AS 2013 4919
Verordnung des EDI über Speziallebensmittel
Verordnung des EDI über Speziallebensmittel
Änderung vom 25. November 2013
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) verordnet:
I Die Verordnung des EDI vom 23. November 20051 über Speziallebensmittel wird wie folgt geändert:
Ersatz eines Ausdrucks Im ganzen Erlass wird «BAG» ersetzt durch «BLV».
Art. 2 Abs. 2 Bst. i, v und w
2 Als Speziallebensmittel gelten:
i. Aufgehoben v. Aufgehoben w. Lebensmittel mit Zusatz von Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern (Art. 23a).
Art. 3 Abs. 4
4 Speziallebensmittel dürfen nur vorverpackt an Konsumentinnen und Konsumenten
abgegeben werden, ausser wenn sie an Ort und Stelle konsumiert werden oder es sich um Lebensmittel nach Artikel 5 oder 9 handelt.
Art. 4 Abs. 1 Bst. b, 3 und 6
23. November 20052 über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln
(LKV) sind anzugeben: b. die Nährwertkennzeichnung nach den Artikeln 22–29 LKV; davon ausge- nommen sind diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke nach Artikel 20a und Nahrungsergänzungsmittel nach Artikel 22.
2012-1972 4919
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
3 Speziallebensmittel dürfen durch den Hinweis «diätetisch» gekennzeichnet wer-
den. Ausgenommen sind Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen, Getreidebeikost, andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder sowie Nahrungsergänzungsmittel.
6 Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben für Speziallebensmittel richten nach
den Artikeln 29a–29i LKV, soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt.
Art. 13 Aufgehoben
Art. 17 Abs. 4 Bst. b
4 Für folgende Erzeugnisse ist die Eignung als Säuglingsanfangsnahrung durch
Studien nachzuweisen, welche auf Grundlage der allgemein anerkannten Empfeh- lungen von Fachkreisen zur Planung und Durchführung solcher Studien durchge- führt wurden: b. Erzeugnisse auf der Basis der in Anhang 2 Ziffer 23 definierten Proteinhydro- lysaten mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) und 0,5 g/100 kJ (2 g/100 kcal).
Art. 17a Abs. 2 2 Säuglingsanfangsnahrung, die ausschliesslich aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchpro- teinen hergestellt ist, muss als «Säuglingsmilchnahrung» bezeichnet werden.
Art. 17b Abs. 1 1 Wer als Hersteller oder Importeur eine Säuglingsanfangsnahrung in Verkehr brin- gen will, muss dies dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) melden.
Art. 18a Abs. 2
2 Folgenahrung, die ausschliesslich aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen her-
gestellt ist, muss als «Folgemilch» bezeichnet werden.
Art. 20 Abs. 7, 8, 9, 10, 13 und 14 7 Die Zulässigkeit der Zusätze sowie deren Höchst- und Mindestmengen richten sich nach den Anhängen 12 und 13. Bei der Herstellung dürfen von den zugelassenen Substanzen nach den Anhängen 12 und 13 nur die Verbindungen nach den Anhän- gen 14 und 14b verwendet werden.
8 Um den spezifischen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen bestimmter Bevöl-
kerungsgruppen gerecht zu werden, darf der Vitamingehalt in der Tagesration bis zu
300 Prozent des Gehalts nach Anhang 13 betragen. Bei Vitamin A ist nur eine
Überdosierung bis zu 200 Prozent der zugelassenen Tagesdosis erlaubt.
9 Aufgehoben
4920
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
10 Das BLV kann auf Gesuch hin weitere Zusätze bewilligen. Es prüft die gesund-
heitliche Unbedenklichkeit, die Zweckmässigkeit, die Kennzeichnung sowie die Anpreisung der betreffenden Zusätze. Artikel 6 Absätze 1 und 4 LGV gilt sinnge- mäss. 13 Die Kennzeichnung der Zusätze richtet sich nach Anhang 12, die Bezeichnung der Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffe nach Anhang 13.
14 Bei der Kennzeichnung ist auf den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und
sonstigen Stoffen zum Zeitpunkt der Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten hinzuweisen.
Art. 22 Abs. 1, 3 Bst. a, 5, 6, 6ter, 7 Bst. e, 8–10 und 12
1 Nahrungsergänzungsmittel sind Erzeugnisse, die Vitamine, Mineralstoffe oder
sonstige Stoffe mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in kon- zentrierter Form enthalten und zur Ergänzung der Ernährung mit diesen Stoffen dienen.
3 Sie dürfen nur enthalten:
a. die in Anhang 13 aufgeführten Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffe in den dafür vorgesehenen Tagesdosen sowie die in Anhang 13a aufgeführ- ten Stoffe unter Berücksichtigung ihrer Mindestmengen;
5 Um den spezifischen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen bestimmter Bevöl-
kerungsgruppen gerecht zu werden, darf der Vitamingehalt in der Tagesration bis zu
300 Prozent des Gehalts nach Anhang 13 betragen. Bei Vitamin A ist nur eine
Überdosierung bis zu 200 Prozent der zugelassenen Tagesdosis erlaubt.
6 Bei der Herstellung dürfen von den zugelassenen Stoffen nach den Anhängen 13
und 13a nur die Verbindungen nach den Anhängen 14 und 14b verwendet werden. 6ter Nahrungsergänzungsmittel dürfen lebende Bakterienkulturen enthalten, die für die spezifischen Eigenschaften eines Nahrungsergänzungsmittels geeignet sind und die Anforderungen gemäss Anhang 14b erfüllen.
7 Nahrungsergänzungsmittel müssen zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 4
Absatz 1 aufweisen: e. für die sonstigen Stoffe die Warnhinweise nach Anhang 13. 8 Bei Nahrungsergänzungsmitteln sind der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen oder sonstigen Stoffen und gegebenenfalls deren prozentuale Anteile an der empfohlenen Tagesdosis pro Tagesration anzugeben. Die empfohlene Tagesdosis richtet sich nach Anhang 1 der Verordnung des EDI vom 23. November 20053 über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe zu Lebensmitteln.
9 Bei der Kennzeichnung ist auf den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und
sonstigen Stoffen zum Zeitpunkt der Abgabe an Konsumentinnen und Konsumenten hinzuweisen.
10 Aufgehoben
3 SR 817.022.32
4921
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
12 Auf den Zusatz von lebenden Bakterienkulturen muss im Verzeichnis der Zutaten
und in der Sachbezeichnung wie folgt hingewiesen werden: a. unter der spezifischen wissenschaftlichen Nomenklatur nach den Vorgaben des ICSP (International Committee on Systematics of Prokaryotes4); oder b. mit dem Hinweis «mit Milchsäurebakterien».
Art. 23a Lebensmittel mit Zusatz von Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern
1 Folgenden Lebensmitteln können zur Beeinflussung des Cholesterinspiegels Phy-
tosterine, Phytosterinester, Phytostanole oder Phytostanolester zugesetzt werden: a. Streichfetten; b. milchartigen Erzeugnissen; c. Mayonnaisen; d. Salatsaucen.
2 Milchartige Erzeugnisse nach Absatz 1 Buchstabe b sind Erzeugnisse wie zum
Beispiel teilentrahmte und entrahmte milchartige Erzeugnisse, möglicherweise mit Frucht- oder Getreidezusatz, und fermentierte milchartige Erzeugnisse wie zum Beispiel Joghurt, Sojagetränke und käseartige Erzeugnisse (Fettgehalt ≤ 12 g je
100 g), bei denen das Milchfett oder -protein teilweise oder vollständig durch
pflanzliches Fett oder Protein ersetzt wurde.
3 Lebensmittel nach Absatz 1 müssen zusätzlich zu den Angaben nach Artikel 4
Absatz 1 aufweisen: a. den Hinweis «mit zugesetzten Pflanzensterinen» beziehungsweise «mit zugesetzten Pflanzenstanolen» im selben Sichtfeld wie die Sachbezeich- nung; b. die Angabe der Menge an zugesetzten Phytosterinen, Phytosterinestern, Phytostanolen oder Phytostanolestern (Angabe in Prozent oder Gramm der freien Pflanzensterine/Pflanzenstanole je 100 g oder 100 ml des Lebensmit- tels) im Zutatenverzeichnis; c. einen Hinweis, dass das Erzeugnis nicht für Personen bestimmt ist, die ihren Cholesterinspiegel im Blut nicht zu kontrollieren brauchen; d. einen Hinweis, dass Patientinnen und Patienten, die Arzneimittel zur Sen- kung des Cholesterinspiegels einnehmen, das Erzeugnis nur unter ärztlicher Aufsicht zu sich nehmen sollten; e. einen Hinweis an gut sichtbarer Stelle, dass das Erzeugnis für die Ernährung von schwangeren und stillenden Frauen sowie von Kindern unter fünf Jahren nicht geeignet ist; f. einen Hinweis, dass das Lebensmittel als Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung zu verwenden ist, zu der auch der
4 www.the-icsp.org/
4922
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
regelmässige Verzehr von Obst und Gemüse zählt (um den Carotinspiegel aufrechtzuerhalten); g. im selben Sichtfeld, das den unter Buchstabe c genannten Hinweis enthält, einen Hinweis, dass die Aufnahme von mehr als 3 g an zugesetzten Pflan- zensterinen oder Pflanzenstanolen pro Tag vermieden werden sollte; h. die Angabe, was einer Portion des betreffenden Lebensmittels oder der Lebensmittelzutat entspricht (in Gramm oder Milliliter) und welche Menge an Pflanzensterinen oder Pflanzenstanolen in einer Portion enthalten ist.
II
4 Anhang 15 wird aufgehoben.
III
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. November 2013
1 Speziallebensmittel dürfen noch bis zum 31. Dezember 2015 nach bisherigem
Recht eingeführt, hergestellt und gekennzeichnet werden. Sie dürfen noch bis zur Erschöpfung der Bestände an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben wer- den.
2 Für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben bei Speziallebensmitteln gilt
keine Übergangsfrist.
IV Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft.
25. November 2013 Eidgenössisches Departement des Innern:
Alain Berset
4923
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 2 (Art. 17 Abs. 3 Bst. a Ziff. 1, b und c, Abs. 4 Bst. a und b, Art. 17a Abs. 3 Bst. b)
Anforderungen an die Zusammensetzung von Säuglingsanfangsnahrung
23 Anfangsnahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten
Mindestens Höchstens 0,45 g/100 kJ 0,7 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) (3 g/100 kcal) Für Erzeugnisse mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) und 0,50 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal) gelten die Anforderungen gemäss Artikel 17 Absatz 4 Buchstaben b.
24 Anfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit
Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen Mindestens Höchstens 0,56 g/100 kJ 0,7 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal) (3 g/100 kcal)
101 Anfangsnahrungen aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Protein-
hydrolysaten
102 Anfangsnahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder als Mischung mit Kuh-
milch- oder Ziegenmilchproteinen
4924
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 2a (Art. 17 Abs. 3 Bst. c) Anhangtitel Spezifikation für Proteingehalt und -quelle und Proteinverarbeitung bei der Herstellung von Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung auf Basis von Molkenproteinhydrolysaten aus Kuhmilchprotein und mit einem Proteingehalt von weniger als 0,56 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal)
4925
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 5 (Art. 18 Abs. 2 Bst. a Ziff. 1 und b sowie Art. 18a Abs. 3 Bst. c)
Anforderungen an die Zusammensetzung von Folgenahrung
22 Folgenahrung auf der Basis von Proteinhydrolysaten
Mindestens Höchstens 0,45 g/100 kJ 0,8 g/100 kJ (1,8 g/100 kcal) (3,5 g/100 kcal) Für Erzeugnisse mit einem Proteingehalt zwischen 0,45 g/100 kJ (1,8 g/
100 kcal) und 0,56 g/100 kJ (2,25 g/100 kcal) gelten die Anforderungen
gemäss Art. 17 Absatz 4 Bst. b sinngemäss.
23 Folgenahrungen aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit
Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen
81 Folgenahrung aus Kuhmilch- oder Ziegenmilchproteinen oder Proteinhydro-
lysaten
82 Folgenahrung aus Sojaproteinisolaten pur oder in einer Mischung mit Kuh-
milch- oder Ziegenmilchproteinen
4926
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 12 (Art. 20 Abs. 7 und 13)
Zulässige Substanzen in Nahrungsmitteln für Personen mit erhöhtem Energie- oder Nährstoffbedarf (Ergänzungsnahrung)
Substanz Salze Deklaration Anforderungen
Aminosäuren L-Isoleucin in mg/Tagesration oder min. 700 mg/Tag* L-Leucin in mg/100 g Eiweiss, min. 1,1 g/Tag* L-Lysin in g/ Tagesration oder min. 700 mg/Tag* L-Methionin in g/100 g Eiweiss min. 1,1 g/Tag* L-Phenylalanin min. 1,1 g/Tag* L-Threonin min. 500 mg/Tag* L-Valin min. 800 mg/Tag* *optimaler Bedarf liegt ca. 2 mal höher L-Arginin in mg/Tagesration oder max. 2,5 g/Tag L-Cystein in mg/100 g Eiweiss, max. 1 g/Tag L-Glutamin in g/Tagesration oder max. 10 g/Tag Glycin in g/100 g Eiweiss max. 5 g/Tag L-Ornithin max. 2 g/Tag L-Tyrosin max. 1,2 g/Tag L-Carnitin Base, -tartrat, in mg/Tagesration max. 1000 mg/Tag fumarat L-Citrullin Malat max. 1000 mg/Tag Coffein in mg/100 ml oder max. 160 mg/Tag, in mg/100 g oder zusätzlich zu normalem in mg/Tagesration Coffeinkonsum oder den prozentualen Anteil (%) im Produkt Cholin max. 1000 mg/Tag Kreatin Monohydrat in g/Tagesration max. 3 g/Tag Pyruvat max. 5 g/Tag Lebende Bakterien- Spezifikationen Mit der spezifischen mind. 108 KBE (kolo- kulturen gemäss Anhang 14b wissenschaftlichen nienbildende Einhei- Nomenklatur nach den ten) pro Tagesration Vorgaben der ICSP (International Committee on Systematics of Prokaryotes) Glucuronolacton in mg/100 ml max. 240 mg/100 ml Inositol 300 bis 1000 mg/Tag D-Ribose in mg/100 ml max. 200 mg/100 ml Taurin in mg/Tagesration max. 1000 mg/Portion
4927
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 13 (Art. 20 Abs. 7, 8 und 13, 21 Abs. 4, 22 Abs. 3, 4, 5, 6 und 7, 22a Abs. 4 und 22b Abs. 5)
Vitamine, Mineralstoffe und sonstige Stoffe in den für Erwachsene zugelassenen Tagesdosen
Vitamine/Mineralstoffe/sonstige Stoffe für Erwachsene zugelassene Tagesdosen
1 Vitamine
Vitamin A 800 g -Carotin (Provitamin A) 4,8 mg Vitamin D 5 g Vitamin E 12 mg Vitamin C 80 mg Vitamin K 75 μg Vitamin B1 (Thiamin) 1,1 mg Vitamin B2 (Riboflavin) 1,4 mg Niacin (Vitamin PP) 16 mg Vitamin B6 1,4 mg Folsäure/Folacin 200 g Vitamin B12 2,5 g Biotin 150 g Pantothensäure 6 mg
2 Mineralstoffe und Spurenelemente
Calcium 800 mg Phosphor 700 mg Eisen 14 mg Magnesium 375 mg Zink 15 mg Jod 150 g Selen 55 g Kupfer 1 mg Mangan 2 mg Chrom 40 g Molybdän 50 g Kalium 2000 mg Chlorid 800 mg Silicium 200 mg
4928
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Vitamine/Mineralstoffe/sonstige Stoffe für Erwachsene zugelassene Tagesdosen
3.1 Aminosäuren
L-Histidin 600 mg L-Isoleucin 700 mg L-Leucin 1100 mg L-Lysin 700 mg L-Methionin + L-Cystein 900 mg L-Phenylalanin + L-Tyrosin 1500 mg L-Threonin 500 mg L-Valin 800 mg
3.2 Sonstige Stoffe
Coenzym Q 10 30 mg Isoflavone 50 mg Carotinoid Lutein 10 mg Carotinoid Zeaxanthin 2 mg Carotinoid Lycopin 15 mg *α-Linolensäure (n-3) 2g *EPA + DHA (als Summe) (langkettige n-3)a 500 mg *Linolsäure (n-6) 10 g Taurin 1000 mg Astaxanthin 4 mg Glucosamin 750 mg (berechnet als Base) Chondroitinsulfatb 500 mg konjugierte Linolsäure (CLA)c 3g Oligomere Proanthocyanidine (OPC)d 150 mg Beta-Glucan aus Hafer oder Gerste 3g Beta-Glucan aus Hefe 375 mg Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG)e 90 mg (berechnet als EGCG) Betain 1,5 g Cholin 550 mg Kreatin 3,0 g L-Carnitin 1,0 g WSTC I (wasserlösliches Tomatenkonzentrat)5 3,0 g WSTC II (wasserlösliches Tomatenkonzentrat)5 150 mg Shiitake Pilz (Mycelauszug) 2,5 ml
5 Fruitflow® der Firma DSM.
4929
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Vitamine/Mineralstoffe/sonstige Stoffe für Erwachsene zugelassene Tagesdosen
Phosphatidylserin aus Soja 300 mg Flavonoide aus Glycyrrhizia glabra L. 120 mg * Bei der Verwendung von neuartigen Speiseölen zur Anreicherung von Lebensmitteln mit spezifischen Fettsäuren gelten die Artikel 5b, 5c, 5d und 5g der Verordnung des EDI vom 23. November 20056 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse sowie die Spezifikationen, die Verwendungszwecke und die Höchstmengen gemäss den Anhän- gen 3, 4, 5 und 8. a EPA: Eicosapentaensäure; DHA: Docosahexaensäure b Warnhinweis: Für schwangere und stillende Frauen, Kinder, Jugendliche und Personen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln nicht geeignet. c Warnhinweis: Für Diabetiker, Jugendliche, schwangere und stillende Frauen nicht geeig- net. d Warnhinweis: Ein Produkt mit OPC ersetzt eine Ernährung mit frischem Obst und Gemüse nicht. e Warnhinweis: Nicht auf nüchternen Magen, nicht bei strikter, kalorienarmer Ernährung und nicht gleichzeitig mit anderen Produkten auf Basis von Grüntee einnehmen.
6 SR 817.022.105
4930
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 13a (Art. 22 Abs. 3 und 6)
Sonstige Stoffe für Nahrungsergänzungsmittel mit den zugelassenen Mindestmengen
Stoffe für Erwachsene zugelassene Mindestmengen
1 Enzyme
Lactasea 4500 FCC-Einheiten (Food Chemicals Codex)
2 Lebende Bakterienkulturen 108 KBE (kolonienbildende
Einheiten) pro Tagesration a Einschränkungen/Warnhinweise: Die Zielgruppe ist ferner darüber zu unterrichten, dass es Unterschiede bei der Lactosetoleranz gibt und dass die Betroffenen sich Rat bei einer Fachperson bezüglich der Funktion des Stoffes bei ihrer Ernährung holen sollten.
4931
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 14 (Art. 20 Abs. 7 und 9, 20a Abs. 4, 21 Abs. 5, 22 Abs. 6, 22a Abs. 5 und 22b Abs. 6)
Zulässige Verbindungen der Vitamine, Mineralstoffe und sonstigen Stoffen
Kategorie 1: Vitamine Vitamin A Retinol Retinylacetat Retinylpalmitat Beta-Carotin
Vitamin D Vitamin D3 (Cholecalciferol) Vitamin D2 (Ergocalciferol)
Vitamin E D-alpha-Tocopherol DL-alpha-Tocopherol D-alpha-Tocopherylacetat DL-alpha-Tocopherylacetat D-alpha-Tocopherylsäuresuccinat D-alpha-Tocopheryl-Polyethylenglycol-1000-Succinat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) Gemischte Tocopherole7 Tocotrienol-Tocopherol8
Vitamin K Phyllochinon (Phytomenadion) Menachinon9
7 α-Tocopherol < 20 %, β-Tocopherol < 10 %, γ-Tocopherol 50–70 %, und δ-Tocopherol 10–30 %.
8 Typische Mengen einzelner Tocopherole und Tocotrienole sind:
– 115 mg/g α-Tocopherol (101 mg/g Mindestgehalt); – 5 mg/g β-Tocopherol (< 1 mg/g Mindestgehalt); – 45 mg/g γ-Tocopherol (25 mg/g Mindestgehalt); – 12 mg/g δ-Tocopherol (3 mg/g Mindestgehalt); – 67 mg/g α-Tocotrienol (30 mg/g Mindestgehalt); – < 1 mg/g β-Tocotrienol (< 1 mg/g Mindestgehalt); – 82 mg/g γ-Tocotrienol (45 mg/g Mindestgehalt); – 5 mg/g δ-Tocotrienol (1 mg/g Mindestgehalt).
9 Menachinon kommt in erster Linie als Menachinon-7 und in geringerem Masse als
Menachinon-6 vor.
4932
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Vitamin B1 Thiaminhydrochlorid Thiaminmononitrat Thiaminmonophosphatchlorid Thiaminpyrophosphatchlorid
Vitamin B2 Riboflavin Riboflavin-5’-phosphat, Natrium
Niacin Nicotinsäure Nicotinamid Inositolhexanicotinat (Inositolniacinat)
Pantothensäure Calcium-D-pantothenat Natrium-D-pantothenat D-Panthenol Pantethin
Vitamin B6 Pyridoxinhydrochlorid Pyridoxin-5’-phosphat Pyridoxal-5’-phosphat Pyridoxindipalmitat
Folate Pteroylglutaminsäure Calcium-L-methylfolat
Vitamin B12 Cyanocobalamin Hydroxocobalamin 5’-Desoxyadenosylcobalmin Methylcobalamin
Biotin D-Biotin
Vitamin C L-Ascorbinsäure Natrium-L-ascorbat Calcium-L-ascorbat (kann bis zu 2 % Threonat enthalten) Kalium-L-ascorbat
4933
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
L-Ascorbyl-6-palmitat Magnesium-L-ascorbat Zink-L-ascorbat
Kategorie 2: Mineralstoffe Calcium Calciumacetat Calcium-L-ascorbat Calciumbisglycinat Calciumcarbonat Calciumchlorid Calciumcitratmalat Calciumsalze der Zitronensäure Calciumgluconat Calciumglycerophosphat Calciumlactat Calciumpyruvat Calciumsalze der Orthophosphorsäure Calciumsuccinat Calciumhydroxid Calcium-L-lysinat Calciummalat Calciumoxid Calcium-L-pidolat Calcium-L-threonat Calciumsulfat
Magnesium Magnesiumacetat Magnesiumascorbat Magnesiumbisglycinat Magnesiumcarbonat Magnesiumchlorid Magnesiumsalze der Zitronensäure Magnesiumgluconat Magnesiumglycerophosphat Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure Magnesiumlactat Magnesium-L-lysinat Magnesiumhydroxid Magnesiummalat Magnesiumoxid Magnesium-L-pidolat Magnesiumkaliumcitrat Magnesiumpyruvat
4934
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Magnesiumsuccinat Magnesiumsulfat Magnesiumtaurat Magnesiumacetyltaurat Magnesium – L-aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke)
Calcium – Magnesium – Mischungen Dolomitpulver Fossiles Korallenpulver (Scleratinia)
Eisen Eisencarbonat Eisencitrat Eisenammoniumcitrat Eisengluconat Eisenfumarat Eisennatriumdiphosphat Eisenlactat Eisensulfat Eisendiphosphat (Eisenpyrophosphat) Eisensaccharat elementares Eisen (Carbonyl + elektrolytisch + wasserstoffreduziert) Eisenbisglycinat Eisen-L-pidolat Eisen(II)-phosphat Eisen(II)-taurat Eisen(II)-Ammoniumphosphat Eisen(III)-Natrium-EDTA
Kupfer Kupfercarbonat Kupfercitrat Kupfergluconat Kupfersulfat Kupfer-L-aspartat Kupferbisglycinat Kupferlysinkomplex Kupfer(II)-oxid
Jod Kaliumjodid Kaliumjodat Natriumjodid Natriumjodat
4935
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Zink Zinkacetat Zink-L-ascorbat Zink-L-aspartat Zinkbisglycinat Zinkchlorid Zinkcitrat Zinkgluconat Zinklactat Zink-L-lysinat Zinkmalat Zink-mono-L-methioninsulfat Zinkoxid Zinkcarbonat Zink-L-pidolat Zinkpicolinat Zinksulfat
Mangan Manganascorbat Mangan-L-aspartat Manganbisglycinat Mangancarbonat Manganchlorid Mangancitrat Mangangluconat Manganglycerophosphat Manganpidolat Mangansulfat
Natrium Natriumbicarbonat Natriumcarbonat Natriumchlorid Natriumcitrat Natriumgluconat Natriumlactat Natriumhydroxid Natriumsalze der Orthophosphorsäure Natriumsulfat
Kalium Kaliumbicarbonat Kaliumcarbonat Kaliumchlorid Kaliumcitrat
4936
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Kaliumgluconat Kaliumglycerophosphat Kaliumlactat Kaliumhydroxid Kalium-L-pidolat Kaliummalat Kaliumsalze der Orthophosphorsäure Kaliumsulfat
Selen L-Selenomethionin Selenhefe10 Selenige Säure Natriumselenat Natriumhydrogenselenit Natriumselenit
Chrom Chrom(III)-chlorid Chrom(III)-lactattrihydrat Chromnitrat Chrompicolinat Chrom(III)-sulfat Molybdän (VI) Ammoniummolybdat Kaliummolybdat Natriummolybdat
Fluor Calciumfluorid Kaliumfluorid Natriumfluorid Natriummonofluorphosphat
Bor Borsäure Natriumborat
10 In Gegenwart von Natriumselenit als Selenquelle in Kultur gewonnene Arten Selenhefe, die in handelsüblicher getrockneter Form nicht mehr als 2,5 mg Se/g enthalten. Die in der Hefe vorherrschende organische Selenart ist Selenmethionin (zwischen 60 und 85 % des im Produkt enthaltenen Selens). Der Gehalt an anderen organischen Selenverbindungen einschliesslich Selenocystein darf 10 % des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten. Der Gehalt an anorganischem Selen darf üblicherweise 1 % des gesamten Selenextraktes nicht überschreiten.
4937
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Silicium cholinstabilisierte Orthokieselsäure Siliciumdioxid Kieselsäure (in Gel-Form)
Kategorie 3: Sonstige Stoffe Aminosäuren Anmerkung: Bei zugelassenen Aminosäuren können auch die Natrium-, Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze sowie ihre Hydrochloride verwendet werden. L-Alanin L-Arginin L-Arginin-L-Aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Asparaginsäure (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Citrullin L-Cystein L-Cystin L-Histidin L-Glutaminsäure L-Glutamin Glycin L-Isoleucin L-Leucin L-Lysin L-Lysin-L-Aspartat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Lysin-L-Glutamat (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) L-Lysinacetat L-Methionin L-Ornithin L-Phenylalanin L-Prolin L-Serin L-Threonin L-Tryptophan L-Tyrosin L-Valin N-Acetyl-L-Cystein (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) N-Acetyl-L-Methionin (nur für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke)
4938
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Sonstige Stoffe Astaxanthin-reiches Oleoresin aus Haematococcus Pluvialis extrahiert 3.2.2 Beta-Glucan aus Hafer und/oder aus Gerste Beta-Glucan aus Hefe gemäss Anhang I Durchführungsbeschluss 2011/762/EU11 Betainhydrochlorid L-Carnitin L-Carnitinhydrochlorid L-Carnitin-L-Tartrat Cholin Cholinchlorid Cholintartrate Cholincitrat Chondroitinsulfat (Ph. Eur.) Coenzym Q10 (Ubichinon, Ubichinol) Coffein DHA und deren Ester aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verord- nung des EDI vom 23. November 200512 über Speiseöl, Speisefett und daraus her- gestellte Erzeugnisse EPA und deren Ester aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verord- nung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus herge- stellte Erzeugnisse Flavonoide aus Glycyrrhzia glabra L. gemäss Anhang I Durchführungsbeschluss 2011/761/EU13 Glucosaminchlorid Glucosaminsulfat D-Glucurono-γ-lacton Inositol Isoflavone aus Soja- und/oder aus Rotkleeextrakten Katechine, Epigallocatechingallat (EGCG) aus Grüntee Konjugierte Linolsäure (CLA) aus Distelöl Kreatinmonohydrat Kreatinpyruvat
11 Durchführungsbeschluss 2011/762/EU der Kommission vom 24. November 2011 zur
Genehmigung des Inverkehrbringens von Hefe-Beta-Glucanen als neuartige Lebensmit- telzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 313 vom 26.11.2011, S. 41. 12 SR 817.022.105
13 Durchführungsbeschluss 2011/761/EU der Kommission vom 24. November 2011 zur
Genehmigung des Inverkehrbringens von Flavonoiden aus Glycyrrhiza glabra L. als neu- artige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Par- laments und des Rates, ABl. L 313 vom 26.11.2011, S. 37.
4939
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Lactase FCC (Food Chemicals Codex) Linolsäure aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse Lutein aus Tagetes Lycopin aus Tomaten und/oder aus Blakeslea trispora gemäss Anhang I Entschei- dung 2009/365/EG14 und/oder synthetisches Lycopin gemäss Anhang I Entschei- dung 2009/362/EG15 Oligomere Proanthocyanidine (OPC) aus Trauben und/oder Pinienrinde Omega-3-Fettsäuren aus Speiseölen und neuartigen Speiseölen gemäss der Verord- nung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus herge- stellte Erzeugnisse Phophatidylserin gemäss Anhang 1 Durchführungsbeschluss 2011/513/EU16 Shiitake Mycelauszug gemäss Anhang I Beschluss 2011/73/EU17 Spezifische Fettsäuren oder Lipide: Bei der Verwendung von neuartigen Speiseölen zur Anreicherung von Lebensmitteln gelten die Artikel 5b, 5c, 5d und 5g der Ver- ordnung des EDI vom 23. November 2005 über Speiseöl, Speisefett und daraus hergestellte Erzeugnisse sowie die Spezifikationen, die Verwendungszwecke und die Höchstmengen gemäss den Anhängen 3, 4, 5 und 8. Taurin Wasserlösliche Tomatenkonzentrate WSTC I und II gemäss EFSA Journal 2010; 8(7):1689 Zeaxanthin aus Tagetes und/oder synthetisches Zeaxanthin gemäss Anhang Durch- führungsbeschluss 2013/49/EU18
14 Entscheidung 2009/365/EG der Kommission vom 28. April 2009 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin aus Blakeslea trispora als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 111 vom 5.5.2009, S. 31. 15 Entscheidung 2009/362/EG der Kommission vom 30. April 2009 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Lycopin als neuartige Lebensmittelzutat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 110 vom 1.5.2009, S. 54.
16 Durchführungsbeschluss 2011/513/EU der Kommission vom 19. August 2011 zur
Genehmigung des Inverkehrbringens von Phosphatidylserin aus Soja-Phospholipiden als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 215 vom 20.8.2011, S. 20.
17 Beschluss 2011/73/EU der Kommission vom 2. Februar 2011 zur Genehmigung des
Inverkehrbringens eines Mycelauszugs von Lentinula edodes (Shiitake-Pilz) als neuartige Lebensmittelzutat gemäss der Verordung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 29 vom 3.2.2011, S. 30. 18 Durchführungsbeschluss 2013/49/EU der Kommission vom 22. Januar 2013 über die Genehmigung des Inverkehrbringens von synthetischem Zeaxanthin als neuartige Lebensmittelzutat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 258/97 des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L 21 vom 24.1.2013, S. 32.
4940
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
Anhang 14b (Art. 20 Abs. 7 und 22 Abs. 6 und 6ter)
Anforderungen an lebende Bakterienkulturen zur Verwendung in Ergänzungsnahrungen und Nahrungsergänzungsmitteln
1 Lebende Bakterienkulturen, die in Nahrungsmitteln für Personen mit erhöh-
tem Energie- oder Nährstoffbedarf (Ergänzungsnahrungen) gemäss Artikel
20 oder in Nahrungsergänzungsmitteln gemäss Artikel 22 verwendet wer-
den, müssen für Lebensmittelzwecke geeignet und gesundheitlich unbedenk- lich sein.
2 Es können lebende Zellen von Stämmen einer oder verschiedener Bakterien-
arten (Species) eingesetzt werden.
3.1 Vorzugsweise menschlichen Ursprungs, keine humanpathogenen Eigen-
schaften, keine übertragbaren Antibiotikaresistenzen.
3.2 Sie müssen in einer international anerkannten Stammsammlung hinterlegt
sein.
3.3 Species und Stamm müssen mit molekularbiologischen Methoden charakte-
risiert sein. Dies bedeutet: a. Species: DNA-DNA Hybridisierung oder 16SrRNA Sequenzanalyse b. Stamm: International akzeptierte molekular-biologische Methode wie molekulabiologisches Fingerprintverfahren PFGE oder RAPD
4941
Speziallebensmittel. V des EDI AS 2013
4942