kühn. Ulmen- x x x x x x Macrolepiota Riesenschirmlinge procera (Scop.: Fr.) Sing. Grosser, Parasol x rachodes (Vitt.) Sing. Rötender, Safran- x rickenii (Vel.) Bellu et Spitzwarziger x Lanzoni Marasmius Schwindlinge oreades (Bolt.: Fr.) Fr. Nelken-, Feld- x x x x x Melanoleuca Weichritterlinge brevipes (Bull.: Fr.) Pat. Kurzstieliger x cognata (Fr.) K.+M. Frühlings-, Falber- x grammopodia (Bull.: Fr.) Rillstieliger x Pat. melaleuca (Pers.: Fr.) Murr. Gemeiner x subalpina (Britz.) Almen- x Brsky.+Stangl. Morchella Morcheln conica Pers. Spitze Glocken- x x x x x = elata Fr. (et varietates) esculenta (L.: Fr.) Pers. Speise- x x x x x (et varietates) semilibera DC. Glocken-, Mützenmorchel x x x x x = gigas (Batsch: Fr.) Pers. (et varietates) Pholiota Schüpplinge, Flämmlinge nameco (T. Ito) Ito+Imai Klebriger Schüppling, x x Namekotakepilz, gezüchtetes, chinesisches, x x x x x x japanisches Stock- schwämmchen
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Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Pleurotus Seitlinge cornucopiae (Paul.: Pers.) Rillstieliger x x x x x x Rolland eryngii (DC.: Fr.) Quél. ssp. Kräuter- x x x x x x nebrodensis (Inz.) Sacc. ostreatus (Jacq.: Fr.) Austern- x x x x x x Kummer (et varietates) Pseudoclitocybe Gabeltrichterlinge cyathiformis (Bull.: Fr.) Kaffeebrauner x Sing. Ramaria Korallen botrytis (Pers.: Fr.) Ricken Hahnenkammähnliche x Rhizopogon roseolus (Corda) Th. Fries rötliche Wurzeltrüffel x Rhodocybe Tellerlinge, Bitterlinge gemina (Fr.) Kuiper et Würziger Tellerritterling x Noordeloos Rozites caperatus (Pers.: Fr.) Karst. Zigeuner, Reifpilz x Russula Täublinge aurea Pers. Gold- x cyanoxantha (Schff.) Fr. Frauen- x integra (L.) Fr. Brauner Leder- x mustelina Fr. Wiesel- x olivacea (Schff.) Fr. Olivbrauner x vesca Fr. Fleischroter Speise- x virescens (Schff.) Fr. Gefelderter Grün- x Sarcodon imbricatus (L.: Fr.) Karst. Habichts-, Rehpilz x x x x x Skutiger Porlinge confluens (Alb.+Schw.: Fr.) Semmel- x x Bond. et Singer ovinus (Schff.: Fr.) Schaf- x x Murrill Sparassis brevipes Krombholz Breitblättrige Glucke x x x x x x crispa (Wulfen in Jacquin) Krause Glucke, Fette Henne x x x x x x Fr. Stropharia Träuschlinge rugosoannulata Farlow Rotbrauner Riesen-, in Murr. Braunkappe x x x x x x
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Speisepilze und Hefe. V des EDI AS 2005
Pilzname lateinisch Pilzname deutsch A B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 C.4
Suillus Schmierröhrlinge bovinus (L.: Fr.) Roussel Kuh- x granulatus (L.: Fr.) O. Körnchen-, Schmerling x x x x x Kuntze grevillei (Klotsch) Sing. Gold- x luteus (L.: Fr.) Roussel Butterpilz x x x x x Terfezia arenaria (Moris) Trappe x x x x boudieri Chat. x x x x pfeilii Hennings x x x x Tremella Zitterlinge fuciformis Berk. Spindelförmiger, Weisser x x x x x x Tricholoma Ritterlinge columbetta (Fr.) Kummer Seidiger x matsutake Ito+Imai Krokodilritterling, x x x x Matsutake portentosum (Fr.) Quél. Schwarzfaseriger x x x x Tuber Trüffel aestivum Vitt. Sommer- x x x x x f. uncinatum (Chat.) Mon- Herbst- tecchi et Borelli albidum Pico x x x x (syn.: Tuber borchii Vitt.) brumale Vitt. Winter- x x x x magnatum (Pico) Vitt. Piemont-, Alba- x x x x melanosporum Vitt. Perigord- x x x x Ustilago maydis Fr. Maispilz x x x x x x Verpa Verpel bohemica (Krombholz) Böhmische, Runzel- x x x x x Schroeter Volvariella Scheidlinge esculenta (Massee) Sing. Reisstroh- x x x x x x Xerocomus Filzröhrlinge badius (Fr.: Fr.) Kühner: Maronen- x x x x x Gilb. chrysenteron (Bull.) Quél. Rotfuss- x f. rubellus Oolbekkink Blutroter x subtomentosus (L.: Fr.) Quél. Ziegenlippe x
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Speisepilze und Hefe. V des EDI AS 2005
Anhang 2 (Art. 15)
Fehlertoleranzen für Pilze
Anmerkung: Alle Angaben gelten als Höchstwerte in Massenprozent im Prüflos.
Handelsform Art des Fehlers
Minera- Organische Verkohlte Verschim- Madig perforierte Pilze lische Verunrei- oder ange- melte Verunrei- nigunga) kohlte Pilze, von nigung Pilze blossem Auge sichtbar
Total davon schwere Beschädi- gungenb)
Frische Speisepilze – aus Kulturen stammende 0,5 8c) – – 1 0,5 – wild gewachsene 1 0,3 – – 6 2 Tiefgefrorene Speisepilze – aus Kulturen stammende 0,2 0,02 – – 1 0,5 – wild gewachsene 0,2 0,02 – – 6 2 Getrocknete Speisepilze – aus Kulturen stammende 2 1 2 2 0,5 – – wild gewachsene 2 1 2 2 – d)
Pilzgranulat und Pilzpulver 2 – – – – – Pilze in Nasskonserven inkl. Pilzpasten – aus Kulturen stammende 0,2 0,02 – – 1 0,5 – wild gewachsene 0,2 0,02 – – 6 2 a) Verunreinigungen pflanzlicher Herkunft b) vier und mehr Einstiche pro Pilz c) inkl. anhaftender Kompost d) Differenz zu 15 Prozent Gesamtfehler
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