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413.110

Dekret über die Personalvorsorge für Lehrpersonen an der Volksschule

(LPV-Dekret)

Vom 29.06.1999 (Stand 26.08.2003)

Präambel

Der Grosse Rat des Kantons Aargau,

gestützt auf § 82 Abs. 1 lit. e der Kantonsverfassung,

beschliesst:

1. Allgemeines

2. Personalvorsorgekasse für Lehrpersonen (LPVK)

3. Aargauische Lehrerwitwen- und -waisenkasse (ALWWK)

4. Finanzierung und Leistungen

5. Übergangsbestimmungen

Art. 10 Höhe der Renten

Für Lehrpersonen, die am 31. Dezember 1994 bei der LPVK versichert waren und deren Leistungsansprüche seit dem 1. Januar 1995 nicht auf Grund einer Pensumsänderung, Übertragung aus einer Scheidung oder eines Vorbezugs für Wohneigentum nach versicherungstechnischen Grundsätzen neu berechnet wurden, wird der für die Altersrente massgebende Prozentsatz beibehalten. Die Versicherungsjahre werden vom Datum des Beitragsbeginns an berechnet. Eingekaufte Jahre werden mitgezählt. Für diese Versicherten betragen die Altersrenten in Prozenten der versicherten Besoldung:

  1. Bei Eintritt bis zum 31. Dezember 1983:
  1. nach 30 und mehr Versicherungsjahren 65 %
  2. nach 29 Versicherungsjahren 64 %
  3. nach 28 Versicherungsjahren 63 %
  4. nach 27 Versicherungsjahren 62 %
  5. nach 26 Versicherungsjahren 61 %
  6. nach 25 Versicherungsjahren 60 %
  7. nach 24 Versicherungsjahren 59 %
  8. nach 23 Versicherungsjahren 58 %
  9. nach 22 Versicherungsjahren 57 %
  10. nach 21 Versicherungsjahren 56 %
  11. nach 20 Versicherungsjahren 55 %
  12. nach 19 Versicherungsjahren 54 %
  13. nach 18 Versicherungsjahren 53 %
  14. nach 17 Versicherungsjahren 52 %
  15. nach 16 Versicherungsjahren 51 %
  16. nach 15 Versicherungsjahren 50 %
  17. nach 14 Versicherungsjahren 49 %
  18. nach 13 Versicherungsjahren 48 %
  19. nach 12 Versicherungsjahren 47 %
  20. nach 11 Versicherungsjahren 46 %
  1. Bei Eintritt vom 1. Januar 1984 bis 31. Dezember 1994:
  1. nach 35 und mehr Versicherungsjahren 65 %
  2. nach 34 Versicherungsjahren 64 %
  3. nach 33 Versicherungsjahren 63 %
  4. nach 32 Versicherungsjahren 62 %
  5. nach 31 Versicherungsjahren 61 %
  6. nach 30 Versicherungsjahren 60 %
  7. nach 29 Versicherungsjahren 59 %
  8. nach 28 Versicherungsjahren 58 %
  9. nach 27 Versicherungsjahren 57 %
  10. nach 26 Versicherungsjahren 56 %
  11. nach 25 Versicherungsjahren 55 %
  12. nach 24 Versicherungsjahren 54 %
  13. nach 23 Versicherungsjahren 53 %
  14. nach 22 Versicherungsjahren 52 %
  15. nach 21 Versicherungsjahren 51 %
  16. nach 20 Versicherungsjahren 50 %
  17. nach 19 Versicherungsjahren 49 %
  18. nach 18 Versicherungsjahren 48 %
  19. nach 17 Versicherungsjahren 47 %
  20. nach 16 Versicherungsjahren 46 %
  21. nach 15 Versicherungsjahren 45 %
  22. nach 14 Versicherungsjahren 44 %
  23. nach 13 Versicherungsjahren 43 %
  24. nach 12 Versicherungsjahren 42 %
  25. nach 11 Versicherungsjahren 41 %
  26. bis 11 Versicherungsjahre 40 %

Bestehende Kürzungen der versicherten Besoldung bleiben weiterhin gültig.

Art. 11 Zusatzrente

Bis am 31. Juli 1999 zugesprochene Zusatzrenten und Zusatzkinderrenten werden nach den Bestimmungen des bisherigen Rechts beibehalten.

Art. 12 Flexibles Rentenalter

Für Versicherte, die am 31. Dezember 1983 der Kasse angehörten, gilt folgende Kürzung des Rentenanspruchs bei vorzeitiger Pensionierung:

Versicherungsjahre Kürzung pro Monat vorbezogener Altersrente bei einer Vorbezugsdauer bis 24 Monate Kürzung pro Monat vorbezogener Altersrente bei einer Vorbezugsdauer bis 36 Monate
bis 35 Jahre 0,60 % 0,60 %
bis 36 Jahre 0,60 % 0,60 %
bis 37 Jahre 0,48 % 0,60 %
bis 38 Jahre 0,36 % 0,48 %
bis 39 Jahre 0,24 % 0,36 %
bis 40 Jahre 0,12 % 0,24 %
bis 41 Jahre 0,00 % 0,12 %
ab 42 Jahren 0,00 % 0,00 %

Für Versicherte, die vom 1. Januar 1984 bis 31. Dezember 1994 in die Kasse eintraten, gilt folgende Kürzung des Rentenanspruchs bei vorzeitiger Pensionierung:

Versicherungsjahre Kürzung pro Monat vorbezogener Altersrente bei einer Vorbezugsdauer bis 12 Monate Kürzung pro Monat vorbezogener Altersrente bei einer Vorbezugsdauer bis 24 Monate Kürzung pro Monat vorbezogener Altersrente bei einer Vorbezugsdauer bis 36 Monate
bis 38 Jahre 0,60 % 0,60 % 0,60 %
bis 39 Jahre 0,40 % 0,45 % 0,50 %
bis 40 Jahre 0,20 % 0,30 % 0,40 %
bis 41 Jahre 0,00 % 0,15 %
bis 42 Jahre 0,00 %

Massgebend sind die im Zeitpunkt der vorzeitigen Pensionierung zurückgelegten Beitragsjahre, eingeschlossen eingekaufte Versicherungsjahre.

Art. 13 Rentenanspruch Männer

Für männliche Versicherte, die am 31. Dezember 1994 der Kasse angehörten und die am 1. August 1999 jünger sind als 63 Jahre, reduziert sich die Anzahl möglicher Versicherungsjahre bis zum ordentlichen Rücktrittsalter um 2 Jahre.

Ist der männliche Versicherte am 1. August 1999 zwischen 63 und 65 Jahre alt, so reduziert sich die Anzahl möglicher Versicherungsjahre nur um die bis zum 65. Geburtstag fehlende Dauer, sofern dadurch der für die Berechnung der Altersrente massgebende Prozentsatz nicht unter 40 % sinkt.

Sinkt bei Versicherten nach Absatz 2 der für die Berechnung der Altersrente massgebende Prozentsatz unter 40 %, so wird an Stelle der Reduktion der Versicherungsjahre die für die Berechnung der Altersrente massgebende versicherte Besoldung für jeden bis zum 65. Geburtstag fehlenden Monat um 0,2 % gekürzt.

Von Absatz 1 bis 3 sind alle männlichen Versicherten betroffen, die bis zum 31. Dezember 1994 eingetreten sind und deren Leistungsansprüche seit dem 1. Januar 1995 nicht auf Grund einer Pensumsänderung, Übertragung aus einer Scheidung oder eines Vorbezugs für Wohneigentum nach versicherungstechnischen Grundsätzen neu berechnet wurden.

Für Versicherte gemäss Absatz 2 und 3 beginnt die Frist für die Berechnung des Rentenaufschubs gemäss § 25 der Versicherungsbedingungen der Aargauischen Beamtenpensionskasse am 1. August 1999.

Art. 14 Wiedereinkauf von Versicherungsjahren

Versicherte, die von § 13 betroffen sind, können die entstandene Kürzung wieder einkaufen. Der Entscheid über den Wiedereinkauf ist der LPVK bis zum 31. Juli 2000 mitzuteilen. Die Kosten für den Wiedereinkauf eines fehlenden Versicherungsjahres betragen:

Alter[1] Kosten[2]
29 3,0 %
30 3,1 %
31 3,3 %
32 3,4 %
33 3,5 %
34 3,7 %
35 3,8 %
36 4,0 %
37 4,1 %
38 4,3 %
39 4,5 %
40 4,6 %
41 4,8 %
42 5,0 %
43 5,2 %
44 5,4 %
45 5,6 %
46 5,9 %
47 6,1 %
48 6,4 %
49 6,6 %
50 6,9 %
51 7,2 %
52 7,4 %
53 7,7 %
54 8,0 %
55 8,4 %
56 8,7 %
57 9,0 %
58 9,4 %
59 9,8 %
60 10,2 %
61 10,6 %
62 11,1 %
63 11,7 %
über 63 11,7 %

Die Kürzung der versicherten Besoldung gemäss § 13 Abs. 2 kann wieder eingekauft werden. Die Kosten für den Wiedereinkauf einer Kürzung der versicherten Besoldung um Fr. 100.– betragen Fr. 450.–.

Art. 15 Rentenalter Frauen

Frauen mit den Jahrgängen 1957 und früher können ihre Altersrente ohne Kürzung vorbeziehen, wenn sie das Alter gemäss folgender Tabelle erreicht haben:

Jahrgang Eintritt bis 31.12.1983 (mind. 30 ununterbrochene Versicherungsjahre) Eintritt bis 31.12.1983 (weniger als 30 ununterbrochene Versicherungsjahre) oder Eintritt 1.1.1984-31.12.1994 Eintritt 1.1.1995-31.7.1999
1943 und früher 60 62 62
1944 bis 1947 60 62 63
1948 bis 1952 61 63 63
1953 bis 1957 62 63 63

Für diese Versicherten beginnt bei einem Rentenaufschub der Zuschlag gemäss § 25 der Versicherungsbedingungen der Aargauischen Beamtenpensionskasse erst nach Vollendung des 63. Altersjahres. Ein Rentenvorbezug ist zudem frühestens nach Vollendung des 60. Altersjahres möglich.

Art. 16 Rentenanspruch Frauen

Leistungsansprüche von Frauen mit Beitragsbeginn vor dem 1. Januar 1995 werden per 1. August 1999 entsprechend § 41bis der Versicherungsbedingungen der Aargauischen Beamtenpensionskasse abgerechnet, wenn kein Recht auf einen kürzungsbefreiten Rentenvorbezug im Sinne von § 15 besteht und der Rentenanspruch nicht auf Grund einer Pensumsänderung, Übertragung aus einer Scheidung oder Vorbezug für Wohneigentum seit dem 1. Januar 1995 nach versicherungstechnischen Grundsätzen neu berechnet wurde.

Ist der Rentenanspruch nach der Abrechnung gemäss Absatz 1 nicht mindestens 1,71 % grösser als vor der Abrechnung, so erhält die Versicherte im Sinne der Besitzstandswahrung eine Zusatzrente bis maximal 1,71 % der am 31. Juli 1999 gültigen versicherten Besoldung.

6. Schlussbestimmungen

Egress

Aarau, 29. Juni 1999

Präsident des Grossen Rates

Gloor

 

Staatsschreiber

Pfirter

1999 S. 155

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung AGS Fundstelle
29.06.1999 01.08.1999 Erlass Erstfassung 1999 S. 155
13.05.2003 26.08.2003 § 1 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 2 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 3 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 4 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 5 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 6 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 7 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 8 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 9 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 17 aufgehoben 2003 S. 142
13.05.2003 26.08.2003 § 18 aufgehoben 2003 S. 142

Änderungstabelle - Nach Paragraph

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung AGS Fundstelle
Erlass 29.06.1999 01.08.1999 Erstfassung 1999 S. 155
§ 1 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 2 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 3 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 4 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 5 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 6 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 7 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 8 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 9 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 17 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142
§ 18 13.05.2003 26.08.2003 aufgehoben 2003 S. 142