Versicherungsmathematische Beurteilung
Eine versicherungsmathematische Beurteilung schätzt mit statistischen und finanziellen Methoden Risiken, Prämien, Rückstellungen und Solvenzbedarf.
Eine versicherungsmathematische Beurteilung untersucht Wahrscheinlichkeit, Häufigkeit, Schwere und zeitliche Verteilung versicherter Ereignisse anhand von Daten, Modellen und finanziellen Annahmen. Sie dient der Prämienkalkulation, technischen Rückstellungen, Kapitalplanung, Produktgestaltung und Bestandsüberwachung. In der Schweizer Versicherungspraxis ist sie sowohl für die Vertragsgestaltung als auch für die prudentielle Aufsicht bedeutsam, besonders bei langfristigen Verpflichtungen oder Katastrophenrisiken. Sie ist selbst keine Rechtsentscheidung, kann aber Offenlegungspflichten, Reservierung, Solvenzberichterstattung und die Prüfung diskriminierender oder irreführender Tarifierung beeinflussen.