Beschleunigungsgebot
Das Beschleunigungsgebot verpflichtet Strafbehörden zu Verfahren ohne ungerechtfertigte Verzögerung, besonders bei Haft.
Das Beschleunigungsgebot ist ein zentraler Grundsatz des schweizerischen Strafprozesses. Die Behörden müssen ermitteln, entscheiden und Rechtsmittel behandeln, ohne unnötige Untätigkeit oder überflüssige Verfahrensschritte. Besonders streng gilt dies bei inhaftierten beschuldigten Personen, weil lange Ungewissheit und Freiheitsentzug Grundrechte stark belasten. Verletzungen können je nach Schwere zur Haftentlassung, Strafminderung, Feststellung einer Verzögerung oder weiteren prozessualen Folgen führen. Der Grundsatz schützt Beschuldigte, Geschädigte und das Vertrauen in eine wirksame Strafjustiz.